"Wollen das Thema Elektromobilität sexy aufladen"

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Noch am Anfang stehen die Autohersteller laut Michael Viktor Fischer bei der Batterieentwicklung für Elektroautos. "Wir sind dort, wo wir 1991/92 mit dem Handy waren", sagt der Geschäftsführer von Smatrics. Aber: "Wir wollen das Thema Elektromobilität sexy aufladen." Das Unternehmen ist derzeit dabei, ein flächendeckendes Netz an Ladestationen für Elektroautos in Österreich zu entwickeln. 100 Ladestationen gibt es bereits, weitere 100 Ladeplätze sind derzeit in Vorbereitung. Ganz einfach gefunden werden können sie über eine eigene App am Handy.

Superschnelles Laden

Dabei setzt Smatrics den Fokus auf Stationen zum superschnellen Laden, die etwa entlang der Autobahnen errichtet werden sollen. In nur 20 Minuten füllen diese die Batterie eines Elektroautos zu 80 Prozent, was an der herkömmlichen Steckdose mehrere Stunden dauern würde. Fast noch wichtiger: An den Smatrics-Stationen kann jedes Elektroauto geladen werden – egal mit welchem Stecker. Die Autohersteller konnten sich ja bisher auf keinen einheitlichen Standard einigen. Davon abgesehen passiere "wahnsinnig viel in der Entwicklung", so Fischer: "Es würde mich nicht wundern, wenn wir 2025 Elektroautos mit bis zu 2000 Kilometern Reichweite haben. Denn jedes Monat werden die Batterien um ein Prozent billiger und bieten bei gleicher Größe ein Prozent mehr Reichweite."

Laden auf der Platte

Ende des Jahres werde Mercedes als erster Hersteller das induktive Aufladen in Serie gehen lassen. Die Fahrzeuge müssen dann nur mehr auf eine Induktionsplatte gefahren werden, die Batterie lädt sich ohne Anstecken eines Kabels auf. "Das Tanken wird dann gar nicht mehr als bewusster Vorgang wahrgenommen werden", sagt Fischer. Künftig werde es auf öffentlichen oder etwa Supermarkt-Parkplätzen solche Induktions-Ladestationen geben. Sein Unternehmen will aber nicht nur durch das Ausrollen dieser Ladestationen der Elektromobilität Schub verleihen, sondern auch durch zusätzliche Angebote: Unternehmen bekommen etwa ab 445 Euro im Monat einen Elektrokleintransporter wie Renault Kangoo oder Nissan e-NV200 inklusive Ladestation für zuhause und Gratis-Laden an allen Smatrics-Stationen.

Forderung: Vorsteuerbefreiung und kein Sachbezug

Und Fischer appeliert an die Regierung, dass zwei für die Steuerreform diskutierte Punkte unbedingt umgesetzt werden müssten: "Elektro-Fahrzeuge müssen vorsteuerabzugsberechtigt werden und als Dienstfahrzeuge vom Sachbezug befreit werden." Diese Maßnahmen hätten in anderen Ländern bereits den Siegeszug der Elektroautos beschleunigt, der ab 2021 für Fischer ohnehin außer Frage steht. Denn dann müsse die Autobranche wegen der EU-Vorgaben für den CO2-Ausstoß jährlich 60.000 bis 70.000 Elektrofahrzeuge in den österreichischen Markt bringen – fast ein Viertel der derzeit verkauften Neuwagen.

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