Corona-Ticker
Faßmann will Schulen wieder schrittweise wieder starten lassen

Faßmann will den Unterricht in Schulen schrittweise wieder starten lassen
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Tag 16 der Ausgangsbeschränkungen: Die Regierung gab am Montag eine teilweise Maskenpflicht bekannt, die ab Mittwoch gelten soll. Supermärkte dürften wegen der Corona-Krise bald nur noch mit Masken betreten werden, so Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei einer Pressekonferenz. Die Zahl der nachweislichen Infektionen mit dem Corona-Virus ist in Österreich am Dienstag auf 9.634 Fälle gestiegen (Stand 31.03. 8.00 Uhr). 

ÖSTERREICH. Wir, die Regionalmedien Austria, versuchen an dieser Stelle objektiv und unaufgeregt über den aktuellen Status Quo zum Corona-Virus in Österreich zu berichten. Haben Sie allgemeine Fragen, rufen Sie die Informations-Hotline an unter 0800 555 621. Bei Verdacht auf eine Infektion wählen Sie die Hotline 1450. Hier geht's zu den aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums.

Hier geht es mit dem Liveticker weiter:

Corona-Virus: Weniger Neuinfektionen in Tirol, Faßmann will Unterricht in Schulen schrittweise starten, drei weiter Gemeinden in Salzburg unter Quarantäne

"Corona Semester" an Unis 
Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) plant ein "neutrales Semester" an Universitäten. Zunächst wolle er eine Einigung mit den Rektoren anstreben, dennoch werde er sich im Nationalrat um eine Verordnung bemühen, die dieses Vorhaben auf jeden Fall ermögliche. Mit einem "neutralen Semester" würden Studierende ihre Beihilfen nicht verlieren wenn sie die Mindeststudiendauer bzw. die Toleranzen wegen der Corona-Krise nicht einhalten können. 

Faßmann will Schulen wieder schrittweise wieder starten lassen
Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) plant eine schrittweise Wiederaufnahme des Betriebs an Schulen und Universitäten. Zunächst solle dies bei Maturanten geschehen. Wann dies geschehe könne er noch nicht abschätzen, aber alle "werden ihren Abschluss machen" können, so der Bildungsminister.

Testen spart Geld
Laut dem Portal "medRxiv" sollen portugiesische Forscher berechnet haben, dass man Geld spare, idem man häufiger und großzügiger auf das Corona-Virus teste. Vermiedene Krankenhausaufenthalte würden die zusätzlichen kosten ausreichend decken

Land Salzburg weitet Quarantäne um drei Gemeinden aus
Landeshauptmann Wilfried Haslauer teilte per Videostream mit, dass das Land Salzburg die Quarantäne um drei weitere Gemeinden ausweiten werde. Zusätzlich den Gemeinden Flachau, dem Großarltal und dem Gasteinertal werden nun auch Altenmarkt im Pongau sowie die Pinzgauer Gemeinden Zell am See und Saalbach unter Qurantäne gestelllt. Mehr dazu.

Ärztekammer schickt Schutzmasken an Ordinationen
Die Wiener Ärztekammer soll mit der Verteilung von Schutzmasken an Ärzte begonnen haben. Nachdem die Ärztekammer nun Masken-Kontingente auf treiben konnte sollen diese nun auf Bestellung an die Ordinationen geliefert werden. Auch an Ordinationen anderer Bundesländer soll geliefert werden

Mögliche Herdenimmunität in Ischgl
Laut ORF möchte die Medizinische Universität Innsbruck im Tiroler Corona-Hotspot Ischgl nun Antikörpertests durchführen. Diese sollen es möglich machen Rückschlüsse asymptomatisch verlaufende Infektionen zu schließen. Möglich sei es, dass in Ischgl bereits eine Art lokaler Herdenimmunität entstanden sei, so eine Vermutung der Innsbrucker Virologin Dorothee von Laer. Ab nächster Woche sollen 300 Antikörpertests in Ischgl durchgeführt werden. 

Zahl der Infizierten in Tirol erstmals rückläufig
In Tirol, dem wohl am stärksten vom Coronavirus betroffenen Bundesland Österreichs, soll die Anzahl der aktuell nachweislich Infizierten erstmals rückläufig sein. Am Montag galten noch 1.984 Personen als infiziert. Am Dienstag wurden nur mehr 1.914 nachweislich Infizierte gemeldet. Eine Erklärung dafür könne sein, dass die Zahl der täglich Genesenden, die Zahl der Neuinfektionen übersteige. Von Montag auf Dienstag sollen in Tirol 117 Personen genesen sein. Nur 53 Neuinfektionen wurden verzeichnet.

Verkehrsbüro-Gruppe: Kurzarbeit für alle 3.000 Mitarbeiter
Österreichs größter Tourismuskonzern, die Verkehrsbüro-Gruppe, soll alle 3.000 Mitarbeiter in Österreich zur Kurzarbeit angemeldet haben. Wie am Dienstag mitgeteilt wurde, seien die Anträge für die Holding und die Tochtergesellschaften Ruefa, Eurotours, Verkehrsbüro Business Touristik, die Verkehrsbüro Hotellerie, Palais Events und Cafe Central, bei den entsprechenden AMS-Stellen eingereicht worden. 

Laut Unternehmenssprecherin Andrea Hansal seien alle 3.000 in Österreich beschäftigten Mitarbeiter betroffen. "Wir starten mit der Kurzarbeit ab 1. April 2020 für vorerst drei Monate", so Vorstandschef Martin Winkler. Eine Verlängerung um weitere drei Monate werde man zu gegebener Zeit prüfen.

Schautaufeinander

In Ausnahmesituationen wie diesen stehen die Menschen zusammen und helfen sich gegenseitig. Die Regionalmedien unterstützen dies in allen Bundesländern und Bezirken Österreichs mit dem Netzwerk #schautaufeinander. Hier könnt Ihr Dienste suchen oder anbieten, die uns gemeinsam durch diese Krisenzeiten helfen.

Laudamotion: Kurzarbeit-Antrag liegt beim AMS
Laut der Gewerkschaft vida liege der Antrag auf Kurzarbeit dem Arbeitsmarktservice (AMS) vor, so die APA. Allerdings seien für die die Crews der Ryanair-Tochter Laudamotion noch einige Formalsachen zu klären, daher fehle noch die Zustimmung der Gewerkschaft.

Kogler: Bezieherkreis für Härtefallfonds wird ausgeweitet
Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) stellte nach der Kritik an der Umsetzung des Corona-Virus-Härtefallfonds klar, dass der Bezieherkreis ausgeweitet werden solle. Im Ö1-Morgenjournal sagte er, dass es so sein werde, "dass die Zugänge zum Härtefallfonds wesentlich erweitert werden".Kogler erklärte, dass man sich darauf verständigt habe, "dass weder Mehrfachversicherung als Handicap gelten noch Einkommensgrenze nach oben oder unten. Auch können Unternehmensgründer, die jetzt erst begonnen haben, alle in dieses Programm rein". 

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) stellte nach der Kritik an der Umsetzung des Corona-Virus-Härtefallfonds klar, dass der Bezieherkreis ausgeweitetet werden solle
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Österreichische Bundesmuseen erwarten Verluste in Millionenhöhe
Eine große Herausforderung stellt die Corona-Krise auch für die Bundesmuseen dar. Ein Großteil der Einrichtung soll laut APA Kurzarbeit für die Mitarbeiter planen oder bereits eingereicht haben. Weil die Einnahmeausfälle in die Millionenhöhe gehen sollen fordern die Museen nun eine höhere Basisabgeltung.

Kogler kritisiert Entwicklung in Ungarn
Nach der faktischen Selbstauschaltung des ungarischen Parlaments übt Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) scharfe Kritik. Im Ö1-Morgenjournal sagte Kogler: "Wir können das nur schärfstens kritisieren". Da die rechtskonservative Partei um Premier Viktor Orban eine Zwei-Drittel-Mehrheit halte, gleiche dies einer  "Selbstausschaltung" des Parlaments. "Natürlich gibt es da Kritik unsererseits."

Am Montag verabschiedete das ungarische Parlament ein Gesetz, da es Orban ermöglicht per Dekret zu regieren. Aufgrund der vorliegenden Notlage gelte das Gesetz auf unbestimmte Zeit. Der Direktor von Amnesty International Ungarn, David Vig, bezeichnete die Situation als "ernst". Die Regierung von Orban versuche, "kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen" und "Menschenrechte zu untergraben", so Vig. 

Man könne sich diese Maßnahmen zur Verhinderung der Coronavirus-Ausbreitung auch für andere "besonders frequentierte Orte" überlegen, sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne)
  • Man könne sich diese Maßnahmen zur Verhinderung der Coronavirus-Ausbreitung auch für andere "besonders frequentierte Orte" überlegen, sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne)
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Pressekonferenz zu weiteren Schritten und Maßnahmen an Schulen und Universitäten
Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) wird heute um 11.30 Uhr in einer Pressekonferenz über weitere Schritte und Maßnahmen an Schulen und Universitäten während der Corona-Krise informieren.

Stichprobenstudie zum Corona-Virus könnte heute starten 
Laut Forschungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) könnte die von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) angekündigte Stichprobenuntersuchung schon heute starten, das sagte er der APA. Bei der Stichprobenuntersuchung sollen 2.000 Österreicher auf eine  Infektion mit dem Corona-Virus untersucht werden.

Die Testungen sollen bereits am Freitag abgeschlossen und die Ergebnisse bis Anfang nächster ausgewertet werden. "Diese Tests sind wichtig, um Licht in die Datensituation zu bringen", so Faßmann. Man habe derzeit keine Daten zu der genauen Verbreitung des Virus. Die Stichproben, würden anders als die momentanen Testungen, nicht nur bei Personen mit Symptomen durchgeführt werden. Man erhoffe sich dadurch Daten zur bisher unbekannten Dunkelziffer zu erhalten. 

NEOS wollen runden Tisch zum Thema Frauen und Familie in der Corona-Krise
Die NEOS fordern einen virtuellen runden Tisch. Das Thema: Frauen und Familie in der Corona-Krise. Dabei soll es um Alleinerziehende, den Infektionsschutz in Frauenhäusern und häusliche Gewalt gehen, so die Partei.

Alleinerziehende seien durch die Schließung von Schulen und Kindergärten besonders belastet. Auch der Wegfall des sozialen Netzes stelle eine Belastung dar.

In Frauenhäusern bestehe durch die WG-Wohnmodelle ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Die häusliche Gewalt steige und man befürchte eine Zunahme der Gewalt gegen Frauen in Zusammenhang mit der Corona-Krise. 

"Ausgangsbeschränkungen, steigend Arbeitslosigkeit - das sind Faktoren, die immer zu mehr häusliche Gewalt führen. Wir müssen schon jetzt vorsorgen, dass es nicht so weit kommt", so Frauensprecherin Henrike Brandstötter.

Schulschließungen: Druck rausnehmen
Aufgrund der Schulschließungen in Österreich, wurde der Unterricht E-Learning, Fernlehre und digitale Kommunikation umgestellt. Diese Maßnahme bedeutet für viele Familien eine immense Belastung. Gerade für Familien mit weniger Mitteln und daher eingeschränkteren Bildungschancen stelle diese Zeit eine Herausforderung dar. Experten raten daher, Druck rauszunehmen.

Bildungswissenschaftler Stefan Hopmann von der Uni Wien rät daher, dass auf Schularbeiten, Tests und Abschlussprüfungen wie die Zentralmatura bis zum Jahresende verzichtet werden solle.  "Wer das, wie das Ministerium zurzeit, verweigert, handelt vorsätzlich sozial ungerecht und pädagogisch unverantwortlich."

Schwanger in der Corona-Krise
Laut dem Endokrinologen Florian Kiefer von der Wiener Universitätsklinik für Innere Medizin III, bestehe für Schwangere kein Grund für übertriebene Angst. Gegenüber der APA erklärte er: "Bisher gibt es keinen Hinweis, dass sonst gesunde Schwangere häufiger oder schwerer an Covid-19 erkranken als nicht-schwangere Frauen. Die meisten erkrankten Schwangeren hatten milde Verlaufsformen". Es sei allerdings zu berücksichtigen, "dass Schwangere mit entsprechenden Vorerkrankungen, insbesondere Autoimmunerkrankungen, schwerere Verlaufsformen der Covid-19 Infektion haben können". Der Experte schränkte seine Aussage weiter ein und sagte, dass bisher "nur sehr wenige Informationen über schwangere Frauen mit Coronavirus Infektionen" vorliegen.

Patientenanwalt will ELGA-Daten freigeben
Die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) müsse wissenschaftlich ausgewertet werden, um das Corona-Virus zu bekämpfen, das fordert der Sprecher der Patientenanwälte, Gerald Bachinger. Gegenüber der APA erklärte Bachinger, dass man so prüfen könne, ob bestimmte Medikamente gegen das neuartige Corona-Virus wirksam wären. Freigegeben werden müssten die Daten durch das Gesundheitsministerium. Dieses soll nicht abgeneigt sein. 

Experten zu Maskenpflicht:  "Hervorragende Maßnahme"
Der Vizerektor der MedUni Wien, Oswald Wagner, hält die Maskenpflicht in Supermärkten für eine "hervorragende Maßnahme". Gegenüber der APA sprach er sich für eine Ausweitung dieser Maßnahme aus. Auch das Zentrum für Public Health stimmt dem zu. Wagner sprach von einem "großen Schritt". In zwei Wochen könne man sehen, ob die Maßnahme wirke, um "die Infektionskette so weit zu senken, dass jeder Infizierte weniger als eine weitere Person infiziert. Ich hoffe, dass es so ist." 

Mögliche Ausweitung der Maskenpflicht
Laut Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), könne man sich eine Maskenpflicht auch für "besonders frequentierte Orte" vorstellen, das sagt er am Montag in der "ZiB2". Zunächst sollen sich die Österreicher an den Mund-Nasen-Schutz gewöhnen. Der soll ab Mitte der Woche in Supermärkten ausgeben werden. 

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat die Bevölkerung noch einmal zur Einhaltung der verschärften Regelungen zur Bewältigung der Corona-Krise angehalten. "Ich würde gerne eine Alternative anbieten, aber es gibt keine Alternative"
  • Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat die Bevölkerung noch einmal zur Einhaltung der verschärften Regelungen zur Bewältigung der Corona-Krise angehalten. "Ich würde gerne eine Alternative anbieten, aber es gibt keine Alternative"
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Kurz: "Es gibt keine Alternative" 
"Ich würde gerne eine Alternative anbieten, aber es gibt keine Alternative", so Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in der "ZiB"-Spezial am Montag. Er forderte die Österreicher erneut auf, sich an die Maßnahmen zur Eindämmung und Bewältigung der Corona-Krise zu halten. In einer Woche hoffe er, Ausblicke für eine mögliche Lockerung der Maßnahmen machen zu können. Voraussetzung dafür sei eine deutliche Entspannung der Lage. Noch seien diese nicht gegeben und somit könne man die geltenden Maßnahmen im öffentlichen Raum auch nicht auflockern, so der Bundeskanzler.Das geschah gestern:

Corona-Virus: AUA brachte 30 Tonnen Schutzausrüstung aus China, bisher 82.000 Anträge für Härtefallfonds

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