Corona-Ticker
Erster Fall in Ischgl bereits am 5. Februar

Anschober sieht ein "Licht am Ende des Tunnels" und macht Hoffnung
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Tag 18 der Ausgangsbeschränkungen: Das Corona-Virus führte am Dienstag zu einem historischen Arbeitslosenrekord. Mehr als 560.000 Menschen sollen derzeit ohne Arbeit sein. Der Härtefallfonds wurde auf zwei Milliarden Euro aufgestockt. Derzeit sollen sich 10.923 Österreicher nachweislich mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert haben (Stand 10.00 Uhr). Bislang forderte das Virus 158 Leben in Österreich.  

ÖSTERREICH. Wir, die Regionalmedien Austria, versuchen an dieser Stelle objektiv und unaufgeregt über den aktuellen Status Quo zum Corona-Virus in Österreich zu berichten. Haben Sie allgemeine Fragen, rufen Sie die Informations-Hotline an unter 0800 555 621. Bei Verdacht auf eine Infektion wählen Sie die Hotline 1450. Hier geht's zu den aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums.

Hier geht es mit dem Liveticker weiter: 

Großteil der Corona-Patienten infizieren sich im Inland, nur 3,5 Prozent im Ausland

Unfallversicherung gilt auch während Homeoffice
Für Arbeitnehmer soll künftig auch während des Homeoffice die Unfallversicherung gelten. Das sieht ein Abschnitt des dritten Gesetzespakets zur Bewältigung der Corona-Krise vor. Das Paket soll morgen vom Nationalrat beschlossen werden und rückwirkend bis zum 11. März gelten.

Krankenkassen geben ihre Daten für Forschung frei
Laut einer Aussendung des Chefs des Kassendachvernbands, Peter Lehner, werden die österreichischen Krankenkassen dem Gesundheitsministerium pseudonymisierte Daten ihrer Versicherten zur Verfügung stellen. Dies diene der Forschung während der Corona-Virus-Krise.  Man habe dies einstimmig auf der Konferenz der Sozialversicherungsträger beschlossen. "Rückschlüsse auf die Patienten sind unmöglich, da die Pseudonymisierung bei der Sozialversicherung selbst passiert", so Lehner.

Caritas startet österreichweite "Corona Nothilfe Hotline" 
Die Caritas hat eine neue österreichweite Hotline für Menschen gestartet, die durch die Corona-Pandemie in eine akute Notlage geraten sind. An diese Hotline können sich Menschen wenden, die nun nicht wissen wie sie ihre Lebensmittel oder die nächste Miete bezahlen sollen oder die schlichtweg jemanden brauchen, der ihnen zuhört. Unter 05 17 76 300 steht von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr ein Team von Freiwilligen bereit, um telefonische Ersthilfe zum Ortstarif zu leisten.

Caritas startet erste österreichweite Telefon-Hotline. Unbürokratische Ersthilfe und genügend Zeit, die Ängste und Sorgen zu besprechen
  • Caritas startet erste österreichweite Telefon-Hotline. Unbürokratische Ersthilfe und genügend Zeit, die Ängste und Sorgen zu besprechen
  • Foto: TelefonSeelsorge/Daniel Gollner
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Besuchsverbot in steirischen Spitälern bleibt bestehen
In steirischen Spitälern herrsche noch immer ein Besuchtsverbot, so eine Aussendung der steirischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes). Auch das Tragen eines Mund-Nasenschutzes ändere nichts an dieser Regelung. Der Mikrobiologe Klaus Vander warnte, dass eine Lockerung des Besuchsverbots "fahrlässig" wäre.

Erster Corona-Fall in Ischgl möglicherweise schon im Februar
Der erste Corona-Virus-Fall könnte schon am 5. Februar bekannt geworden sein. Es soll sich dabei um eine Schweizer Touristin gehandelt haben. Diese soll Wochen später positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden sein, so Franz Allerberger von der AGES.

Anschober zu Risikopersonen 
Risikopersonen, die besonderen Schutz vor dem Corona-Virus benötigen, sollen künftig ausfindig gemacht und geschützt werden. "Wir versuchen das auf jene Gruppe zu fokussieren, die eine drastische Verringerung des Immunsystems hat". 

Indizien sammeln
Anschober mahnt davor die Ischgler Angestellte zu verurteilen. Es gehe nur darum, Indizien zu sammeln und entsprechend reagieren zu können.

Corona-Hotspot Iscghl. Möglicherweise könnte es den ersten Corona-Fall dort schon am 5. Februar gegeben haben
  • Corona-Hotspot Iscghl. Möglicherweise könnte es den ersten Corona-Fall dort schon am 5. Februar gegeben haben
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Mindestabstand einhalten
Der Mindestabstand sei in den Apres Ski-Bars in Ischgl nicht eingehalten worden so der AGES-Experte. Daher hätten sich dort so viele angesteckt. Aus den Daten gehe hervor, dass wer einen Meter Abstand hält und sich nicht länger als 15 Minuten mit jemandem unterhält, keine Problem haben sollte, so Allerberger von der AGES. Er selbst habe keine Angst: "Ich fahr jeden Tag mit der U-Bahn, solange die Menschen zumindest einen Meter Abstand halten".

Ischgl ist "Hauptproblem"
Die AGES analysiere auch sogenannte "Cluster", also Krankheitsherde, so Allerberger weiter. Mittlerweile gebe es  40 solcher Infektions-Cluster. Aus den Daten sei ersichtlich, dass die Apres Ski-Lokale aus schgl das "Hauptproblem" seien. Von dort aus habe sich das Virus sehr schnell verbreitet. 

"Österreichische" Corona-Viren
Laut Franz Allerberger, Leiter des Bereichs Humanmedizin der AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit), würden sich mittlerweile die meisten Corona-Patienten im Inland infizieren. Nur 306 der 10.923 Infektionen sollen aus dem Ausland stammen. Das könne die AGES anhand von Tests festellen. Es gebe "österreichische Corona-Viren", die eine Rückschlüsse auf den Übertragungsort zuließen. 

Über 92.000 Testungen
92.190 Tests habe es bisher offiziell gegeben. Allerdings sollen die wahren Testzahlen weitaus höher liegen. Das liege daran, dass viele Labore nicht automatisch ihre Daten vermelden könnten. Außerdem würden mittlerweile auch  viele Risikogruppen getestet. "Wir haben die Labore in den letzten Tagen ganz massiv ausgebaut. Mittlerweile sind es über 40 Labore, die Tests durchführen können", so Anschober.

Fünfter Tag in Folge einstellig bei den Zuwachsraten
"Wir sind nun den fünften Tag in Folge einstellig bei den Zuwachsraten", so Anschober. Aber der Gesundheitsminister mahnt: "Dranbleiben, nicht nachlassen. Die Richtung stimmt, aber der Weg ist noch ein weiter."

Anschober: "Licht am Ende des Tunnels"
"Was gut ist, ist dass die Zuwachsrate etwas abgedämpfter ist. Das ist ein Licht am Ende des Tunnels", so Anschober. Die Verdoppelungsrate habe sich auf knapp acht Tage erhöht, vor drei Wochen lag diese noch bei 2,7 Tagen. Das sei gut, so Anschober. Das Ziel wäre es die Rate auf 14 Tage zu erhöhen, "dann haben wir Stabilität bei den Neuerkrankungen", so der Gesundheitsminister.

Anschober präsentiert Zahlen aus Österreich
Laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne), soll es derzeit 10.923 bestätigte Erkrankungen in Österreich geben. Leider gebe es 158 Todesfälle. Dem stünden 1.749 Genesungen gegenüber.

Anschober will mögliche Fehler in Tirol aufklären
  • Anschober will mögliche Fehler in Tirol aufklären
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Mediziner sollen entlastet werden
Künftig sollen in Wien nur mehr Sanitäter die Abstriche aus Nase und Rachen vornehmen um bei Corona-Virus-Verdachtsfällen zu testen, so eine Aussendung der Ärztekammer. Somit sollen Mediziner, die dies bisher durchführten, entlastet werden.

298 Personen in Niederösterreich genesen
In Niederösterreich soll sich die Zahl der Personen, die sich von einer nachweislichen Infektion mit dem Corona-Virus erholt haben, nun 298 betragen. Das sind 44 Personen mehr als noch am Vortag. 

Krankenkassen sollen Risikopersonen ausfindig machen
Risikopersonen, die besonderen Schutz vor dem Corona-Virus benötige, sollen künftig von den Krankenkassen ausfindig gemacht werden, so Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne)  im Ö1-Morgenjournal. Rückschlüsse aus den verschriebenen Medikamenten würden dies möglich machen. Die Personen sollen dann kontaktiert werden und besonders gefährdete  dann verpflichtend vom Dienst befreit werden. Alternative könne Home-Office angeboten werden. 

Anschober Pressekonferenz 
Gesundheitsminister Rudolf Anschober(Grüne) wird heute um 10.00 Uhr zusammen mit Franz Allerberger, dem Leiter des Bereichs Humanmedizin der AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) und Bernhard Benka, Mitglied der Corona-Virus-Taskforce im Gesundheitsministerium, über Aktuelles zum Corona-Virus informieren. Wir werden berichten.

Tschechien verlängert Grenzkontrollen 
Aufgrund der Corona-Krise hat Tschechien die Kontrollen an der Grenze zu Österreich bis zum 24. April verlängert. Die Regierung beschloss dies am Mittwoch. Die Maßnahme war ursprünglich nur bis 4. April geplant. In Tschechien gilt momentan ein generelles Ausreiseverbot für Staatsangehörige. Ausländer sind von einem Einreiseverbot betroffen. Ausgenommen sind Pendler, die im österreichischen Gesundheitswesen oder der Pflege tätig sind. 

Anschober will mögliche Fehler in Tirol aufklären
Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) kündigte an, eventuelle Fehler Tirols im Umgang mit der Corona-Krise aufklären zu wollen. Im Ö1 Morgenjournal sagte der Gesundheitsminister, dass er auch den Einfluss von "Wirtschaftslobbys" in Zusammenhang mit der späten Ausrollung von Maßnahmen in Tirol untersuchen werde. Er glaube zwar nicht, dass dies auf Druck der Lobbyisten hin geschehen sei "aber wir sollten das später sauber und seriös aufklären", so Anschober.

1.500 Stichprobentests in Schlüsselberufen
Laut Gesundheitsministerium soll die Regierung mit der Testung von Personen in Schlüsselberufen begonnen haben. Dabei sollen 1.500 Stichprobentests bei Supermarkt-Mitarbeitern, Ärzten und Gesundheits- und Pflegepersonal durchgeführt werden. Bei den Berufsgruppen kommt es zu häufiger Interaktion mit Kunden und Patienten. Zudem soll es eine weitere repräsentative Testung von 2.000 Menschen geben. Die Untersuchungsreihe soll Aufschlüsse über die Dunkelziffer bei Infektionen geben. 

Schutzmaskenpflicht wird gut angenommen
Ab 6. April gilt die Schutzmaskenpflicht in österreichischen Supermärkten und Drogerien. Am Mittwoch begannen die ersten Supermarktketten mit der Ausgabe der Masken. Die Kunden sollen die Maßnahme bislang gut annehmen. "Die Kunden reagieren bisher durchwegs verständnisvoll auf diese zusätzliche Schutzmaßnahme“, so REWE-Pressesprecher Paul Pöttschacher.

Hier findest Du einige Bilder, die beim richtigen Umgang mit der Maske helfen können.

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Initiative warnt vor Benachteiligung durch Schulschließungen
Das überparteiliche Netzwerk für kindergerechte Schulen "Schaumonito" warnt vor den sozialen Folgen der Schulschließungen. Dadurch werde die Benachteiligung von Schülern bildungsferner Schichten weiter vorangetrieben. Durch die Schulschließungen könne es zu angespannten Familiensituationen kommen. Daher fordere das Netzwerk das Recht auf Sozialkontakte und die Aussetzung der Notenvergabe für Schüler.

Das überparteiliche Netzwerk für kindergerechte Schulen "Schaumonito" warnt vor den sozialen Folgen der Schulschließungen. Dadurch werde die Benachteiligung von Schülern bildungsferner Schichten weiter vorangetrieben.
  • Das überparteiliche Netzwerk für kindergerechte Schulen "Schaumonito" warnt vor den sozialen Folgen der Schulschließungen. Dadurch werde die Benachteiligung von Schülern bildungsferner Schichten weiter vorangetrieben.
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Deutsche Skitourengeher zur Ausreise aufgefordert
Am Mittwoch soll die Polizei bei sechs Personen in Aurach bei Kitzbühel eine Kontrolle durchgeführt haben. Unter den Skitourengeher befanden sich auch drei Deutsche. Alle sechs wurden wegen Vergehen gegen die Corona-Verordnungen angezeigt. Zwei der deutschen Skitourengeher wurden zur Ausreise aufgefordert. Der dritte soll in Österreich gemeldet sein.

10.711 nachgewiesene Infektionen
 
Laut Gesundheitsministerium haben sich in Österreich 10.711 Personen nachweislich mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert (Stand 7:00 Uhr). Die meisten Fälle solle es nach wie vor in Tirol geben. Dort konnte das Virus bei mehr als 2.400 Personen nachgewiesen werden. Auch in Oberösterreich und Niederösterreich konnten bisher 1.739 bzw. 1.689 Infektionen nachgewiesen werden (Stand 7:00 Uhr). Bislang gab es 146 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus

Hier geht es zu den Ereignissen des Vortags:

Corona-Virus: Rekordarbeitslosigkeit, einheitlicher Bonus für ausländische 24-Stunden-Betreuer

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