Wegen Omikron
Deutschland stuft Österreich als Hochrisikogebiet ein

eutschland hat Österreich erneut auf die Liste der Corona-Hochrisikogebiete gesetzt, angesichts der stark steigenden Infektionszahlen durch die Virusvariante Omikron.
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Die Bundesregierung Deutschlands stuft Österreich nun wegen hoher Corona-Infektionszahlen erneut als Hochrisikogebiet ein. Die verschärften Regelungen gelten ab Sonntag. Aktuell wurden in Österreich mehr als 16.800 Fälle gezählt. 360.000 Menschen befinden sich derzeit in Quarantäne, Tendenz steigend.

ÖSTERREICH.  Wie das Robert-Koch-Institut am Freitag bekannt gab, gilt Österreich ab kommenden Sonntag als Hochrisikogebiet. Das bedeutet, dass eine Einreiseregistrierung sowie eine Quarantäne für Nicht-Immunisierte vorgeschrieben sind.

Österreich als Corona-Hochrisikogebiet

Ausgenommen davon sind die Gemeinden Mittelberg und Jungholz sowie das Rißtal im Gemeindebiet von Vomp sowie Eben am Achensee. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) mit. Neben Österreich stehen bereits Dänemark, Polen, Tschechien, die Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien, die Niederlande und mehr als 30 andere Länder auf der Hochrisikoliste, viele davon in Afrika und in der Karibik.

Zehn Tage Quarantäne

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss in Deutschland für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot.

Schlag für Wintertourismus

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger äußert sich besorgt über die Auswirkungen auf die Wintersaison. Ungeimpfte Kinder unter 12 Jahren müssen bei der Rückkehr aus Österreich künftig mindestens fünf Tage in Quarantäne bleiben.  Für Geimpfte gilt dies bei der Rückkehr nicht.

«Wer geimpft ist, kann jederzeit einen sicheren und erholsamen Urlaub in Österreich verbringen»,

meinte Köstinger. Für Hoteliers und Wirte sei die Einschätzung des RKI ein Schlag ins Gesicht.

„Das bremst jetzt wieder die Buchungen",

so WKO-Tourismusobmann Robert Seeber im Kurier.  Weiters bezeichnet Petra Nocker-Schwarzenbacher, Hotelbesitzern in St. Johann im Pongau, die Einstufung des RKI als „Katastrophe“, die angesichts der Infektionslage allerdings zu erwarten war. Nocker-Schwarzenbacher über im Kurier auch Kritik: Auf den Skihütten würden viele mit der Maske unterhalb des Kinns durch den Schnee stapfen. Ein Bild, das bei Gästen gar nicht gut ankommt, wisse sie aus Rückmeldungen im eigenen Hotel.

„Das bleibt dann im Kopf hängen und wird zuhause weitererzählt.“

Sie rechnet in ihrem Hotel heuer im Jänner übrigens mit einer Auslastung von 30 Prozent. „Das kein Jännerloch, das ist ein Krater."

Kinder müssen in Quarantäne

Köstinger zeigte sich besorgt für den Wintertourismus wegen der nun vorgeschriebenen Quarantänepflicht für ungeimpfte Kinder unter zwölf Jahren bei der Rückkehr nach Deutschland: "

Auch wenn Familien mit Kindern unter 12 Jahren nur rund ein Fünftel unser ausländischen Gäste ausmachen, ist diese Regelung für Österreich problematisch, da alle Kinder, die noch nicht voll immunisiert sind, eine mindestens fünftägige Quarantäne antreten müssen, auch wenn deren Eltern voll immunisiert sind."

Die ÖVP-Ministerin wolle sich deshalb "weiterhin dafür einsetzen, dass die Empfehlungen der Europäischen Union umgesetzt werden" - nämlich dass Deutschland Unter-12-jährige, die unter Aufsicht eines Erwachsenen reisen, von der Nachweispflicht befreit. Köstinger verwies zudem auf die hohe Testrate in Österreich, die die Entscheidung Deutschlands ebenfalls beeinflusst haben könnte:

"Diese Entwicklung ist enttäuschend, war aber erwartbar und eine logische Konsequenz. Denn die deutschen Kriterien für die Risiko-Einstufung basieren neben der Ausbreitungsgeschwindigkeit und Hospitalisierungsrate auch auf der 7-Tages-Inzidenz sowie der Testpositivrate. Hier muss man dazu sagen, dass in Österreich 32-mal so viel getestet wird, als in Deutschland."

Omikron als Grund

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Inzidenz über 1000

Währenddessen steigen in Österreich die Zahlen weiter an: 16.822 Neuinfektionen wurden am Freitag in Österreich registriert. Damit kratzt die Zahl knapp am Allzeitrekord von 17.006 Fällen. Die österreichweite Sieben-Tage-Inzidenz ist nunmehr vierstellig mit 1.004,1.
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