Überflutungen, Vermurungen
Unwetter-Ausnahmezustand in vielen Teilen Österreichs

Angekündigt war sie, die Kaltfront, die in der nacht auf Montag von Bayern über Österreich zog. Doch welch heftige Gewitter und Regenfälle sie in der Nacht auf Montag mit sich brachte und noch immer bringt, war nicht abzusehen: Zahlreiche Überflutungen und Vermurungen sorgten für Dauereinsätze der Feuerwehrleute. Besonders arg getroffen hat es die Bundesländer Oberösterreich, Salzburg und Kärnten. Entwarnung ist leider noch nicht in Sicht, am Donnerstag rollt die nächste Front ins Land. Laut Wetterexperten steigt die Anzahl der Naturkatastrophen in Österreich, denn Unwetter fallen immer heftiger aus.

ÖSTERREICH. „Es war ein Wolkenbruch, der sehr viele Bäche überfluten ließ und rund 25 Einsätze notwendig machte“, so der Feuerwehrkommandant von Zell am Moos  (Oberösterreich) Stefan Buchner im ORF. 120 Feuerwehreinsätze zählte man in der Nacht in Oberösterreich. Geschüttet hat es zwar überall, besonders arg waren aber die Bezirke Braunau und Vöcklabruck betroffen, und dort speziell die Regionen um St. Pantaleon und Zell am Moos:  Straßen wurden unterspült, Keller geflutet. Noch immer sind die Einsatzkräfte vor Ort, retten Menschen aus überfluteten Gebäuden und kämpfen gegen die Wassermassen und Überflutungen an.

Steiermark im Unwetter-Chaos

Starke Schäden auch im Süden der Steiermark. Ein Wohnhaus und zwei Wirtschaftsgebäude wurden laut Kleiner Zeitung abgedeckt, zahlreiche Baumriesen umgestürzt, ebenso kam es zu mehreren Überschwemmungen: Besonders der Norden und Westen von Graz war vom Unwetter am Sonntagabend stark betroffen, 100 Feuerwehreinsätze die Folge. In Oberbayern wütete die Kaltfront, die dann weiter über Österreich zog, so arg, dass sogar Bäume entwurzelt wurden, wie ein Video dokumnetiert.

Vermurungen im Flachgau

Zahlreiche Feuerwehreinsätze gab es auch in Salzburg und Kärnten. In Salzburg brachte die Gewitterfront  so starke Regenfälle mit sich, dass es zu zahlreichen Vermurungen und Verklausungen kam. Im südlichsten Bundesland Kärnten war besonders der Bezirk St. Veit an der Glan arg betroffen. Starkregen, Wind und Hagel ließen Bäume umstürzen, Keller wurden überflutet. Im Metnitztal musste die Feuerwehr ausrücken, es kam zu Überflutungen und Verklausungen.  Auf einer Fläche von 2.200 Hektar wurden Ackerkulturen (Getreide, Mais, Kürbis, Kartoffel) sowie das Grünland teilweise massiv zerstört. „Die ersten Unwetter in Kärnten im heurigen Jahr verursachten schwere Schäden in der Landwirtschaft. Nach ersten Erhebungen der Sachverständigen der Österreichischen Hagelversicherung entstand ein Gesamtschaden in der Landwirtschaft in der Höhe von 500.000 Euro“, so der zuständige Landesleiter der Österreichischen Hagelversicherung in Kärnten, Hubert Gernig.

Weiter Unwettergefahr

Laut Prognosen ist die Unwettergefahr noch nicht gebannt. Am Montag  sind nördlich der Alpen intensive Regenschauer und Gewitter zu erwarten, südöstlich kündigen sich am Nachmittag schwere Gewitter mit der Gefahr von Hagel, Sturmböen und Starkregen an. Am Dienstag beruhigt sich das Wetter wieder spürbar, doch schon am Mittwoch nimmt im Bergland die Neigung zu teils kräftigen Wärmegewittern wieder zu, mit 24 bis 31 Grad bleiben die Temperaturen vorerst auf einem hochsommerlichen Niveau.

Nächste Kaltfront am Donnerstag

Heftige Schauer und Gewitter bringt dann am Donnerstag ie nächste Kaltfront, die von Westen her Österreich überquert. Unwettergefahr trotz Hitze ist im Osten und Südosten zu erwarten. Der Ferienstart im Osten, wo am Freitag die alle Schulkinder ihre Zeugnisse bekommen, bleibt auch weiterhin wechselhaft, mit Schauern und Gewittern, einstabiles Sommerhoch ist noch nicht in Sicht.

Extreme nehmen zu

"Die Gewittersaison ist seit Beginn der 2000er Jahre deutlich länger geworden", sagt Manfred Bauer, der Leiter der ZAMG in Tirol, im ORF. War früher nur der Sommer betroffen, beginnt die Gewittersaison jetzt schon im Frühjahr und zieht sich bis in den Herbst. Im Hochsommer kommt es hingegen zu weniger Gewitter, diese fallen aber heftiger aus, mit intensivem Starkregenfällen und Hagel. Laut Studie der ZAMG stieg das Unwetterpotential in Österreich in den letzten 20 Jahren um 20 Prozent.

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