Papamonat und Kindergeld
Arbeiterkammer Wien kritisiert bürokratische Hürden

Die Arbeiterkammer (AK) kritisiert die bürokratischen Tücken beim Papa-Monat und beim Kinderbetreuungsgeld.
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Mit der Einführung des Papamonats berichtet die Arbeiterkammer Wien (AK) von "abenteuerlichen Geschichten" im Rahmen ihrer Rechtsberatung, wenn es um die Inanspruchnahme von Geldleistungen für den Papamonat geht.

ÖSTERREICH. Es soll ja noch immer Firmen geben, die bevorzugt Männer als Frauen einstellen aufgrund des mit der Karenz verbundenden Kündigungsschutzes. Dank des Papamonats bekommen aber auch Väter mehr Anspruch auf Familienzeit und Kündigungsschutz. Somit ist diese Argumentation fadenscheinig. 

Kinderbetreuungsgeld entfällt

Für AK-Präsidentin Renate Anderl sieht der Papamonat ein Schritt für mehr Gleichstellung im Erwerbsleben zwischen Männer und Frauen. Als Mangelhaft bewertet sie aber den Umgang mit der Geldleistung–Familienzeitbonus– für das Papamonat: Der ohnehin kleine Betrag von 700 Euro wird vom Anspruch des Vaters auf das Kinderbetreuungsgeld abgezogen. Daher fordert die AK eine existenssichernde Geldleistung von 80 Prozent des letzten Monatseinkommen ohne Abzug des Kinderbetreuungsgeldes. 
Außerdem kritisiert Anderl die Notwendigkeit der zeitlichen Übereinstimmmg zwischen Papamonat und Bonusbezug. Daraus ergeben sich Irrtümer und Fallen. Eine nachträgliche Korrektur muss möglich sein. 

Fehlende Flexibilität

Weitere bürokratische Hürden machen sich beim Thema Flexibilität auf: Bei nachträglicher Änderung der Karenzzeiten, geht oft der Anspruch darauf verloren. Laut der AK sollte ausreichen, dass jeder Elternteil in Summe zumindest 61 Tage beziehen muss, um Kinderberbetreuungsgeld zu bekommen. "Eine Änderung darf nicht zu einer Sperre führen", so Anderl.

Eingansstempel

Auch bei der Krisenpflege und beim Mutter-Kind-Pass seien Verbesserungen notwendig. “Das Geld darf nicht verloren gehen, nur weil irgendwelche Anträge bei der Krankenkasse herumliegen oder zu spät einlangen”, sagte Anderl. Für solche Fälle sollte es einen Eingangsstempel geben, wünschten sich die Expertinnen. "Eine solche Änderung könne man “sofort per Erlass regeln”, sagte Ingrid Moritz, Leiterin der Abteilung Frauen, Familie AK Wien.
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Mehr zum Thema:
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Autor:

Adrian Langer aus Josefstadt

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