Maturatermin ungewiss
Schule bleibt auch nach Ostern geschlossen

Wann die Matura stattfindet, ist unklar. Eine Entscheidung dazu soll nach Ostern bekannt gegeben werden, so Faßmann.
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  • Foto: BKA
  • hochgeladen von Adrian Langer

"Alle können ihren Abschluss machen", sagt der Bildungsminister Heinz Faßmann in der Pressekonferenz. Nach Ostern will man darüber informieren, wann nun die konkreten Termine für die Matura sein werden. Die Schulen bleiben auf jeden Fall bis Ende April geschlossen.

ÖSTERREICH. "Ich weiß, sie wollen hier und nun die Antwort auf die finale Frage haben: Wann sperren die Schulen und Universitäten wieder auf", sagte Bildungsminister Heinz Faßmann heute. Allein, das könne er nicht. Er könne lediglich auf die aktuelle Situation reagieren. "Die Corona-Krise ist nicht die Zeit , schulischen Leistungsdruck zuhause zu entfalten", appellierte der Minister an alle Beteiligten. Umso wichtiger sei ein geregelter Alltag zu Hause mit Aufgaben und Zeitstruktur um die Situation bewältigen zu können. 

Maturatermin ungewiss

Damit alle ihren Abschluss machen können, werde er natürlich auf die Ausnahmesituation Rücksicht nehmen und für eine faire Beurteilung sorgen. Wann genau die Matura stattfindet, ist aktuell aber noch nicht absehbar. Eine Entscheidung darüber kündigte Faßmann für das Ende der Osterferien an.
Die Lehrer werden gebeten, Lern,- und Arbeitsmaterialien bis Ende April zusammenzustellen. Ob neuer Lernstoff oder wieder weitere Vertiefung auf der Agenda liege, wird von jeder Schule selbst entschieden. Auf die Frage, wie er über die laufende Petition "Matura ohne Prüfung" nachdenke , sagte er, dass es möglich sei, aber was würde das bedeuten? Für die letzten Jahrgänge? Für die Zukunft? Die Aufnahme an Unis? Das sei alles unklar, kommentierte Faßmann diese Petition. 

13 Millionen-Fonds für Storno

Wichtig sei für Faßmann aber eine Überforderung der Schüler und Eltern zu vermeiden. Um Familien aus schwächerem sozio-ökonomischen Milleu zu unterstützen, werde das Bildungsministerium daher auch Geld für Endgeräte zum Lernen zur Verfügung stellen. Er whabe 900 Schulpsychologen mit der Aufgabe beauftragt, jene Schüler zu kontaktieren, die seit Beginn der Maßnahmen nicht mehr erreichbar sind. Außerdem bemühe sich das Bildungsministerium um technisch "einwandfreie, aber gebrauchte Endgeräte", die für Schüler im Zuge des Distance Learning notwendig seien. Nächte Woche werde ein Konzept vorliegen, kündigte Faßmann an.

Anfallende Stornokosten für abgesagte Schulveranstaltungen werde man mit einem Härtefallfonds von rund 13 Millionen Euro abfangen. "Nächste Woche wird man ein genaueres Prozedere veröffentlichen wie man zum Ersatz der Stornokosten kommen kann", so Faßmann. In Planung sei auch ein "Onlineportal für Distance Learning". So sollen lange Email-Gespräche teilweise durch Videokonferenzen ersetzt werden, damit der Schulalltag abwechslungsreicher wird.

Laut einer neuen Umfrage würden zumindest 90 Prozent der Eltern die gesetzten Maßnahmen verstehen – Tendenz leicht abnehmend. Die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern "wird mit einem glatten Gut bewertet". Die Mehrheit der Befragten wolle eine Rückkehr in die Normalität noch in diesem Schuljahr. Große Experimente mit den Schulferien lehne man ab, zeigt die Auswertung der Umfrage.

Zum Liveticker:

Corona-Virus: Weniger Neuinfektionen in Tirol, Faßmann will Unterricht in Schulen schrittweise starten, drei weitere Gemeinden in Salzburg unter Quarantäne

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