Schulvergleich
Ergebnisse der PISA-Bildungsstudie präsentiert

Mädchen beim Lernen
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Weltweit werden bei der PISA-Studie rund 600.000 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 15 und 16 Jahren befragt. Gemessen werden die Kompetenzen in den drei zentralen Bereichen: Lesen, Mathematik und Naturwissenschaft. Eines vorab: Österreich liegt nur im Mittelfeld.

Am Dienstag wurden zum siebten Mal werden die Ergebnisse einer PISA-Studie vorgestellt. Die Studie soll Daten zur Qualität und Effektivität der verschiedenen Schulsysteme in den Mitgliedsstaaten aufzeigen.

In diesem Jahr waren es in Österreich rund 7.800 Schülerinnen und Schüler, die ihr Können unter Beweis stellen mussten. In einigen Bereichen konnten sie sich gegenüber der letzten Studie verbessern. Der Schwerpunkt lag diesmal beim Lesen. Hier landet Österreich insgesamt auf Platz 27 aller 79 getesteten Staaten. 

Österreich wieder im Mittelfeld

Die Schülerinnen und Schüler erzielten ähnliche Ergebnisse wie beim Test 2015. Dieses Jahr konnten die Österreicher im Schwerpunkt Naturwissenschaften 490 Punkte für sich erzielen. Damit liegen sie auch in diesem Jahr wieder etwa im OECD-Schnitt; dieser liegt bei 489 Punkten. Ähnlich sieht es beim Lesen aus: Dort liegen die Schülerinnen und Schüler mit 484 Punkten nur knapp unter dem OECD-Mittelwert von 487 Punkten. Stark sind die Österreicherinnen und Österreicher im Feld der Mathematik. Mit 499 Punkten liegen sie hier weit über dem OECD-Schnitt von 489.

Dominiert werden die Ranglisten erneut von fernöstlichen Staaten bzw. Regionen wie Singapur, Hongkong und Japan. Beste europäische Staaten sind erneut Finnland und Estland.

Mädchen in der Schule
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PISA-Gewinner und Verlierer

Die besten Ergebnisse beim Lesetest liefern Estland mit 523 Punkten. Kanada und Finnland können je 520 Punkte für sich verbuchen. In der Mathematik liegen die Schüler aus Japan, Südkorea sowie Estland im Spitzenfeld. In den Naturwissenschaften sind es Estland, Japan und Finnland. OECD-Schlusslichter in allen drei Bereichen sind Kolumbien, Mexiko  und Chile. 

Kluft zwischen Migranten und Einheimischen

Der Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund ist in Österreich in den vergangenen Jahren gestiegen. Im Jahr 2000, beim ersten PISA-Test, waren es noch elf Prozent. Mittlerweile stieg dieser Wert auf 23 Prozent. Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund schneiden bei der PISA-Studie nach wie vor deutlich schlechter ab als Jugendliche, deren Eltern in Österreich geboren wurden. Zwar gab es in den letzten Jahren eine Annäherung bei der Leistung, aber dann stagnierte dieser Trend. Seit 2015 blieb die Kluft gleich groß.

Geschlechtsunterschiede in Naturwissenschaften fast verschwunden

Bewegung bei den Geschlechterunterschieden in Österreich: Im Lesen stieg der Leistungsvorsprung der Mädchen gegenüber den Burschen weiter an. Hier erzielen die Schülerinnen 28 Punkte mehr als die Burschen. In der Mathematik können die Burschen punkten. Der Unterschied fällt aber geringer aus als im Lesen: die Burschen erzielen hier 505 Punkte und damit 13 Punkte mehr als ihre Altersgenossinnen mit 492 Punkten. In der OECD ist Österreich damit hinter Kolumbien und Italien das Land mit der drittgrößten Geschlechterdifferenz zugunsten der Burschen. Der OECD-Schnitt liegt hier bei 5 Punkten.

Allerdings hat sich die Geschlechterkluft zugunsten der Burschen in den Naturwissenschaften seit 2015 fast geschlossen. Damals war Österreich noch das Land mit den größten Leistungsvorteilen der Burschen. Diese sind praktisch verschwunden. Mädchen erreichten 2018 beinahe den gleichen Punktewert wie die Burschen.

Weitere Ergebnisse folgen.

Es wird regelmäßig getestet

Organisiert wird die PISA-Studie von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Durchgeführt wird sie in Österreich vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (BIFIE). Die PISA-Studie wird seit 19 Jahren alle drei Jahre durchgeführt.

Studie immer wieder in der Kritik

Die Studie ist aber keineswegs unumstritten. Speziell die Länderreihung steht immer häufiger im Fokus der Kritiker. Methodische Mängel machen Ergebnisse oft schwer vergleichbar. Außerdem entsprechen die abgefragten Inhalte oft nicht den Bildungszielen der Länder entsprechen. Bemängelt wird auch, dass soziale Kompetenzen oder kreative Fähigkeiten völlig außen vor bleiben.

Autor:

Ted Knops aus Wien

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