SOS-Kinderdorf sucht Flüchtlingspaten

Minderjährige Flüchtlinge sollen möglichst rasch integriert werden und dazu sind ein liebevolles Zuhause sowie Spracherwerb und Ausbildung die zentralen Elemente.
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  • Minderjährige Flüchtlinge sollen möglichst rasch integriert werden und dazu sind ein liebevolles Zuhause sowie Spracherwerb und Ausbildung die zentralen Elemente.
  • Foto: Christian Mungenast/SOS-Kinderdorf
  • hochgeladen von Julia Schulz

ÖSTERREICH. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sind besonders schutzbedürftig. "Wichtig ist, dass sie nicht in groß angelegte Massenquartiere kommen, sondern dass auf ihre individuellen Bedürfnisse, wie das Erlernen der Sprache, die Aufarbeitung von Erlebtem oder die Unterstützung bei Aufenthaltsfragen, eingegangen wird. Bei unserem Projekt bekommen sie ein sicheres Zuhause und in Kleingruppen von acht Kindern eine spezielle Betreuung", so Ivo Schärmer vom SOS-Kinderdorf.


Die SOS-Kinderdörfer und Wohngruppen wurden eigens für Flüchtlingskinder eingerichtet und sind auf alle Bundesländer verteilt. Die Karte zeigt, wo genau die Standorte sind und wie viele Kinder sich jeweils dort befinden. (Foto: SOS-Kinderdorf)

Diese wird jedoch nur zum Teil öffentlich finanziert, der Rest kommt aus Spendengeldern. Dafür hat das SOS-Kinderdorf die Möglichkeit eingerichtet, eine symbolische Partnerschaft für eben diese unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge zu übernehmen. Paten spenden regelmäßig und so lange sie möchten (zum Beispiel zwölf Monate oder auch länger) einen monatlichen Betrag von mindestens 15 Euro, der gezielt für diese Betreuungsmaßnahmen verwendet wird. "Flüchtlingskindern zu helfen ist eine längerfristige Aufgabe. Eine Patenschaft, auch wenn sie symbolisch ist, bedeutet mehr als einmal zu helfen. Patinnen und Paten nehmen dadurch Kinder symbolisch an der Hand und begleiten sie ein Stück des Weges in eine selbstbestimmt Zukunft", so Schärmer.

Bedarf für 1.000 Flüchtlingspaten

Derzeit befinden sich in den SOS-Kinderdörfern rund 250 minderjährige Flüchtlinge in Betreuung. Für sie wurden extra Standorte eingerichtet, die auf ganz Österreich verteilt sind. Für ihre Betreuung und Hilfe hat SOS-Kinderdorf 2016 einen Bedarf von 1,5 Millionen Euro, der nicht aus öffentlichen Mitteln gedeckt ist. Die 1.000 angestrebten Flüchtlingspatenschaften sind ein wichtiger Teil davon. Der Rest kommt über Spenden, andere Kooperationen, Firmen und Partner.

So können Sie Pate werden

Am besten trägt man sich online unter www.setzdichein.at oder www.sos-kinderdorf.at für eine Patenschaft ein. Alternativ kann man sich auch unter der Telefonnumer 0512 580 101 an das SOS-Kinderdorf wenden.

Minderjährige Flüchtlinge sollen möglichst rasch integriert werden und dazu sind ein liebevolles Zuhause sowie Spracherwerb und Ausbildung die zentralen Elemente.
Die SOS-Kinderdörfer und Wohngruppen wurden eigens für Flüchtlingskinder eingerichtet und sind auf alle Bundesländer verteilt. Die Karte zeigt, wo genau die Standorte sind und wie viele Kinder sich jeweils dort befinden.
Autor:

Julia Schulz aus Innere Stadt

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