Kurz: Panik unangebracht
112 Corona-Fälle und Fieber-Kontrollen an Grenze zu Italien

Die Sorge der Menschen sei normal, eine Panik sei aber nicht angebracht, so Kurz.
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In Österreich sollen derzeit mindestens 112 Personen am neuartigen Corona-Virus erkrankt sein. Am Sonntag sprach Bundeskanzler Sebastian Kurz in der ORF-"Pressestunde". Es sei das Ziel, die Ausbreitung des Corona-Virus bis zum Ende der aktuellen Grippewelle zu verzögern. Er deutete Maßnahmen wie die vorübergehende Schließung von Schulen und Kindergärten an.

ÖSTERREICH. Am Montag um 8.00 Uhr waren laut Gesundheitsministerium 112 auf das Corona-Virus positiv getestete Personen bekannt.  4.734 Testungen soll es bis zu diesem Zeitpunkt in Österreich gegeben haben. In der ORF-"Pressestunde" sprach Kurz über die Corona-Virus-Lage. Eine Panik sei nicht angebracht, so der Bundeskanzler. Weitere Maßnahmen zu Eindämmung des Corona-Virus seien möglich, führt er fort. 

Jeder muss seinen Beitrag leisten

"Wir werden auch die Unterstützung der Bevölkerung für die Maßnahmen brauchen", so Kurz. Es sei wichtig, dass jeder seinen Beitrag leiste. Als Beispiele führte Kurz an, dass man etwas nicht zum Arzt gehen sollte, sondern die Notfallnummer wählen solle, sofern der Verdacht einer Infektion bestehe. Außerdem sei es hilfreich, so Kurz, nicht in Krisengebiete wie Norditalien zu reisen. Sollte man sich vor Kurzem in einem dieser Gebiete aufgehalten haben, sei es ratsam seine sozialen Kontakte zu beschränken.

Panik unangebracht

Die Sorge der Menschen sei normal, eine Panik sei aber nicht angebracht, so Kurz. Das Tragen von Atem- und Gesichtsmasken in der Öffentlichkeit und Hamsterkäufe seien ebenfalls unangebracht. Der Einsatzstab müsse nun täglich beurteilen, welche Maßnahmen zu treffen seien, so der Bundeskanzler. "Wir leben in einer Demokratie und glauben, dass Transparenz wichtig ist und nichts zu verschweigen", so Kurz weiter. 

Jeder Tag hilfreich

"Was wir verhindern müssen, ist, dass es eine rasche Ausbreitung des Corona-Virus gleichzeitig mit der Grippewelle gibt", so Kurz. Es sei zu befürchten, dass das Gesundheitssystem andernfalls an seine Kapazitätsgrenzen stoße. Neben den Corona-Infizierten gebe es nämlich nur mehr als 100.000 Grippepatienten. "Jeder Tag, den wir jetzt gewinnen, in der Ausbreitung, hilft uns, was unsere medizinischen Kapazitäten betrifft", so Kurz. Auch in Italien strenge man sich an, "weil ihnen sonst das Gesundheitssystem zusammenbricht". Dagegen sollen etwa Gesundheitschecks an der Grenze zu Italien helfen. Somit würden weniger Italiener "zu uns" und weniger "Österreicher nach Italien" reisen, so der Kanzler.

Gesundheitschecks bei der Einreise von Italien

Wie zuletzt bekannt wurde, soll es ab Dienstag bei der Einreise von Italien nach Tirol punktuelle Gesundheitschecks geben, das teilte das Land Tirol am Sonntagabend in einer Aussendung mit. Diese werde man am Brenner und auch an den Grenzen bei Sillian in Osttirol und am Reschenpass durchführen. Die Maßnahme soll in Form einer stichprobenartigen Temperaturmessung durch zwei Teams durchgeführt werden und solle verhindern, dass sich das Corona-Virus weiter ausbreite.

In Tirol soll es ab Dienstag Fieber-Kontrollen an der Grenze zu Italien geben
  • In Tirol soll es ab Dienstag Fieber-Kontrollen an der Grenze zu Italien geben
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Vorsorgemaßnahme

Die Verordnung für die Gesundheitschecks wurde vom Bund erlassen. Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) erklärte, es handle sich um eine Vorsorgemaßnahme zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Neben der Temperaturmessungen soll es auch weitere Checks geben. "Zudem werden auch ausgearbeitete Standardfragen gestellt. Etwa dazu, ob die Reise aus einem Risikogebiet angetreten wurde und ob die kontrollierten Personen grippeähnliche Symptome aufweisen", so Platter.

Corona-Virus in Österreich: 106 Infizierte
Die Sorge der Menschen sei normal, eine Panik sei aber nicht angebracht, so Kurz.
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Autor:

Ted Knops aus Wien

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