Schulschließungen
Faßmann: "Kinder brauchen offene Schulen"

Am Mittwoch forderte der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) die sofortige Schließung der Schulen. Dort wurde mit 300 Neuinfektionen innerhalb eines Tages "ein trauriger Rekord" erreicht. Aktuell sei die Gruppe der Fünf- bis Elfjährigen die "größte Spreadergruppe".  Bildungsminister Heinz Faßmann verteidigte die Öffnung der Schulen.
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  • Am Mittwoch forderte der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) die sofortige Schließung der Schulen. Dort wurde mit 300 Neuinfektionen innerhalb eines Tages "ein trauriger Rekord" erreicht. Aktuell sei die Gruppe der Fünf- bis Elfjährigen die "größte Spreadergruppe". Bildungsminister Heinz Faßmann verteidigte die Öffnung der Schulen.
  • Foto: Mareen Fischinger / Westend61
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Am Mittwoch forderte der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) die sofortige Schließung der Schulen. Dort wurde mit 300 Neuinfektionen innerhalb eines Tages "ein trauriger Rekord" erreicht. Aktuell sei die Gruppe der Fünf- bis Elfjährigen die "größte Spreadergruppe".  Bildungsminister Heinz Faßmann verteidigte die Öffnung der Schulen.

ÖSTERREICH. "Die Infektionslage eskaliert besonders in den Schulen", sagte der Linzer Bürgermeister Klaus Luger am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. Dort wurden zuvor 300 neue Corona-Fälle registriert. Davon sollen 100 Schüler gewesen sein. Luger forderte daher den Bildungsminister auf, sofort auf Distance Learning umzustellen. 

Sollten die Schulen geschlossen werden?

Am stärksten betroffene Altersgruppe

Der Lockdown sei nur wirksam, wenn auch die Schulen geschlossen werden, meinen viele Virologen. Aktuell steigen die Infektionszahlen bei den Sechs- bis 14-Jährigen tatsächlich rasant. Momentan ist diese Altersgruppe am stärksten von den Neuinfektionen betroffen. Daher appellierten auch einige Wissenschaftler in einem Offenen Brief, die Schulen zu schließen und auf Distance Learning umzustellen. Auch Schulsprecher, Lehrer- und Elternvertreter forderten eine 14-tägige Schulschließung. Schulen sollten in dieser Zeit nur mehr Betreuung anbieten.

Regierung dementiert Gerüchte über Schulschließungen

Die Regierung dementiert aktuell noch Gerüchte, dass es schon am Montag zu einer Schließung der Schulen kommen könnte. Allerdings räumte man ein, dass am Montag eine neue Regelung in Kraft treten wird. Dann sollen Klassen ab dem zweiten Infektionsfall für fünf Tage ins Distance Learning geschickt werden. Danach können negativ getestete Nur jene Kinder, die danach negativ getestete Kinder wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren.

Faßmann: "Stück Normalität"

Faßmann, der als größter Verfechter offener Schulen gilt, wehrte sich bisher stets vehement gegen einen bundesweiten Lockdown für die Schulen. Am Dienstag erklärte der Bildungsminister im ORF-"Report": "Kinder und Jugendliche waren bisher die Leidtragenden der Pandemie. Sie waren unglaublich solidarisch mit den älteren Menschen und mit meiner Altersgeneration. Wir sollten ihnen ein Stück Normalität wieder zurückgeben." 

Faßmann: "Kinder brauchen offene Schulen"

Für Faßmann sprechen vor allem die "erheblichen psycho- und physiologischen Nachwirkungen" und ein Auseinanderklaffen der Bildungsschere gegen ein generelles Distance Learning. "Ich weiß, dass die Kinder offene Schulen brauchen. Das haben uns die Erfahrungen aus den früheren Lockdowns gezeigt", verteidigte Faßmann die Öffnung der Schulen. Es sei wichtig, den Unterricht in der Klasse dort aufrechtzuerhalten, "wo es die epidemiologische Lage zulässt".

Raab: "Richtiger Weg"

Auch Familienministerin Susanne Raab (ÖVP) bezeichnete das Offenhalten der Schulen als den "richtigen Weg" und stellte sich damit hinter Faßmann. Der dementierte Gerüchte darüber, dass er bei den Verhandlungen zur Schulfrage sogar mit seinem Rücktritt gedroht habe, sollte er sich mit seiner Forderung nach offenen Schulen nicht durchsetzen können. "Davon habe ich nur aus den Medien gehört", so Faßmann. 

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