Anonyme Hinweise
Die ÖVP tief in den roten Zahlen

Die Parteiausgaben will die ÖVP nicht offenlegen.
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  • Foto: Arnold Burghardt
  • hochgeladen von Kerstin Wutti

Die Wochenzeitung Falter veröffentlicht einen neuen Bericht zu den Spenden der ÖVP und berichtet über anonym zugesandte Daten. 

ÖSTERREICH. Nach der Klage der ÖVP gegen den Falter und dem vermeintlichen Hackerangriff auf ÖVP Server veröffentlicht der Falter nun einen weiteren Bericht rund um die Finanzen der ÖVP/Liste Kurz. Ein anonymer Tippgeber spielte der Wochenzeitung im August per Mail sensible Daten zu. 

Hochverschuldet

Laut diesen Daten soll die Partei mit Stand Ende 2017 (nach und durch die letzte Nationalratswahl) finanzielle Belastungen "[...] in Form eines negativen Eigenkapitals von 21,5 Millionen Euro und Verbindlichkeiten gegenüber Bankinstituten von 18,5 Millionen Euro[...]" gehabt haben, heißt es im aktuellen Falter. Auch für den EU-Wahlkampf und den aktuellen Nationalratswahlkampf in diesem Jahr soll die ÖVP insgesamt Kredite in der Höhe von rund 7,7 Millionen Euro aufgenommen haben. 

"Und auch die streng geheimen Honorare von Kurz-Chefberater Stefan Steiner werden nun öffentlich. Sie sind angesichts der Tatsache, dass die ÖVP vor kurzem noch den Seniorenbund um Geld anschnorrte, doch erstaunlich hoch: 33.000 Euro, inklusive Mehrwertsteuer. Pro Monat."
FALTER 37/19 

Ausgaben werden genannt

In der Auflistung der aktuellen Ausgabe finden sich neben dem Beraterhonorar von Kurz-Chefberater Stefan Stein auch allgemeine Punkte der Ausgabenliste, wie Grabkränze für ÖVP-Ehrengräber, Spenden für Dorffeuerwehren oder auch aus der Parteikassa bezahlte Make-up und Haarpflege für Kurz. Jede Kleinigkeit soll in den Daten gelistet sein. Explizit wird die Reise von Kurz nach Rom mittels Privatjet genannt, der immerhin 7,700 Euro gekostet hat. Den Rückflug bestritt der Ex-Kanzler dann mit einer Billigfluglinie in der Economy Klasse und twitterte davon ein Bild für seine Follower.

Auf Anfrage der APA wollte die ÖVP den Bericht nicht kommentieren und gibt auch keine Auskunft auf den Schuldenstand der Partei. Weiters soll sie sich auch noch weitere rechtliche Schritte gegen die laufende Berichterstattung vorbehalten.

Autor:

Kerstin Wutti aus Wieden

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