Umweltfreundlicher Transport
Förderung für E-Autos wird von 3.000 auf 5.000 Euro erhöht

Die Antragstellung für einen Förderung ist ab 1. Juli möglich.
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  • Die Antragstellung für einen Förderung ist ab 1. Juli möglich.
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Das Umweltministerium erhöht die Förderung für neue E-Autos. In Mehrparteienhäusern werden E-Ladestationen mit 1.800 statt mit wie bisher 600 Euro gefördert.

ÖSTERREICH. Ab dem 1. Juli bis 31. Dezember bekommt man für ein neues E-Auto eine Förderung in Höhe von 5.000 Euro. Das hat Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) am Montag gemeinsam mit Vertretern der Autoimporteure angekündigt. Bisher waren es 3.000 Euro. "Wir wollen am Weg aus der Coronakrise in die Zukunft investieren. Genau das schaffen wir mit der Offensive für E-Mobilität", so Gewessler am Montag bei der Pressekonferenz. "Unser Ziel mit der E-Mobilitätsförderung ist es, bei den Neuzulassungen wirklich den Schwerpunkt zu verlagern in Richtung E-Mobilität." 

Ab dem 1. Juli wird die Förderung erhöht, verkündete Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne).
  • Ab dem 1. Juli wird die Förderung erhöht, verkündete Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne).
  • Foto: BKA/Andy Wenzel
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Mehr Geld für E-Motorräder und E-Mopeds

Die Förderung gilt für den Kauf eines neuen Elektroautos. 3.000 Euro kommen vom Ministerium und 2.000 Euro von den Importeuren, erklärte die Ministerin. Neben Autos sollen auch Zweirad-Fahrzeuge sowie der Ausbau der privaten Ladestationen stärker gefördert werden. Für E-Motorräder etwa gibt es im kommenden Halbjahr 1.200 statt 1.000 Euro Förderung, für Elektro-Mopeds 800 statt 700 Euro.

Die Voraussetzung für den Erhalt der Förderung ist der Kauf eines E-Fahrzeugs mit 100 Prozent Strom bzw. Wasserstoff aus erneuerbaren Energieträgern, hieß es vom Ministerium. Aufrecht bleiben auch steuerliche Begünstigungen für E-Fahrzeuge wie der Entfall der Normverbrauchsabgabe oder der Versicherungssteuer. Auch für Heimladestationen soll es künftig eine Erhöhung der Förderung geben: Geplant ist mit 600 statt 200 Euro dreimal so viel Geld wie bisher. In Mehrparteienhäusern wird eine E-Ladestation mit 1.800 statt mit wie bisher 600 Euro gefördert.

Registrierung für Förderung vor Stichtag möglich

Die Antragstellung für einen Förderung ist ab 1. Juli möglich. Die Registrierung des Autos selbst könne laut dem Ministerium aber bereits vor dem Stichtag erfolgt sein. Obwohl die erhöhte Förderung nur bis Ende des Jahres gilt, ist es möglich, ein bestelltes Auto für die Förderung zu registrieren, auch wenn dieses erst im ersten Halbjahr 2021 ausgeliefert wird.

Insgesamt werden für die E-Mobilitätsförderung für die Jahre 2019/2020 rund 93 Millionen Euro aufgewendet. Im Herbst solle dann mit den Vertretern der Autoindustrie diskutiert werden, wie es im kommenden Jahr mit der Förderung weitergehen wird, so die Ministerin.

VCÖ kritisiert steuerliche Begünstigung von Dieseltreibstoff

Der ÖAMTC begrüßte am Montag die Maßnahme, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass in Sachen E-Mobilität noch einiges getan werden müsse. So müssten etwa die Ladetarife transparent und vergleichbar werden. "Dafür ist es notwendig, dass die Abrechnung nach Kilowattstunden erfolgt – und nicht nach der Dauer, in der das Auto mit der Ladestation verbunden ist", hieß es  vom Mobilitätsclub in einer Aussendung. Zudem müssten bürokratische Hürden für die Installation einer privaten Ladestation abgebaut werden.

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) kritisierte die Steuerbegünstigung von Diesel und der privaten Nutzung von Firmenwagen mit Verbrennermotor. "Wenn aber weiterhin Dieseltreibstoff und die private Nutzung von Firmenwagen mit Verbrennermotor steuerlich begünstigt werden, wird die Wirkung der Kaufprämien für E-Fahrzeuge sehr geschwächt", sagte VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen. Zudem sei die Förderung von Plug-In-Hybrid-Pkw aus Umweltsicht nicht zu rechtfertigen.

Laut dem VCÖ gab es mit Ende Mai in Österreich insgesamt 5,046 Millionen Pkw, davon waren 32.941 bzw. 0,7 Prozent ausschließlich batterieelektrische Pkw.

Die Antragstellung für einen Förderung ist ab 1. Juli möglich.
Ab dem 1. Juli wird die Förderung erhöht, verkündete Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne).
Autor:

Julia Schmidbaur aus Wieden

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