Studie
Fahrschüler wissen wenig über Assistenzsysteme und autonomes Fahren

Laut mehreren Umfragen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) ist das Interesse an Informationen sehr hoch.
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  • Laut mehreren Umfragen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) ist das Interesse an Informationen sehr hoch.
  • Foto: ZKW Group
  • hochgeladen von Roland Mayr

Unter österreichischen Konsumenten sowie Fahrschülern herrscht ein großes Interesse an Fahrerassistenzsystemen. Gleichzeitig offenbart die Umfrage des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) viele Wissenslücken bei Assistenzsystemen und autonomem Fahren.

ÖSTERREICH. Jeder fünfte österreichische Konsument fühlt sich rund um das Thema „automatisiertes Fahren“ (überhaupt) nicht informiert. Dennoch sei das Bild, welches die Befragten von Assistenzsystemen haben, durchaus positiv, hieß es bei einer Online-Pressekonferenz am Freitag. Bei einer PKW-Neuanschaffung würde mehr als die Hälfte der Befragten Wert auf das Vorhandensein von Fahrerassistenzsystemen legen, wobei das Interesse am Einparkassistent, dem adaptiven Tempomaten und dem Notbrems-Assistenten dabei am größten ist.

Assistenzsysteme können 50 Prozent der Unfälle vermeiden

Wenn man den Umstand bedenkt, dass 90 Prozent aller Verkehrsunfälle durch menschliches Versagen hervorgerufen wurden, spricht das sehr für den Einsatz von Fahrerassistenzsystemen. Im vergangenen Jahr sind laut Statistik Austria in Österreich 416 Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen. "Wenn man die wesentlichen Systeme zusammen nimmt, können 50 Prozent aller Pkw- und 21 Prozent aller Lkw-Unfälle positiv beeinflusst werden", sagte Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit im KFV.

Viele der Unfälle mit tödlichem Ausgang können durch den richtigen Einsatz von Fahrerassistenzsystemen verhindert werden.
  • Viele der Unfälle mit tödlichem Ausgang können durch den richtigen Einsatz von Fahrerassistenzsystemen verhindert werden.
  • Foto: Asfinag
  • hochgeladen von Kathrin Hehn

Für die Mehrheit der Befragten seien die Fahrerassistenzsysteme vorteilhaft. Immerhin würden 83 Prozent aller Autofahrer sagen, dass diese Systeme positiv sind, wie zwei 2018 und 2019 durchgeführte und repräsentative Befragungen belegen. Einfluss habe daran auch die Medienberichterstattung. "Die positive Berichterstattung überrolle zwar das Negative", jedoch sieht das KFV die Medien in der Pflicht, den Menschen das autonome Fahren näherzubringen. Denn "die Österreicher wollen einfach viel mehr über das Thema wissen", ist sich Florian Schneider, Experte für automatisiertes Fahren, sicher.

Allerdings wies eine andere Umfrage 2019 daraufhin, dass circa 65 Prozent der Österreicher dem vollautonomen Fahren aktuell ablehnend gegenüberstehen. Hier fehle laut Schneider einfach die Berührung mit der neuen Technik. "Wenn sie in Kontakt mit Systemen kommen, die sie vorher nicht gekannt haben, reduziert sich diese Skepsis". Ob die Befragten auch datenschutzrechtliche Bedenken bei Assistenzsystemen haben, wurde in der Erhebung nicht gefragt, wie das KFV den Regionalmedien Austria (RMA) mitteilte. 

Wenig Wissen bei Fahrschülern

Einen großen Aufholbedarf ortet das KFV bei den Fahrschülern. Jeder vierte Fahrschüler könne kein Fahrerassistenzsystem nennen, was bedenklich sei, denn die "Fahrschüler von heute werden bis ins Ende des Jahrhunderts als aktive Verkehrsteilnehmer unterwegs sein". Vor dem Hintergrund, dass immer mehr nützliche Hilfssysteme in Neufahrzeugen Einzug halten, müsse die Fahrausbildung künftig verstärkt diese Entwicklung berücksichtigen, fordert das KFV.

Laut mehreren Umfragen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) ist das Interesse an Informationen sehr hoch.
Viele der Unfälle mit tödlichem Ausgang können durch den richtigen Einsatz von Fahrerassistenzsystemen verhindert werden.

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