"Riesige Katastrophe"
Armutskonferenz warnt vor sozialer Krise

Armutskonferenz warnte am Freitag vor einer sozialen Krise und präsentierte Hausaufgaben für die Bundesregierung
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  • hochgeladen von Ted Knops

Am Freitag fand die Armustkonferenz statt und warnte vor einer sozialen Krise. Die Zehn Repräsentanten diverser Mitgliedsorganisationen präsentieren der Bundesregierung Hausaufgaben. Diese gelte es über den Sommer abzuarbeiten, bevor im Herbst viele der Corona-Hilfsmaßnahmen auslaufen.

ÖSTERREICH. Die dabei gestellten Forderungen waren recht umfassen. Unter anderem ging es darum Privatkonkurse abzufangen, Maßnahmen zur Prävention von Gewalt und Verbesserungen im Unterhaltsrecht. Die Schulden seien in der Mitte der Gesellschaft angekommen, warnte Schuldnerberater Clemens Mitterlehner.

Maßnahmen laufen im Herbst aus

Noch seien Selbstständige durch Kreditstundungen und das Moratorium bei Sozialversicherungs- und Steuerzahlungen geschützt. Doch ab Herbst ist das Ende dieser Maßnahmen vorgesehen. In einem durchschnittlichen Jahr rechne die Schuldnerberatung mit circa 60.000 Klienten. Heuer könnten es bis zu 90.000 werden, zeigt sich Mitterlehner besorgt. 

"Riesige Katastrophe" droht

Von einer drohenden "riesigen Katastrophe", die im September droht warnte Ilkim Erdost vom Netzwerk offene Jugendarbeit. Daher fordere sie einen umfassenden Ausbau der Ausbildungsgarantie. Außerdem solle man denen, die es bereits vor der Krise schwer auf dem Arbeitsmarkt hatte, eine Perspektive bieten. Das forderte Manuela Vollmann von der Organisation "arbeit plus". Dazu bedürfe eine innovative Arbeitsmarktpolitik. 

Reform des Unterhaltsrechts 

Doris Pettighofer von der österreichischen Plattform für Alleinerziehende "ÖPA" forderte eine Reform des Unterhaltsrechts. Um die Altersarmut ging es als Christine Sallinger für die Plattform "Sichtbar Werden" zu Wort kam. Sie sprach den im Regierungsprogramm versprochenen Unterausschuss für Armutsbekämpfung an und forderte dessen Umsetzung. Der Sprecher   der "Erwachsenenvertretung-VertretungsNetz" sprach verlangte eine besser Absicherung von Menschen mit Behinderungen. 

Gewalt an Frauen größte Pandemie

Die größte Pandemie stellte für Maria Rösslhumer von den autonomen Frauenhäusern nicht Corona, sondern die Gewalt an Frauen dar. Sie stellte Gewaltprävention und Armutsprävention gleich und forderte daher eine echte Gleichstellungspolitik. Erich Fenninger von der Volkshilfe monierte, dass viele Maßnahmen der Bundesregierung gerade den Ärmsten Menschen nicht zugutekämen. Als Beispiel nannte er den Familienbonus Plus. Er forderte eine existenzielle Sicherung aller Kinder. Auch der Sprecher der katholischen Jungschar, Martin Hohl, forderte eine universelle Kindergrundsicherung aus. Für den Ausbau von dringend benötigten Plätzen zur Kindertherapie sprach sich Martin Schenk von der evangelischen Diakonie aus.

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