Corona-Pandemie
Impfpflicht steht unmittelbar vor dem Aus

Das Aus Impfpflicht der Impfpflicht soll noch am Donnerstag verkündet werden.
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  • Foto: SALK/Doris Wild
  • hochgeladen von Nina Schemmerl

Medienberichten zufolge soll die Abschaffung der Impfpflicht noch am Donnerstag offiziell verkündet werden.

ÖSTERREICH. Derzeit ist die Impfung noch per Gesetz gültig, jedoch per Verordnung ausgesetzt. Nun steht die Regelung vor der kompletten Abschaffung, wie der Standard von mehreren Abgeordneten erfahren haben will. In welcher Form dies geschehen soll, sei noch unklar, fest stehe nur, dass die Entscheidung noch am Donnerstag verkündet werde.

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Infektionskurve steigt

Der Zeitpunkt der Abschaffung kommt überraschend, steigt doch die Infektionskurve seit einigen Wochen wieder stark an. Am Mittwoch meldeten die Behörden erstmals seit Langem wieder über 10.000 Corona-Neuinfektionen.

Neue Maßnahmen will Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) derzeit aber nicht setzen, wie er am Mittwoch vor dem Ministerrat erklärte. Die Zielsetzung sei nun in einen Modus zu kommen, in dem man mit Covid leben könne. Man setzte auf "Eigenverantwortung", so Rauch. Mit einer Rückkehr der Maskenpflicht müsse man laut dem Gesundheitsminister im Herbst aber sehr wohl rechnen.

Verdreifachung der Covid-Fälle in Spitälern

Auch wenn die Impfpflicht nun abgeschafft werden sollte, hofft die Bundesregierung darauf, dass sich möglichst viele Menschen gegen das Corona-Virus impfen lassen. Eine entsprechende Impfkampagne ist geplant. Außerdem berät das nationale Impfgremium momentan über eine Empfehlung der vierten Impfung für alle. 

Unterdessen geht das Covid-Prognosekonsortium davon aus, dass sich die steigenden Corona-Infektionsanzahlen schon bald in den Spitälern bemerkbar machen werden. In den kommenden zwei Wochen müsse mit einer Verdreifachung der Covid-19-Patientinnen und -Patienten im Normalpflegebereich gerechnet werden. Auf den Intensivstationen rechnen die Expertinnen und Experten bis Anfang Juli mit doppelt so vielen stationär aufgenommenen Covid-Kranken wie derzeit.

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