Corona-Ticker
Anschober: Maßnahmen beginnen zu wirken

Die Zuwächse bei den Infektionen sollten "jetzt dramatisch sinken" und dementsprechend auch die "Zahlen runtergehen", so Anschober im ORF.
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Österreich im Ausnahmezustand, Tag zwölf: Heute informieren Gesundheitsminister Anschober und Innenminister Nehammer über die aktuellen Entwicklungen der Corona-Kirse. Laut dem AMS sei die Zahl der Arbeitslosigkeit in Österreich zwischen dem 15. und 25. März um rund 163.200 Personen angestiegen. Laut Gesundheitsminister Anschober (Grüne) gebe es derzeit rund 6.900 (aktuell 7.129) nachweislich Erkrankte. Die Zahl der Todesfälle durch das Corona-Virus sei auf mindestens 58 Personen angestiegen. Hier die Ereignisse vom Freitag zum Nachlesen. 

ÖSTERREICH. Wir, die Regionalmedien Austria, versuchen an dieser Stelle objektiv und unaufgeregt über den aktuellen Status Quo zum Corona-Virus in Österreich zu berichten. Haben Sie allgemeine Fragen, rufen Sie die Informations-Hotline an unter 0800 555 621. Bei Verdacht auf eine Infektion wählen Sie die Hotline 1450. Hier geht's zu den aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums.

Hier geht es weiter mit dem Liveticker: 

Corona-Virus: Maßnahmen beginnen zu wirken

Zusammenfassung der Pressekonferenz des  Gesundheits- und Innenministers: 

  • Entgegen der Ankündigung hat die Regierung am Freitag nun doch keine Bilanz der Wirksamkeit der Maßnahmen gegen die Corona-Krise vorgelegt. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) kündigte eine Auswertung über das Wochenende an. Eine Evaluierung solle am Montag erfolgen, dann werde man mehr sagen können.
  • Aktuell gebe es 7040 Erkrankte. 58 Menschen seien verstorben. 225 Menschen wieder genesen.
  • Der Infektions-Zuwachs innerhalb von 24 Stunden liege bei 18 Prozent. Vor zwei Wochen lag dieser noch bei bis zu 40 Prozent pro Tag. "Das ist ein Hoffnungsfaktor für die Bevölkerung, aber es ist noch viel viel zu früh, um positive Signale zu setzen", so Anschober.
  • Nehammer appellierte erneut an die Bevölkerung, sich an die Maßnahmen im Kampf gegen das Corona-Virus zu halten. Der Ein-Meter-Sicherheitsabstand solle eingehalten werden. "Das kann Leben retten", so der Innenminister. 
  • Nehammer kritisierte und verurteilte unsolidarisches und rücksichtsloses Verhalten. Als Beispiel nannte er Spuckattacken auf Polizeibeamte und "Coronapartys". Auch das Verschweigen einer bestätigten Corona-Infektion falle in diesen Bereich. "Die Behörden strafen konsequent", bestätigte der Innenminister. Bis zu 3600 Euro müsse man als Privatpersonen zahlen, wenn man sich nicht an die Maßnahmen halte. Bis zu 30.000 Euro Strafe werden für Lokale fällig,die trotz Verbot Gäste empfangen. 
  • Nehammer machte auch auf die Gefahr von Trickbetrügern aufmerksam. "Bitte seien Sie vorsichtig. Wenn Sie sich unsicher fühlen, wenden Sie sich an die Polizei". Speziell ältere Menschen würden oft das Ziel von Betrugsversuchen. 

Trainingsvideo der Med-Uni Graz
Die Med-Uni Graz hat ein Trainingsvideo präsentiert. Das Video zeigt den richtigen Umgang und das korrekte Anlegen von Schutzausrüstung für medizinisches Personal und alle jene, die in der Bekämpfung des Coronavirus tätig sind. In einer Aussendung hieß es, dass das Video u.a. den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts folge."Infektionsschutz ist vor allem für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen sehr wichtig, um die Gesundheitsversorgung nicht zu gefährden. Die aktuelle Covid-19-Pandemie stellt eine große Herausforderung für das Gesundheitspersonal dar", so die Med-Uni Graz.

Höhepunkt der Infektionswelle Ende April bis Mitte Mai
Mit einem Höhepunkt der Infektionswelle rechne Anschober Ende April bis Mitte Mai. "Das ist aber eine gewagte Prognose", so der Minister. "Wenn der Peak später eintritt, dann ist er kleiner und das wäre positiver", so Anschober.

Nehammer: "Das sind Lebensgefährder"
Wer sich nicht an die Maßnahmen halte, werde "zum Lebensgefährder", so der Innenminister. Die Polizei sei angewiesen hart gegen die Corona-Sünder vorzugehen. Als absurd bezeichnete er sogenannte "Corona-Parties" und Spuck-Attacken auf Polizisten.  

Nehammer: "Halten Sie jetzt durch"
Der Innenminister sagte, dass man jetzt durchhalten müsse.  "Wir müssen das hohe Niveau der Disziplin in Österreich aufrechterhalten", so Nehammer. Dazu müsse man sich unbedingt an die Beschränkungen und Richtlinien halten.  

"Bleiben Sie zu Hause"
Zur Risikogruppe zählten Menschen mit schweren Vorerkrankung. Anschober forderte diese Menschen auf zu Hause zu bleiben."Bleiben Sie Zuhause. Es ist kein Grund zur Panik, aber bleiben Sie Zuhause", appellierte der Gesundheitsminister. 

Antikörpertests sollen zeigen wer immun ist
Anschober kündigte Antikörpertests an. Es gebe eine "enorme Entwicklung was die Technik in dem Bereich betrifft", so der Gesundheitsminister. Diese Tests "sagen uns, du bist irgendwann mal infiziert worden und trägst Antikörper in dir". Somit könne man feststellen wie viele Menschen bereit immun gegen das neuartige Corona-Virus seien.

Prognosen der Experten richtig
Der Gesundheitsminister bestätigte, dass man in Österreich genau in den Prognosen der Experten liege. Nun müsse man weiter daran arbeiten den Zuwachs weiter zu senken.

Maßnahmen beginnen zu wirken
7.040 bestätigte Corona-Infektionen gebe es derzeit in Österreich. "Das ist ein Plus von 18 Prozent", so Anschober. "Das zeigt, dass Maßnahmen zu wirken beginnen". Grund zum Aufatmen gebe es momentan aber nicht. Bis Ostern müsse man einstellig werden, so der Gesundheitsminister.

Anschober: "Wachstum gigantisch"
Laut Anschober schreite "die Pandemie weltweit rasant fort". Das Wachtum sei gigantisch, so der Gesundheitsminister. Die USA seien der neue Hotspot der Neu-Infektionen, so Anschober.

Zwischenbericht am Montag
Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) kündigte an, dass die Regierung am Montag erneut einen Zwischenbericht liefern werde. 

Pressekonferenz
Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) informieren momentan über aktuelle Entwicklungen in der Corona-Virus-Krise.

Anschober: Pflege-Akutsituation in zwei, drei Wochen
Laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) könnte wegen möglicher Ausfälle von ausländischem Pflegepersonal in wenigen Wochen eine "Akutsituation" drohen. In den Bundesländern gebe es derzeit aber nur wenige Akutfälle. Allerdings sei zu erwarten, "dass eine derartige Akutsituation in zwei, drei Wochen eintreten kann", so Anschober am Freitag im Ö1-Morgenjournal. Es werde daher ein "konkretes Ersatzangebot" ausgearbeitet. 

Pflege zuhause beibehalten
Die Hauptpriorität liege dabei auf dem "Beibehalten der Pflege zuhause", so Anschober. Österreich bereite sich "sehr konkret" darauf vor, welche Pfleger an welchem Ort als Ersatz einspringen könnten. Es sei momentan aber nicht bekannt wie viele der rund 33.000 Pflegebedürftigen, die auf 24-Stunden-Betreuung angewiesen seien, dann nicht mehr daheimbleiben könnten, so Anschober.  "Es hängt stark mit Maßnahmen unserer Nachbarländer zusammen, was die Grenzschließungen betrifft. Unser Ziel ist ja, dass wir Ausnahmegenehmigungen erhalten", so der Gesundheitsminister. 

Konkretes Ersatzangebot
"Das heißt, das Problem ist hinausgeschoben. In der Zwischenzeit müssen wir diese Atempause nützen, dass wir ein ganz konkretes Ersatzangebot leisten". Momentan gehe man auf Pflegepersonal aus Kur- und Rehabilitationszentren zu. Außerdem versuche man in der Pflege ausgebildete, Arbeitslose anzustellen. 

Zweiter Mann hat sich nach "Corona-Challenge" gestellt
Nun hat sich auch ein zweiter Mann nach einer "Corona-Challenge" gestellt. Der 27-jährige Linzer hat sich nach einer gefährlichen "Corona-Challenge" Oberösterreich gestellt. Laut Polizei habe ihn der immense soziale Druck wohl zu seiner Stellung bewegt. Der Mann soll in einem Supermarkt in einen Apfel gebissen haben und hatte diesen wieder zurück ins Regal gelegt. Das Video der Tat wurde dann über die Social Media verbreitet. Sein 26-Jähriger Bekannter filmte die Aktion. Außerdem riss dieser dann eine Packung WC-Papier auf verbreitete das abgerollte Papier in dem Supermarkt. 

Vorarlberger Landesregierung kündigt Video-Pressekonferenz an
Auch die Vorarlberger Landesregierung und die Sozialpartner haben am Freitag eine Video-Pressekonferenz angekündigt. Geplantes Thema: "Coronavirus: Land und Sozialpartner schnüren Maßnahmenpaket für Wirtschaft und ArbeitnehmerInnen". Landeshauptmann Markus Wallner und Wirtschaftslandesrat Marco Tittler (beide ÖVP) sollen sprechen.

Anschober und Nehammer zur Corona-Lage
Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) werden am Freitagvormittag über die aktuelle Situation rund um das Corona-Virus berichten. Die Pressekonferenz findet um 10.00 Uhr statt. Wir werden berichten.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) werden am Freitag Vormittag über die aktuelle Situation rund um das Corona-Virus berichten.
  • Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) werden am Freitag Vormittag über die aktuelle Situation rund um das Corona-Virus berichten.
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Amtliches Dashboard zum neuartigen Coronavirus
Das Dashboard des Gesundheitsministeriums stellt der Öffentlichkeit aktuelle Zahlen zur Entwicklung der COVID-Erkrankungen in Österreich zur Verfügung. Die Zahlen dazu kommen aus dem Epidemiologischen Meldesystem EMS. In diese Datenbank werden von den untersuchenden Laboren die positiven Testungen eingemeldet (zumeist über Schnittstellen, teilweise aber auch händisch) und von den Gesundheitsbehörden in den Bezirksverwaltungsbehörden validiert. Die Daten werden stündlich aktualisiert.

Hier geht es zum Dashboard des Gesundheitsministeriums.

"Digitaler Krisenstab" identifizierte knapp 150 Fake News
Der "Digitale Krisenstab" im Bundeskanzleramt, soll in der vergangenen Woche knapp 150 Fake News identifiziert und gekennzeichnet haben. Die Aufgabe des "Digitale Krisenstab" ist es Flaschmeldungen aufzuspüren, zu kennzeichnen und richtig zu stellen. Die Falschmeldungen sollen sich in vier Kategorien einteilen lassen: Verschwörungstheorien, Verharmlosungen des Corona-Virus, teilweise sehr gefährliche Vorschläge zur Behandlung oder Selbstdiagnose des Corona-Virus und Ankündigungen und Falschmeldungen über künftige Verordnungen oder weitere Einschränkungen der Bevölkerung.

Osterfeiern "unter Pandemie-Bedingungen"
Die katholischen Osterfeiern sollen heuer "unter Pandemie-Bedingungen" stattfinden. Das erfordere die gegenwärtige Ausnahmesituation. Man werde die Osterliturgien in kleinem Kreis unter Ausschluss der Öffentlichkeit feiern heißt es in einer Richtlinie. Diese soll auf der Bischofskonferenz verabschiedet worden sein, das berichtet "Kathpress". Die Richtlinien sehen vor, dass Priester "in kleiner Besetzung" mit maximal vier Gläubigen feiern. Katholikinnen und Katholiken sollen das christliche Fest zuhause unter Nutzung von Medien und Internet oder als "Hauskirche" feiern, heißt es weiter.

Offensive gegen Falschmeldungen
Eine Offensive gegen Falschmeldungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus hat Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) gestartet. Mit der Offensive sollen Mythen und Fake News aufgeklärt bzw. korrigiert werden. Die Info-Kampagne soll in 16 Sprachen verfügbar sein. Mehr als 260.000 Menschen sollen bereits via SMS, Mail und online kontaktiert worden sein. "Bewusste Falschnachrichten in sozialen Medien oder Messenger-Diensten erschweren nicht nur die Arbeit der Bundesregierung und Behörden, sondern fördern auch Unsicherheiten und Ängste in der Bevölkerung", so Raab. Fake-News würden sich auch in vielen Fremdsprachen "rasend schnell" verbreiten, so die  Integrationsministerin. Migranten und Flüchtlinge würden daher auf www.integrationsfonds.at  über Fake News aufgeklärt. Dort sollen Falschmeldungen wie: "Nur ältere Menschen können sich mit dem Coronavirus anstecken" und "Es wird nichts bringen, soziale Kontakte einzuschränken",  klar gestellt werden.

Eine Offensive gegen Falschmeldungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus hat Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) gestartet.
  • Eine Offensive gegen Falschmeldungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus hat Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) gestartet.
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Anschober: Höhepunkt noch nicht erreicht
Laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne), steht den Österreichern der Höhepunkt der Coronavirus-Infektionen noch bevor. "Je erfolgreicher wir sind, desto geringer ist der Peak, aber desto länger dauert es auch, bis alle Erkrankungen stattfinden. Ich gehe von einem Zeitfaktor irgendwo zwischen Mitte April bis Mitte Mai aus", so Anschober am Freitagmorgen im ORF-Radio.

Wohl keine neuen Maßnahmen

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) äußerte sich im ORF-Radio zu der von der Regierung angekündigten Zwischenbilanz zu den Corona-Maßnahmen. Laut Anschober werde die Regierung am Freitag keine neuen Maßnahmen anordnen. "Es wird aktuell keine Entscheidungen über neue Maßnahmen geben, dazu ist auch die Erfahrung noch viel, viel zu klein, was die Auswirkungen der bisherigen Maßnahmen betrifft". Kurz vor Ostern werde es eine professionelle Bewertung geben, so der Gesundheitsminister.
  
Anschober: Zuwächse bei den Infektionen sollten "jetzt dramatisch sinken"
"Wir haben einen Verzögerungseffekt von zehn bis 14 Tagen, was die Wirkung der Maßnahmen betrifft. Ab dann sollten wir sie in der Statistik auch sehen." Die Zuwächse bei den Infektionen sollten "jetzt dramatisch sinken" und dementsprechend auch die "Zahlen runtergehen", so Anschober im ORF. "Wichtig ist, dass wir dann nicht einen Tag auf den anderen die Maßnahmen beenden. Wenn dann wieder die Steigerungsraten nach oben gehen, wäre alles vorher umsonst gewesen."

6.909 Infektionen in Österreich
Laut aktueller Zahlen des Gesundheitsministeriums gebe es am Freitagmorgen 6.909 nachgewiesene Infektionen in Österreich. Am Donnerstag sei die Zahl der Corona-Todesfälle auf 49 Menschen gestiegen.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) äußerte sich im ORF-Radio zu der von der Regierung angekündigten Zwischenbilanz zu den Corona-Maßnahmen. Laut Anschober werde die Regierung am Freitag keine neuen Maßnahmen anordnen
  • Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) äußerte sich im ORF-Radio zu der von der Regierung angekündigten Zwischenbilanz zu den Corona-Maßnahmen. Laut Anschober werde die Regierung am Freitag keine neuen Maßnahmen anordnen
  • Foto: Die Grünen OÖ
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Schnelle Zunahme von "Corona-Verbrechen"
Laut Europol sei eine Zunahme von Verbrechen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie feststellbar. Kriminelle und organisierte Banden hätten ihre Methoden offenbar sehr schnell angepasst und profitierten nun von der Krise, so die Warnung der europäischen Polizeibehörde. Laut den Ermittlern sollen die Fälle von Cybercrime, Betrug, Diebstahl und Fälschungen stark zunehmen. Im Märzsollen bei einem weltweiten Polizeieinsatz gegen Medikamentenfälscher etwa 34.000 gefälschte chirurgische Masken sichergestellt worden sein Gefälscht würden auch antivirale Medikamente, das Anti-Malariamittel Chloroquine und Vitaminpräparate. "Betrüger passten sehr schnell berüchtigte Muster an und beuten Ängste und Sorgen von Opfern während der Krise aus", heißt es in dem Bericht. "Solche kriminellen Aktivitäten während einer Gesundheitskrise sind besonders bedrohlich und können Menschenleben gefährden", dies sei unakzeptabel, so die Europol-Direktorin Catherine De Bolle.  

Lebensmittelhandel und Drogerien liefern nun auch sonntags
Die Regierung dehnt die erlaubten Lieferzeiten für den Lebensmittelhandel und Drogerien aus. Ab heute dürfen Unternehmen wie Rewe und Spar auch sonn- und feiertags Lebensmittel und Drogerieartikel zustellen. Bisher durfte nur bis spätestens Samstagabend zugestellt werden. Laut Arbeitsministerium und Sozialpartnern solle diese Regelung solle auch für  kleinere Lebensmittelhändler gelten. Die Verordnung sei zunächst bis 31. Mai 2020 in Kraft. "Wir wollen sicherstellen, dass alle Menschen gut versorgt sind - auch jene, die nicht selbst einkaufen gehen können", so Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP).

Regierung will Corona Maßnahmen bewerten
Die Regierung will die bisher eingeführten Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus am Freitag bewerten. Noch am Donnerstag hatte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) an die Bevölkerung appelliert, nicht auf "Beschwichtigungsversuche" hereinzufallen. Hoffnungen, dass die Corona-Beschränkungen nach Ostern vollständig aufgehoben werden würden, versuchte Kurz zu dämpfen. Vielmehr werde eine "Phase der neuen Normalität" der aktuellen "Phase massiver Einschränkungen" folgen.

Die Regierung will die bisher eingeführten Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus am Freitag bewerten.
  • Die Regierung will die bisher eingeführten Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus am Freitag bewerten.
  • Foto: BKA/Arno Melicharek
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Mindestens 49 Corona-Virus-Tote
Am Donnerstag sei die Zahl der Corona-Opfer in Österreich von 30 auf 49 angestiegen, so Gesundheitsminister Anschober. Die Zahl der nachweislich mit dem neuartigen Corona-Virus Infizierten lag bei ca. 6.900. Positiv sei, dass sich bei  87 Prozent der Erkrankten ein sehr milder Krankheitsverlauf abzeichne. Die meisten Fälle in Österreich gebe es weiterhin in Tirol. Europaweit soll die Zahl der nachweislich Erkrankten mindestens 250.000 betragen.

Arbeitslosenzahl seit Ausgangsbeschränkungen um 163.200 gestiegen
Die Arbeitslosenzahlen sollen seit dem Ausbruch der Corona-Krise in Österreich auf ein Rekordhoch gestiegen sein. Das AMS teilte mit, dass die Zahl der Arbeitslosen zwischen 15. und 25. März um rund 163.200 Personen angestiegen sei. Die größten Arbeitslosigkeitsanstiege seien in der Beherbergung, Gastronomie und Baubranche zu finden. Täglich würden in Österreich circa 23.000 Menschen ihre Arbeit verlieren.   

Corona-Virus: Bund nimmt 7,5 Milliarden Euro auf, seit 15. März 163.200 Arbeitslose, ab Freitag Anträge an Härtefonds möglich

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