Tourismus 2022
Kocher erhöht Kontingente für Saisoniers

Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP)nimmt beim Kontingente für Saisoniers eine Erhöhung um 60 Prozent plus Überziehung bis zu 50 Prozent vor.
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  • Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP)nimmt beim Kontingente für Saisoniers eine Erhöhung um 60 Prozent plus Überziehung bis zu 50 Prozent vor.
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Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP)nimmt beim Kontingente für Saisoniers eine Erhöhung um 60 Prozent plus Überziehung bis zu 50 Prozent vor. In Spitzenzeiten sind das bis zu 3.000 Saisoniers im Tourismus. Österreichweit sind aktuell rund 36.000 Menschen im Tourismus auf Arbeitssuche.

ÖSTERREICH. Kommendes Jahr soll es im Tourismus deutlich mehr Saisonarbeitskräfte geben, wenn es nach Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) geht. Er hat am Donnerstag vorgeschlagen, das Kontingent für Saisoniers im Tourismus um 60 Prozent auf rund 2.000 zu erhöhen.

Kocher will Personalmangel entgegenwirken

Diese Quote soll in Spitzenzeiten noch um die Hälfte überzogen werden können, sodass in der Hochsaison bis zu 3.000 Saisonarbeiter die Branche verstärken sollen. Dazu kommen noch bis zu 1.000 „Stammsaisoniers". Kocher: “Ziel ist es, vor allem im Tourismus, in dem die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften sehr hoch sein wird, dem Personalmangel entgegenzuwirken.“

Warum nicht auf verfügbare Österreicher zurückgreifen?

Aus Sicht der Arbeiterkammer sind nicht nur die Zahlen für Saisoniers zu hoch, die AK kritisiert das Konzept der Saisonarbeiter grundsätzlich. "Sinnvoller als eine Aufstockung des Kontingents für Saisonarbeiter wäre es auf die ohnehin verfügbaren Arbeitskräfte in Österreich zurückzugreifen", so AK-Experte Johann Peyrl. Das gelte insbesondere für Asylwerber, für deren Integration Saisonarbeit positive Auswirkungen hätte, während Saisonarbeit "ein falsches Migrationsmodell" sei, da es keinerlei Integrationsschritte gebe.

36.000 Menschen suchen im Tourismus Job

Saisonarbeiter würden auch oft schlechte Arbeitsbedingungen akzeptieren müssen, um in der nächsten Saison wieder eine Arbeitsbewilligung zu bekommen, sagt Peyrl. "Minister Kocher verhöhnt mit seinen Plänen jene Kolleginnen und Kollegen, die in Österreich auf Arbeitssuche sind. Er hat noch immer nicht erkannt, dass endlich die Arbeitsbedingungen zu verbessern sind, anstatt Arbeitskräfte aus dem Ausland zu holen, die für wenig Geld bereit sind, alles zu tun", kritisiert auch Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus der Gewerkschaft vida, den Vorschlag Kochers. Österreichweit seien 36.000 Menschen dem Tourismus zugeordnet und auf Arbeitssuche, daher brauche es keine zusätzlichen Arbeitskräfte aus dem Ausland.

Arbeiten Saisonarbeiter in Österreich unter schlechte Arbeitsbedingungen?

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