Schutz vor der "Hitzefalle Auto"

Autos heizen sich schnell auf – dunkle Lacke um bis zu 20 Grad mehr.
  • Autos heizen sich schnell auf – dunkle Lacke um bis zu 20 Grad mehr.
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Ö (red). Die optimale Temperatur im Autoinnenraum beträgt 21 bis 23 Grad. Autoclubs warnen vor der "Hitzefalle Auto". Schon bei 25 Grad Außentemperatur heizt sich ein Wagen bei konstanter Sonneneinstrahlung in 45 Minuten auf 40 Grad auf.

Ein schwarzes Autodach wird in einer Stunde bis zu 80 Grad heiß, so ÖAMTC-Experten. Im Test lag der Temperaturunterschied zum weißen Fahrzeugdach bei 20 Grad. Empfohlen werden Schutzfolien für die Windschutzscheibe. Damit bleibt es laut ARBÖ im Wageninneren um bis zu 25 Grad kühler. Zu hohe Temperaturen sind vor allem für Kinder und Tiere schon nach kurzer Zeit lebensbedrohlich. Leicht geöffnete Fenster helfen kaum.

Wenn jemand bemerkt, dass beispielsweise ein Kind gefährdet ist, ist jeder zur Hilfeleistung verpflichtet, erklärt ARBÖ-Rechtsexperte Gerald Hufnagel. Eine Autoscheibe einzuschlagen ist einem Handeln in Notwehr gleichzusetzen. "Passanten sind verpflichtet, Abhilfe zu schaffen und einzuschreiten", so Hufnagel. "Und zwar, noch bevor die Polizei gerufen wird."

Erste-Hilfe-Maßnahmen:
• In den Schatten bringen
• Bei Bewusstlosigkeit in die stabile Seitenlage, sonst soll der Oberkörper erhöht gelagert werden
• Kleidung öffnen und lockern, Wind zufächeln
• Notruf 144 wählen, um den Rettungsdienst zu alarmieren
• Kind mit feuchten Umschlägen kühlen (insbesondere den Kopf),
• Sofern das Kind kooperativ ist und trinken kann, Mineralwasser trinken lassen
• Den Anweisungen der Rettungsleitstelle Folge leisten

ARBÖ-Verhaltensregeln, um bei „Hitze“ gut durch den Sommer zu kommen:

• Unbedingt ausreichend trinken (mindestens zwei Liter alkoholfreie Getränke wie Säfte, Mineralwasser oder Tee), denn bei Hitze verliert der Körper durch das Schwitzen innerhalb von nur einer Stunde bis zu drei Liter Flüssigkeit.
• Fettige, üppige Mahlzeiten vermeiden. Sie belasten den Körper und machen müde.
• Mehr Pausen einlegen, Beine vertreten, für Abkühlung sorgen.
• Leichte, luftige Kleidung tragen
• Wenn möglich, Fahrten in der Mittagshitze vermeiden, besser morgens oder abends fahren
• Rechtzeitig Klimaanlage checken – eine Wartung sollte alle zwei Jahre durchgeführt werden. Klimaanlage jedoch nicht zu sehr runterkühlen, auch das
belastet den Kreislauf. Der Unterschied zwischen Außen- und Innentemperatur sollte nicht mehr als sechs Grad betragen.
• Batterien überprüfen – Hitze setzt ihnen ebenso zu wie Kälte.
• Längere Aufenthalte im parkendem Auto vermeiden.
• Eine Sonnenschutzblende aus Karton, die unter die innere Windschutzscheibe gelegt wird, bewirkt einen "Hitzeverlust" im Fahrzeuginneren von bis zu 25 Grad Celsius.
Silberbeschichtete Matten, die außen auf die Windschutzscheibe gelegt werden, reflektieren die Hitze und die Windschutzscheibe erwärmt sich nicht so stark.
• Heruntergeklappte Sonnenblenden minimieren die Einstrahlung auf das Armaturenbrett.
Kindersitze mit Tuch abdecken. Direkte Sonneneinstrahlung kann den Bezugsstoff aufheizen. Sicherheitshalber mit der Hand die Temperatur überprüfen, bevor das Kinder reingesetzt wird.
• Vor dem Einsteigen alle Fahrzeugtüren öffnen und kurz durchziehen lassen

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