Auch Schulärzte sollen impfen
Impfpflicht für Kinder noch unklar

Ein Mädchen bei seiner ersten Corona-Impfung am Montag, 15. November 2021, in Wien. Im Austria Center Vienna in Wien geht die österreichweit erste Impfstraße für Kinder zwischen fünf und elf Jahren in Betrieb.
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  • Ein Mädchen bei seiner ersten Corona-Impfung am Montag, 15. November 2021, in Wien. Im Austria Center Vienna in Wien geht die österreichweit erste Impfstraße für Kinder zwischen fünf und elf Jahren in Betrieb.
  • Foto: ROLAND SCHLAGER / APA / picturedesk.com
  • hochgeladen von Ted Knops

Am Donnerstag hat die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) Grünes Licht für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von BioNTech und Pfizer bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren gegeben. Daraufhin häuften sich die Aufrufe zur Impfung. Dabei sprach sich Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) ebenso dafür aus wie auch das Nationale Impfgremium (NIG). Aktuell ist noch nicht klar, ob die Schutzimpfung für Kinder auch unter die geplante Impfpflicht ab Februar fällt. Die Länder appellierten unterdessen dafür, die Schulen weiter offenzuhalten. Um dies zu gewährleisten, sollen Schulärzte beim Impfen gegen das Corona-Virus helfen.

ÖSTERREICH. Bildungsminister Heinz Faßmann kämpft weiter um offene Schulen. Nach Zulassung des Corona-Vakzins von BioNTech und Pfizer wandte sich Faßmann am Donnerstag per Brief an die Landeshauptleute. Um auch weiterhin offene Schulen gewährleisten zu können, bietet er Hilfe bei der Impfung von Schülern an. Denn "nur die Impfung" könne die Pandemie aufhalten, heißt es im Brief. Faßmann erinnert die Landeschefs, dass man auch Schulärzte "mit der Durchführung von Impfungen im Rahmen des gemeinsamen kostenfreien Impfprogramms des Bundes beauftragen" könne.

Sollte es eine Impfpflicht für Kinder geben?

Einigkeit über offene Schulen

Das Grüne Licht für die Kinderimpfung wurde auch von der heimischen Ampelkommission begrüßt. Auch diese hält eine Schließung des Bildungsbereiches für "die Ultima Ratio". Darüber waren sich am Donnerstag auch die Bildungslandesreferenten einig. Bei einer Sitzung mit dem Bildungsminister habe es auch von den Teilnehmenden ein Bekenntnis zu offenen Schulen gegeben.

"Schülerinnen und Schüler haben sich in der Pandemie solidarisch gezeigt. Sie mussten in den letzten 20 Monaten auf viel verzichten. In der jetzigen Phase der Pandemie haben sie ein Recht auf so viel Normalität und Unterstützung wie möglich. Ich bin froh, dass wir uns darüber einig sind", so Faßmann in einer Aussendung.

Impfpflicht für Kinder noch unklar

Aktuell ist noch nicht klar, ob die Schutzimpfung für Kinder auch unter die geplante Impfpflicht ab Februar fällt. Das müsse breit mit Experten besprochen werden, so Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne). Für die FPÖ stellt die Kinderimpfung einen weiteren "Tabubruch" dar. In einer Aussendung forderte FPÖ-Chef Herbert Kickl den Gesundheitsminister auf, klarzustellen, ob die Impfpflicht auch für Kinder gelte. Der stellvertretende NEOS-Klubobmann Gerald Loacker forderte, dass eine rasche und umfassende Ausarbeitung und Umsetzung eines niederschwelligen Beratungsangebots für Österreich.

Schwere Verläufe auch bei Kindern möglich

In der "ZiB2" am Donnerstagabend empfahl auch die Leiterin des NIG, Ursula Wiedermann-Schmidt, die Impfung für alle Kinder ab fünf Jahren. Dabei müsse man besonderes Augenmerk auf jene Kinder legen, die selbst Risikoerkrankungen hätten wie Tumore, Immunsuppression, Lungen- oder Herzerkrankungen und Trisomie 21. Zudem sei die Impfung auch für Kinder aus Familien wichtig, in denen Mitglieder gesundheitlich beeinträchtigt seien, so Wiedermann-Schmidt.

Wiedermann-Schmidt betonte, dass schwere Krankheitsverläufe prinzipiell bei jedem Kind möglich seien. Man könne nicht vorhersagen, welches Kind betroffen sein werde. Zudem habe die besonders aggressive Delta-Variante gezeigt, dass die Infektionszahlen auch bei Kindern steigen, und so auch das Risiko für schwere Verläufe bei ihnen zunehme.

NIG empfiehlt auch Kinderimpfung ab fünf Jahren
Covid führt bei Kindern zu meisten Spitalsaufenthalten
Faßmann: "Kinder brauchen offene Schulen"

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