Will sich Ermittlungen "nicht mehr antun"
Casinos-Aufsichtsratschef Rothensteiner tritt zurück

Casinos-Austria-Aufsichtsratschef Rothensteiner tritt zurück. Nach 26 Jahren im Kontrollgremium legt der 67-jährige sein Amt zurück.  Er wolle sich die Ermittlungen und den U-Ausschuss im Alter von 67 Jahren "nicht mehr antun"
  • Casinos-Austria-Aufsichtsratschef Rothensteiner tritt zurück. Nach 26 Jahren im Kontrollgremium legt der 67-jährige sein Amt zurück. Er wolle sich die Ermittlungen und den U-Ausschuss im Alter von 67 Jahren "nicht mehr antun"
  • Foto: Arnold Burghardt
  • hochgeladen von Julia Schulz

Nach fast 25 Jahren als Chef des Aufsichtsrates der teilstaatlichen Casinos Austria (Casag) legt Walter Rothensteiner nun sein Amt nieder. Mit 67 Jahren wolle er sich die Ermittlungen und den U-Ausschuss "nicht mehr antun".  

ÖSTERREICH. Rothensteiner wird in der Causa rund um Peter Sidlos Bestellung zum Finanzvorstand als Beschuldigter geführt. Der 67-Jährige weist alle Vorwürfe von sich und hat offenbar genug von den Vorwürfen. Die Affäre rund um einen möglichen politischen Postenschacher, einem Glücksspiel-Deal und um FPÖ-Mann Peter Sidlo als Finanzchef des Unternehmens überschattete die letzten Monate.

"Nicht mehr antun"

Die "Krone" berichtet, er wolle sich die Ermittlungen und den U-Ausschuss im Alter von 67 Jahren "nicht mehr antun". Auch das Finanzministerium sei bereits informiert. Sein Rücktritt wird wohl nichts an den Ermittlungen ändern, daher erklären sich Nahestehende Rothensteins seinen Rücktritt mit der neuen Eigentümerstruktur. Die hatte Rothensteiner wohl dazu bewegt, sein Amt niederzulegen. 

Neue Eigentümerstruktur

Seit kurzem hat die tschechische Sazka Group die Mehrheit und damit das Sagen in der Casag. Der österreichische Staat hatte sich zuvor jahrelang mit Novomatic und Sazka über die Eigentumsstruktur gestritten. Novomatic musste sich nach dem Eingreifen der Wettbewerbshüter mit 17 Prozent des Unternehmens begnügen. Letztendlich verkaufte der Glücksspielkonzern Novomatic seine Anteile an die Tschechen, die nun auch einen neuen Aufsichtsratschef bestimmen werden. Laut "Krone" will Rothensteiner seine Funktion bis zur Hauptversammlung im September zurücklegen.

Nachfolge ungewiss

Von Seiten des Finanzministeriums heißt es zum Rücktritt Rothensteiners: "Wir bedanken uns für den jahrelangen intensiven Einsatz im Interesse des Unternehmens und der Steuerzahler", das berichtet die "Krone". Über die Nachfolge werde bis Herbst entschieden. Diese wird wohl von ÖBAG-Alleinvorstand Thomas Schmid bestimmt, dem Chef der österreichischen Beteiligungs-AG. Die ÖBAG verwaltet die milliardenschweren Anteile des Bundes an den Casinos, der OMV, der Telekom oder der Post. Allerdings gilt Schmid nach den veröffentlichten Chat-Protokollen für die Opposition selbst als rücktrittsreif.

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