Corona-Ticker Österreich
Massentests in Österreich beginnen am 5. Dezember

Am ersten Dezember-Wochenende (5. und 6. Dezember) sollen alle Landes- und Bundeslehrer sowie Kindergartenbetreuer getestet werden. Das sind rund 200.000 Personen.
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  • Am ersten Dezember-Wochenende (5. und 6. Dezember) sollen alle Landes- und Bundeslehrer sowie Kindergartenbetreuer getestet werden. Das sind rund 200.000 Personen.
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In unserem Corona-Ticker findest du nationale Entwicklungen zur Corona-Pandemie. Allgemeine Fragen: Informations-Hotline 0800 555 621. Bei Verdacht auf Infektion: 1450. Wir tickern hier täglich bis 14.00 Uhr für dich.

Aktuelle Zahlen:
AGES Dashboard:*228.058 Laborbestätigte Fälle; 114.469 aktive Fälle; Genesene Fälle 111.571; Verstorbene Fälle 2.018; Testungen 2.756.290 (Österreich Zeitraum 27.02.2020 bis 19.11.2020 00:00:00).

Die wichtigsten Corona-Nachrichten im Überblick:

  • Von Donnerstag auf Freitag wurden 6.668  Neuinfektionen in Österreich verzeichnet. Die Zahl der Intensivpatienten stieg österreichweit auf insgesamt 687. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bezeichnete dies als "Stagnation auf dramatisch hohem Niveau".
  • Am ersten Dezember-Wochenende (5. und 6. Dezember) sollen alle Landes- und Bundeslehrer sowie Kindergartenbetreuer getestet werden. Das sind rund 200.000 Personen. Am 7. und 8. Dezember folgt dann die Testung aller 40.000 Polizisten.
  • Die Corona-Kommission kam zum gleichen Ergebnis wie in der Vorwoche. Die Corona-Ampel bleibt daher auf "Rot" gestellt. Das gilt für alle Bezirke, alle Bundesländer und Österreich als Staat.
  • In Österreich hat es am Mittwoch erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 100 Tote binnen 24 Stunden gegeben. Von Dienstag auf Mittwoch starben 109 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion. Von Donnerstag auf Freitag wurden erneut mehr als 100 Corona-Tote gemeldet (108).
  • Gesundheitsexperten fordern Strategien und Konzepte für die Zeit nach dem momentanen Lockdown. Beim Weihnachtsfest nicht das "verspielt" werden, was zuvor mit Anstrengungen erreicht wurde.

200.000 Massentests für Lehrer in Österreich am 5. und 6. Dezember

Die Pläne für die geplanten Corona-Massentests in Österreich sind fertig. Demnach sollen am ersten Dezember-Wochenende (5. und 6. Dezember) und somit zum Ende des harten Lockdowns alle Landes- und Bundeslehrer sowie Kindergartenbetreuer getestet werden. Das sind rund 200.000 Personen.

Am 7. und 8. Dezember soll dann die Testung aller 40.000 Polizisten folgen. Kurz vor Weihnachten ist zudem eine breit angelegte Testreihe für die gesamte österreichische Bevölkerung geplant. Die Teilnahme daran ist aber freiwillig.

Zur Vorbereitung der Massentests vor Weihnachten werden zudem in der ersten Dezemberwoche in ausgewählten Gemeinden mit hohen Inzidenzwerten Gratis-Testungen an der Bevölkerung durchgeführt. Anfang 2021 ist eine zweite Massentest-Reihe in ganz Österreich geplant, gab die Regierung am Freitag bekannt.

Sieben Millionen Antigen-Schnelltests wurden bereits bestellt. Eine weitere Bestellungen ist in Planung. Die Kosten für die ersten sieben Millionen Tests belaufen sich auf 50 Mio. Euro. Verwendet werden Tests der Firmen Roche (vier Millionen Tests) und Siemens (drei Millionen Tests).

Die organisatorische und logistische Abwicklung der Massentests liegt beim Bundesheer, teilte Michael Bauer, Sprecher des Verteidigungsministeriums/Wien, via Twitter mit.

Bayr kritisiert Missbrauch der Pandemie zum Einschränken der Grundrechte

"Die Debatte zur Athen-Deklaration zum Schutz von Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit während Gesundheitskrisen ist besorgniserregend und schürt Zweifel an der gemeinsamen Grundlage der Länder des Europarates", betont Petra Bayr, SPÖ-Nationalratsabgeordnete und heute Erstrednerin der Fraktion der SozialdemokratInnen, DemokratInnen und Grünen im ständigen Ausschuss der parlamentarischen Versammlung des Europarates in der heutigen dringlichen Debatte.

Bayr kritisiert, dass manche Länder die Pandemie missbrauchen, um Menschenrechte einzuschränken und die Rechtsstaatlichkeit zu beschneiden: "Polen und die Türkei haben die Zustimmung zur Athen-Deklaration mit Bezug auf die Istanbul-Konvention verweigert. Diese Länder möchten die Rechte von Frauen sowie die Rechte von LGBTIQ-Personen einschränken. Wir werden aber nicht akzeptieren, dass Länder, die Mitglied des Europarates sind, die Grundrechte der Gemeinschaft, wie Nichtdiskriminierung und das Recht auf Selbstbestimmung, nicht akzeptieren", unterstreicht Bayr.

Bayr betont, dass speziell Ungarn, das kommendes Jahr den Vorsitz im Europarat übernehmen möchte, die Grund- und Frauenrechte einhalten muss: "Es kann nicht sein, dass ein Land den Vorsitz des Europarates übernimmt und die Selbstbestimmung von Frauen mit Füßen tritt. Das werden wir, die anderen Mitglieder des Europarates, nicht zulassen", ist Bayr sicher und fordert Ungarn auf, seine Haltung zu ändern.

Aktuelle Kennzahlen aus Wien

Stand Freitag, 20. November 2020, sind in Wien 52.906 positive Testungen bestätigt. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle beträgt 513.

Drei Frauen (45,81,81) und fünf Männer (71, 81, 82,87, 97) sind verstorben.

Nachgemeldet wurden 28 verstorbene Personen, die im Zeitraum zwischen 22. Oktober 2020 bis 14. November 2020 verstorben sind. Grund sind etwa Obduktionen bei teilweise unklaren Todesfällen oder Nachmeldungen aus privaten Krankenanstalten. Bei den nachgemeldeten Personen handelt es sich um 11 Männer, 17 Frauen zwischen 56-98 Jahren.36.490 Personen sind genesen.

Am Donnerstag wurden in Wien 8.256 Corona-Tests vorgenommen, das macht insgesamt 762.133 Testungen.

Betreuungsbedarf an Schulen bleibt konstant

Der Betreuungsbedarf an den Schulen bleibt auch während der kommenden Woche und der Umstellung auf Distance Learning in etwa konstant. In der laufenden Woche haben über ganz Österreich und alle Schultypen gerechnet im Schnitt rund 15 Prozent von der Schulbetreuung Gebrauch gemacht, zeigen die Zahlen des Bildungsministeriums 

Mit zwölf Prozent war die Inanspruchnahme am Freitag am geringsten. Auch für die nächste Woche haben die Eltern in etwa den gleichen Bedarf angemeldet. Auch in den Bundesländern sind die Unterschiede nicht allzu groß. Oberösterreich, Salzburg und Kärnten rechnen für die kommende Woche mit jeweils rund 17 Prozent Anwesenheit. In der Steiermark sind es etwa zehn und im Burgenland elf Prozent. Die anderen Bundesländer liegen in etwa im Österreich-Schnitt. 

Die Rückkehr zum Präsenzbetrieb ist für den 7. Dezember geplant.

Wiens Tourismus verzeichnet weiter massive Einbrüche

Dem Wiener Tourismus macht die Corona-Krise weiterhin schwer zu schaffen. So wurden im Oktober um 84,5 Prozent weniger Nächtigungen als im Vorjahresmonat verzeichnet. Nur 242.000 Übernachtungen wurden in der Bundeshauptstadt gezählt. Österreichische Gäste machen davon rund die Hälfte aus, wie der Wien-Tourismus am Freitag in einer Aussendung mitteilte.

Die Ankünfte gingen um 85,3 Prozent auf 105.000 zurück. Die durchschnittliche Auslastung der Hotelbetten sank auf 11,8 Prozent (10/2019: 64,7), jene der Zimmer auf rund 15 Prozent (10/2019: rund 84). Insgesamt waren im Oktober rund 55.000 Hotelbetten in Wien verfügbar, das waren rund 11.000 Betten weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Auch die bisherige Jahresbilanz ist stark von der Corona-Krise geprägt. Mit rund 4,417.000 Nächtigungen von Jänner bis Oktober liegt die Bundeshauptstadt knapp 70 Prozent unter dem Vorjahreswert des selben Zeitraums. Das spiegelt sich auch in den Umsätzen der Beherbergungsbetriebe wider: Diese brachen bis inklusive September um mehr als zwei Drittel (minus 71,5 Prozent) ein. In Summe nahm die Wiener Hotellerie heuer nur knapp 209 Mio. Euro ein.

Mehr als 100.000 PCR-Tests am Flughafen Wien durchgeführt

Am Flughafen Wien in Schwechat sind seit Anfang Mai mehr als 100.000 PCR-Tests auf das Corona-Virus durchgeführt worden. In Spitzenzeiten soll der Airport etwa ein Zehntel aller diesbezüglichen Untersuchungen in Österreich abgewickelt haben, hieß es in einer Aussendung am Freitag. Vorstand Günther Ofner sprach sich erneut für eine "europaweite Teststrategie und Vereinheitlichung der Reisebestimmungen" aus.

Vorarlberg baut Intensivbetten-Kapazität weiter aus

Vorarlberg hat die Zahl der Intensivbetten in den Krankenhäusern abermals aufgestockt. Am Freitag standen landesweit 79 statt der bisherigen 71 Intensivbetten zur Verfügung, teilte die Vorarlberger Krankenhausbetriebsgesellschaft mit. Aktuell benötigen 40 von 212 stationär betreuten Corona-Patienten eine Intensivbehandlung. Das sind um vier Personen weniger als noch am Donnerstag. Durch die Kapazitätserhöhung waren somit noch 24 Intensivbetten für alle Patientengruppen frei.

Die Kapazitäten auf den Normalstationen ist deutlich größer. Von 432 Normalbetten für Corona-Patienten waren am Freitag noch 260 frei. Seit Freitag steht nun auch das Notversorgungszentrum auf dem Messegelände in Dornbirn zum Einsatz bereit. Im Bedarfsfall könnten dort bis zu 200 Corona-Patienten untergebracht werden.

Corona-Impfung steht "knapp vor unseren Türen"

Mehrere Hersteller möglicher Corona-Impfstoffe veröffentlichten innerhalb der vergangenen beiden Wochen positive Zwischenergebnisse. Eine Impfung "steht knapp vor unseren Türen", sagte Alexander Herzog, Generalsekretär des Verbands der pharmazeutischen Industrie (Pharmig) am Freitag. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass Anfang des kommenden Jahres Impfstoffe zur Verfügung stehen", meinte auch Renee Gallo-Daniel, Präsidentin des Verbands der Impfstoffhersteller (ÖVIH).

Weniger Neuinfektionen aber wieder mehr als 100 Tote

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen scheint sich in Österreich langsam zu stabilisieren. Allerdings sind in den vergangenen 24 Stunden erneut mehr als 100 Tote gemeldet worden. Seit Donnerstagvormittag wurden 6.668 neue Fälle verzeichnet. Im gleichen Zeitraum starben 108 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion. In den Spitälern gab es einen geringen Zuwachs. Demnach mussten am Freitag insgesamt 15 Patienten mehr in Spitälern behandelt werden als am Donnerstag. Vier davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung.

Insgesamt 4.629 Covid-19-Erkrankte lagen am Freitag in den österreichischen Spitälern. 687 davon benötigten eine intensivmedizinische Versorgung. Das geht aus den Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium hervor.

Österreichweit gab es am Freitag 76.644 aktive Fälle. Im Schnitt hatte es in der vergangenen Woche 6.303 Neuinfektionen täglich gegeben. Vergangenen Freitag war in Österreich mit 9.586 Neuinfektionen der bisher höchste Wert gemeldet worden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betrug am Freitag 495,7 und lag damit das erste Mal seit 8. November wieder unter 500.

Seit Beginn der Pandemie wurden österreichweit 235.351 Menschen positiv getestet. 156.483 gelten als genesen.

Neuinfektionen der vergangenen 24 Stunden:

  • Burgenland: 210
  • Kärnten: 486
  • Niederösterreich:950
  • Oberösterreich: 1.301
  • Salzburg: 410
  • Steiermark: 924
  • Tirol: 690
  • Vorarlberg: 417
  • Wien: 1.280

ÖGB: Schwangere Arbeitnehmerinnen besser schützen

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) fordert mehr Schutz für schwangere Arbeitnehmerinnen während der Corona-Krise. "Es braucht dringend auch für werdende Mütter mehr Schutzmaßnahmen, klare Regelungen und die Möglichkeit, früher in den Mutterschutz zu gehen", sagte ÖGB-Vizepräsidentin Korinna Schumann am Freitag. Zudem sollten Unternehmen auch den Kündigungs- und Entlassungsschutz für Schwangere respektieren und diese nicht zur einvernehmlichen Auflösung ihres Dienstvertrags drängen.

Viele schwangere Arbeitnehmerinnen würden sich verzweifelt an den ÖGB wenden, weil sie sich Sorgen um ihr ungeborenes Kind und ihre eigene Gesundheit machen, hieß es in einer Aussendung. Momentan gebe es zwar keinen konkreten Hinweis darauf, dass das Corona-Virus auf das Kind im Mutterleib übertragbar sei, aber auch nicht ausreichend Erfahrungsberichte. Vor allem Arbeitnehmerinnen mit Kundenkontakt und solche, die nicht im Homeoffice arbeiten können, seien aktuell einem erhöhten gesundheitlichem Risiko ausgesetzt. "Der Schutz von schwangeren Frauen muss gerade auch in der Corona-Pandemie gewährleistet werden. Wir fordern daher in dieser sehr belastenden Ausnahmesituation die Möglichkeit auf vorzeitigen Mutterschutz für schwangere Arbeitnehmerinnen", so die ÖGB-Frauenvorsitzende.

Außerdem kritisiert sie, dass viele Unternehmen Schwangere aufgrund der Corona-Pandemie zur einvernehmlichen Auflösung ihres Dienstvertrages drängen würden. Allerdings verlieren sie dadurch den Anspruch auf das einkommensabhängige Kindergeld. Schumann appelliert daher an schwangeren Arbeitnehmerinnen, nichts unüberlegt zu unterschreiben. "Schwangere haben einen Kündigungs- und Entlassungsschutz – auch in der Corona-Krisenzeit!"

Oberösterreich verlängert Besuchsverbot in Altersheimen und Spitälern

Oberösterreich verlängert das seit 10. November bestehende Besuchsverbot in Alters- und Pflegeheimen sowie in Spitälern bis einschließlich 6. Dezember. Das teilten Gesundheitsreferentin LHStv. Christine Haberlander (ÖVP) und Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) am Freitag mit. Aufgrund der weiterhin hohen Infektionszahlen in den Heimen und der Krankenhausauslastung sei der Schritt leider unumgänglich.

Den beiden Politikerinnen sei bewusst, wie wichtig persönliche Treffen für ältere und kranke Menschen sind. Aber eine Infektion in einem Altersheim oder einem Spital könne lebensgefährlich sein. Sie appellierten an alle, sich an die derzeit gesetzten Maßnahmen zu halten, "so dass wir die Zahlen wieder senken können und Besuche mit Ende des Lockdowns wieder möglich sind".

Die Situation in den 135 oberösterreichischen Alters- und Pflegeheimen ist noch immer angespannt. Stand Donnerstag waren 605 Bewohner und 542 Mitarbeiter aus 118 Einrichtungen Corona-positiv. Seit Ausbruch der Pandemie sind laut Krisenstab 166 Bewohner gestorben, 14 davon bis zum 7. September und 152 danach.

Anzahl der Infektionen und Todesfälle nach Alter in Österreich

Distance Learning laut Eltern nun "deutlich organisierter"

Im Vergleich zum ersten Lockdown verläuft das Distance Learning an den Schulen nun "deutlich organisierter". Das gilt besonders für den Bereich der Mittelschulen und AHS-Unterstufe, so die Rückmeldungen bei den großen Elternverbänden am Ende der ersten Woche. Allerdings dürfte es aber vor allem an den AHS-Unterstufen deutliche Unterschiede beim Umfang der Aufgaben und des durchgeführten Unterrichts geben.

Nationalrat: Schon wieder Budget-Panne

Fehlende Unterschrift lässt Budget platzen

Antigentests für die Behörden in Salzburg derzeit Ausnahme

Auch in Salzburg ändert sich die Teststrategie trotz der jüngst vom Gesundheitsministerium neu geschaffenen Möglichkeiten nicht. Im Bundesland werden nach wie vor alle Menschen mit Corona-Symptomen und alle Kontaktpersonen der Kategorie 1 getestet. Die Gesundheitsbehörden verwenden dazu fast ausschließlich PCR-Tests. "Momentan liegt genug Testmaterial vor", sagte der Sprecher des Landes, Franz Wieser, am Freitag der APA.

Allerdings kommen Antigen-Schnelltests kommen für die regelmäßigen Screenings von Mitarbeitern in Seniorenwohnheimen und Krankenanstalten zum Einsatz. Auch die zwei mobilen Testteams im Schulbereich verwenden Schnelltest, um Verdachtsfälle an Ort und Stelle abzuklären. "Jeder positive Antigentest wird aber zusätzlich mit einem PCR-Test bestätigt", sagte Wieser. 

Umfrage: ein Viertel der Österreicher für verpflichtende Corona-Massentests

Laut einer Umfrage des Fernsehsenders "ATV" sind 28 Prozent der Österreicher für eine verpflichtende Durchführung der von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) angekündigten Corona-Massentests. 69 Prozent sind der Meinung, dass diese auf freiwilliger Basis durchgeführt werden sollten. FPÖ- und SPÖ-Wähler seien am stärksten für die Freiwilligkeit der Tests, heißt es in einer Aussendung des Fernsehsenders. 

Wie sollten die Corona-Massentests durchgeführt werden?

Uni Graz: Massentest in Österreich dauern Monate

Die Universität Graz untersuchte, ob Massentests für neun Millionen Menschen in Österreich innerhalb von wenigen Wochen überhaupt möglich sind. Momentan werden täglich rund 30.000 Menschen in Österreich auf das Corona-Virus getestet. Realistisch betrachtet, könnte eine Durchtestung der gesamten Bevölkerung zwischen vier und sechs Monate dauern, so der Logistik-Forscher Marc Reimann und die Universität Graz am Freitag.

"Bei der gegenwärtigen Kapazität würden wir folglich zehn Monate brauchen, um ganz Österreich zu testen", so der Forscher. Selbst mit einer Verdoppelung der vorhandenen Ressourcen, würde ein Screening der neun Millionen Einwohner noch immer vier bis sechs Monate dauern.

Wiener Kindergärten: Knapp die Hälfte kommt

Während des zweiten Lockdowns bleiben die österreichischen Kindergärten und Schulen für all jene geöffnet, die Betreuung und Lernunterstützung benötigen. Wiens städtische Kindergärten sind auch in dieser Zeit gut besucht. "Die Kinderfreunde" ist ein privater Betreiber und bietet rund 12.000 Kindern Platz in ihren Kindergärten und Horten. Auch während des Lockdowns kommen rund zwei Drittel der Kinder weiter in die Betreuungsstätten der "Kinderfreunde", hieß es im Radio Wien. Schon am Montag vor dem Lockdown wurde eine Bedarfserhebung durchgeführt. Die zeigte, dass eine starke Nachfrage für die Kinderbetreuung auch während des Lockdowns besteht.

Die Besuchszahl bei den städtischen Kindergärten fällt etwas kleiner aus. Hier kommen 43 Prozent der Kinder trotz Lockdowns. Nächste Woche soll die Auslastung ähnlich hoch sein. Allerdings hänge der Grad der Auslastung einzelner Kindergärten sehr stark vom Standort ab.

Deutlich geringer fällt die Auslastung in den Schulgebäuden aus. Diese betrug am Dienstag nur knapp 14 Prozent. Laut Bildungsdirektion waren 22 Prozent der Schüler in der Volksschule anwesend. In Mittelschulen und der AHS-Unterstufe seien 6,1 Prozent und 3,5 Prozent der Schülerinnen und Schüler in den Schulen gewesen. 

Insider: EU könnte neun Milliarden Euro für Curevac- und Biontech-Impfstoffe zahlen

einem Insider zufolge könnte die Europäische Union rund neun Milliarden Euro für Hunderte Millionen Dosen der Corona-Impfstoffe der Partner Pfizer und BioNTech sowie von CureVac zahlen müssen. Die EU werde im Fall einer behördlichen Zulassung 15,50 Euro pro Dosis des Impfstoffs der deutschen Biotechfirma Biontech und des US-Pharmakonzern Pfizer zahlen, so eine mit den Verhandlungen vertraute Person zur Nachrichtenagentur Reuters.

Für die 200 Millionen Dosen, die sich die EU gesichert hat, betrage der Preis dann insgesamt 3,1 Milliarden Euro. Inklusive der weiteren optionalen 100 Millionen Dosen, würde sich die Summe dann auf insgesamt 4,65 Milliarden Euro belaufen. Außerdem will die EU der deutschen Biotechfirma Curevac zehn Euro je Dosis für anfänglich 225 Millionen Dosen zahlen, so der Insider weiter. Zudem hat die EU eine Option auf weitere 180 Millionen Curevac-Dosen. Bei diesen ist allerdings nicht sicher, ob diese dann zu zehn oder zwölf Euro verkauft würden.

Welttag der Kinderrechte: Hilferuf für das Wohl der Kinder

Die Corona-Pandemie verschärft die Ungleichheiten bei Kindern und Jugendlichen noch einmal deutlich, warnt der breit aufgestellte Verband Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit. Und auch der Bundesverband Österreichischer Kinderschutzzentren warnt:

Die jetzige Situation ist für viele Familien viel dramatischer, als im Frühjahr und es gibt massive Nutzungsbarrieren. "Umso wichtiger ist, dass Familien wissen, wohin sie sich wenden können, wenn sie Hilfe brauchen", betont Dr.in Adele Lassenberger, Vorsitzende im Bundesverband Österreichischer Kinderschutzzentren. Und dass diese Hilfe auch gewährleistet werden kann. Über 30 Kinderschutzzentren gibt es in ganz Österreich und sie sind auch während des Lockdowns da und erreichbar. "Wir sind Ansprechpartner*innen, wenn Kinder und Jugendliche und ihre Bezugspersonen nicht mehr weiter wissen oder jemand sich Sorgen um ein Kind macht".

Webseite der Österreichischen Kinderschutzzentren

Italien will ab Jänner 2021 mit Massenimpfung starten

Das Nachbarland Italien will ab 2021 mit Massenimpfungen gegen das Corona-Virus starten. Die italienische Regierung geht davon aus, dass schon ab Jänner 3,4 Millionen Dosen Impfstoff im Land verfügbar sein werden. "Innerhalb einiger Monate können wir mit Impfungen auf breitem Niveau starten", so Regierungskommissar Domenico Arcuri.

Eine Impfpflicht sei vorerst nicht vorgesehen. "Wir hoffen, dass wir bis zum dritten Quartal 2021 einen Großteil der Italiener geimpft haben werden. Wir wissen aber nicht wie viele Italiener sich impfen lassen wollen", sagte Arcuri. Man plane eine Plattform zur Registrierung geimpfter Bürger. Geimpfte sollen dann eine Bescheinigung erhalten, so Arcuri.

Kultur-Lockdown: Staatsoper größter Empfänger der Zusatzmittel

Österreich hat  den bundeseigenen Theater und Museen heuer angesichts der Corona-Krise insgesamt 33,5 Mio. Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt: 15 Mio. Euro flossen bereits im Frühjahr, 18,5 Mio. Euro im Herbst. Nun liegen detaillierte Zahlen vor, wie genau die Mittel aus dem Covid-19-Krisenbewältigungsfonds verteilt wurden. Ziel bei der Verteilung sei es gewesen, die Liquidität und den Bestand zu sichern, Arbeitsplätze zu erhalten und die Auswirkungen des Lockdowns auszugleichen.

Die Bundesmuseen erhielten 2020 insgesamt 23,1 Mio. Euro an zusätzlichen Mitteln:

  • Kunsthistorisches Museum: 6,4 Mio. Euro
  • Albertina: 6,2 Mio. Euro
  • Belvedere: 6,2 Mio. Euro
  • Naturhistorisches Museum: 2,4 Mio. Euro
  • MAK: 0,5 Mio. Euro
  • mumok: 0,5 Mio. Euro
  • Technisches Museum: 0,5 Mio. Euro
  • Österreichische Nationalbibliothek: 0,4 Mio. Euro

Die Bundestheater erhielten heuer 10,4 Mio. Euro an Covid-Sondermitteln:

  • Burgtheater: 1 Mio. Euro
  • Volksoper: 1,3 Mio. Euro
  • Staatsoper: 8,1 Mio. Euro

GPA: Teiber will Reiche zur Krisen-Kasse bitten

Barbara Teiber bleibt Vorsitzende der GPA, der größten Einzelgewerkschaft im ÖGB. In einem APA-Interview fordert Teiber, dass die finanziellen Folgen der Corona-Krise die Vermögenden zu tragen haben. Umsetzen könnte man dies beispielsweise über eine Millionärssteuer und eine erweiterte Digitalsteuer. Zudem will sich Teiber für eine Arbeitszeitverkürzung einsetzen.

Es war Teibers erste Wahl, obgleich sie die Privatangestellten-Gewerkschaft seit fast 2,5 Jahren anführt. Teiber übernahm die Führung von Wolfgang Katzian, der mitten in seiner Funktionsperiode zum ÖGB-Präsidenten aufstieg.

Niederösterreich setzt auf PCR- statt Antigentests

Niederösterreich setzt bei Untersuchungen auf das Corona-Virus weiterhin auf PCR-Tests. "Wir wenden bei behördlichen Testungen in Niederösterreich keine Antigentests an, weil wir genügend Kapazitäten haben, um diese mit PCR-Tests durchzuführen", erklärte ein Sprecher von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) am Donnerstag. Die Antigentests sollen aber in anderen Bereichen im Bundesland Verwendung finden.

Das Büro der Landesrätin gab an, dass Pflegeeinrichtungen ihre Mitarbeiter einmal pro Woche auf das Corona-Virus testen lassen müssen. Die Zentren seien dafür mit Antigentests von der AGES beliefert worden. Auch in den Praxen niedergelassener Ärzte, in Teststraßen von Arbeiter- und Wirtschaftskammer sowie in von Gemeinden organisierten Untersuchungen kämen die Antigentests zum Einsatz. "Im Fall eines positiven Ergebnisses muss hier auch ein PCR-Test nachgeholt werden", so der Sprecher.

Niederösterreich setzt bei Untersuchungen auf das Corona-Virus weiterhin auf PCR-Tests und nicht die Antigen-Tests.
  • Niederösterreich setzt bei Untersuchungen auf das Corona-Virus weiterhin auf PCR-Tests und nicht die Antigen-Tests.
  • Foto: Waldemar Brandt
  • hochgeladen von Ted Knops

Neuer Höchststand an Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Im Nachbarland Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23.648 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist am Freitag ein neuer Höchststand erreicht worden. Am Freitag vor einer Woche war mit 23.542 gemeldeten Fällen der bisherige Höchstwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der neu gemeldeten Fälle am Freitag um gut 1.000.

Corona-Ampel bleibt in Österreich weiterhin "Rot"

Die Corona-Ampel in Österreich bleibt rot: Die Corona-Kommission kam in ihrer Sitzung am Donnerstag zum gleichen Ergebnis wie bereits in der Vorwoche. Demnach besteht im gesamten Bundesgebiet weiterhin ein sehr hohes Infektionsrisiko. Aus diesem Grund bleibt die Corona-Ampel auch auf "Rot" gestellt. Das gilt für alle Bezirke, alle Bundesländer und Österreich als Staat.

Die Einschätzung der Kommission tabellarisch:

Regionen mit sehr hohen Risiko (rot):

  • Bezirke im Burgenland: alle
  • Bezirke in Kärnten: alle
  • Bezirke in Niederösterreich: alle
  • Bezirke in Oberösterreich: alle
  • Bezirke in Salzburg: alle
  • Bezirke in der Steiermark: alle
  • Bezirke in Tirol: alle
  • Regionen in Vorarlberg: alle
  • Wien

Die Einschätzung der Corona-Kommission erfolgte unter Berücksichtigung des Übertragungsrisikos, der Rückverfolgbarkeit der Übertragungsketten, der Testaktivität und der Ressourcenauslastung der Spitäler, heißt es auf der Webseite der Ampel-Kommission. Die detaillierten Kriterien für die Einschätzungen sind hier abrufbar. Die nächste Sitzung der Kommission findet am kommenden Donnerstag statt. Die finale Ampelschaltung wird im Anschluss an die Kommissionssitzung auf corona-ampel.gv.at veröffentlicht.

Die Infos des Vortags:

Mediziner fordern Konzepte für Zeit nach Lockdown

*Die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hat das Covid-19-Dashboard des Gesundheitsministeriums übernommen. Dadurch gibt es zahlreiche Änderungen. Die Zahlen werden nun nicht mehr stündlich, sondern einmal täglich um 14.00 Uhr aktualisiert. Aufgrund der Umstellung kann es zu größeren Zahlendifferenzen kommen. Dafür lassen sich aber Daten auf Bundeslandebene genauer darstellen.

Corona-Ampel:

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