KV-Verhandlungen
Handel will Lohnplus von 4,4 Prozent

Die Gewerkschaft fordert ein Lohnplus von 4,4 Prozent für die Beschäftigten im Handel.
  • Die Gewerkschaft fordert ein Lohnplus von 4,4 Prozent für die Beschäftigten im Handel.
  • Foto: pixabay
  • hochgeladen von Julia Schmidbaur

Die Gewerkschaft stellt erstmals schon vor Verhandlungsbeginn Forderungen auf.
 

ÖSTERREICH.Nach dem die Metaller die Kollektivvetragsverhandlungen am Mittwochabend abgebrochen haben, sind kommende Woche die Lohnverhandlungen im Handel dran. Rund 413.000 Angestellte und 15.000 Lehrlinge sind im Handel beschäftigt.

100 Euro mehr

Zum ersten mal legt die Gewerkschaft ihre Forderungen schon vor Beginn der Verhandlungen auf den Tisch: Gefordert werden 100 Euro mehr für Vollzeitbeschäftigte im Handel. Das entspricht einem Plus von 4,4 Prozent. Gefordert werden außerdem drei zusätzliche Urlaubstage. 

Die Gewerkschafts-Chefverhandlerin Anita Palkovich und Wirtschaftsbereichssekretärin der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) erklärt im Ö1-Morgenjournal die Vorteile, die Karten vorab offen zu legen: „Wir können direkt einsteigen in die konkreten Verhandlungen. Es braucht kein Vorspiel.“ Es gehe darum, den Arbeitnehmern die Existenzsorgen ein bisschen zu nehmen. Mit den Forderung nach drei Freizeittagen wolle man dem hohen Arbeitsdruck und die knappen Personaldecken im Handel ausgleichen, so Palkovich. 

Überzogene Forderung

Von Seiten der Arbeitgeber hält man die Forderungen nicht für gerechtfertigt: „Ich bin irritiert über die Vorgangsweise der GPA-djp", sagt Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und Arbeitgeber-Chefverhandler. „Vor dem offiziellen Auftakt der KV-Verhandlungen monetäre Forderungen über die Medien auszurichten, ist unüblich." Dazu käme, dass die Forderungen der Gewerkschaft weit überzogen seien.

Das man von Unternehmensseite immer wieder auf die schwache Konjunktur hinweist ist für Palkovich keine Entschuldigung. „Die Wirtschaft ist gewachsen und wächst weiter. Die Produktivität im Handel ist um über zwei Prozent gestiegen." 

Protest möglich

Von Seiten der Gewerkschaft schrecke man auch nicht vor Protestmaßnahmen zurück. In erster Linie gehe es aber um das Verhandeln, betont Palkovich. Für die kommenden Tage sind jedenfalls drei Verhandlungstermine zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretern ausgemacht.

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