Corona-Virus
Medizinerin im AKH positiv getestet, EU schließt Außengrenzen für 30 Tage

Eine Medizinerin des Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien wurde positiv auf Covid-19 getestet.
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Per Eilverfahren wurden am Wochenende die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Maßnahmen geschaffen, die die sozialen Kontakte in Österreich auch ein Minimum reduzieren sollen. Seit Mitternacht gelten landesweite Ausgangsbeschränkungen.

ÖSTERREICH. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat am Sonntagabend Österreicher im Ausland dazu aufgerufen, sich "dringendst auf den Weg" heim zu machen oder das Außenministerium zu kontaktieren. Der Flugverkehr von und nach Österreich werde  "fast zum Erliegen kommen", so Kurz. Zur Zeit werde der Flugbetrieb nur auf "Minimalbetrieb" durchgeführt, um Menschen heimzuführen. Sobald dies geschehen sei, sollen alle Flüge in Corona-Gefahrengebiete gestoppt werden, so Kurz. Derzeit gebe es Flugverbote für die Schweiz, Spanien, Frankreich, Russland, die Ukraine, Großbritannien und die Niederlande. 

Die wichtigsten Ereignisse vom Montag im Überblick

Anästhesistin im AKH und Pflegemitarbeiterin in Vorarlberg positiv getestet
Eine Anästhesistin im Wiener AKH ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das bestätigte Markus Pederiva, Sprecher der Generaldirektion des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV), am Montag auf APA-Anfrage. Unter welchen Umständen sich die Ärztin mit dem Corona-Virus infiziert hat, war Gegenstand der Untersuchungen. Die Medizinerin dürfte sich im Moment in Heimquarantäne befinden, hieß es. Ebenfalls positiv getestet wurde eine Pflegemitarbeiterin des Sozialzentrums Altach in Vorarlberg. Alle 33 Heimbewohner stehen deshalb für zwei Wochen unter Quarantäne. Bisher sind sie aber symptomfrei.

Magna Graz stellt Produktion für zwei Wochen ein
Der Fahrzeugbauer Magna Steyr in Graz stellt infolge der Corona-Krise den Betrieb ab morgen, Dienstag, bis 30. März vorübergehend ein. Das teilte das Unternehmen Montagabend per Aussendung mit. Der Grund: "Das Werk ist vor allem durch den Mangel an verfügbaren Teilen für die Gesamtfahrzeugproduktion betroffen."

Anschober: "Wir müssen uns schützen"
Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sagte am Montagabend in der ORF-Sendung "Konkret", er wolle die Zuwachskurve von derzeit 36 Prozent Neuansteckungen pro Tag auf "20, auf 15 auf zehn Prozent" herunterbringen. Die Regierung will Ende der Woche bewerten, ob die bisherigen Maßnahmen ausreichen. "Wir müssen uns schützen, unsere Infrastruktur, unsere Spitäler", so Anschober und fügte hinzu:"25 Prozent weniger soziale Kontakte bedeuten eine Halbierung des Ansteckungsrisikos". Zwar gebe es keine Versorgungsknappheit bei Lebensmitteln, ein Problem gebe es aber mit Schutzkleidern in Spitälern. "Da ist der Markt leer gefegt", so Anschober. Er begrüße deshalb Initiativen auf EU-Ebene.

2.000 Hotline-Anrufe in Vorarlberg
In Vorarlberg verzeichnet die Hotline 1450 derzeit rund 2.000 Anrufe pro Tag. Man schaffe es aber nach wie vor, nicht durchgekommene Anrufer innerhalb einer Stunde zurückzurufen, so Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP). Mittlerweile hat man die Kapazitäten auf 28 Personen aufgestockt, die mit den Anrufen beschäftig sind.

Van der Bellen dankt Da­heim­ge­blie­be­nen
Bundespräsident Alexander Van der Bellen danke am Montagnachmittag in den sozialen Medien allen, "die heute daheim geblieben sind und so Ihre persönlichen Kontakte auf das Notwendigste reduziert haben. Ihre heutige Rücksichtnahme kann morgen das Leben Ihrer Liebsten retten", schrieb der Bundespräsident. 

Alpenverein appelliert, auf Bergtouren zu verzichten
Um alpine Notfälle in Zeiten der Corona-Krise zu verhindern und somit medizinische Kapazitäten freizuhalten, appellierte der Österreichische Alpenverein am Montag an alle Bergsportler, vorläufig auf sportliche Aktivitäten in den Alpen zu verzichten. "Derzeit wird das medizinische Personal anderswo dringend gebraucht –die Situation soll nicht durch von Freizeitsportlern verursachten Unfällen zusätzlich verschärft werden,“ so Alpenvereinspräsident Andreas Ermacora per Aussendung. 

WHO: "Testen, testen, testen."
Die Weltgesundheitsorganisation WHO ruft die Staaten dazu auf, mehr zu testen. "Wir haben eine einfache Botschaft: Testen, testen, testen", so WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag. Man könne ein Feuer nicht mit verbundenen Augen bekämpfen. Erkrankte seien nach Abklingen der Symptome noch rund zwei Wochen infektiös.

Tirol bereitet 1.100 Betten für Erkrankte vor 
Das Land Tirol bereitet 1.100 zusätzliche Betten in Hotels, Krankenpflegeschulen und Reha-Zentren vor. Das gab der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Montag bei einer Videopressekonferenz bekannt. Man wolle keine Notkrankenstationen in Hallen errichten, hieß es. Zudem habe man in den Krankenhäusern des Landes rund 1.300 Betten, etwa durch die Verschiebung von nicht dringenden Operationen frei gespielt, sagte Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP). Außerdem habe das Land Tirol u.a. zwei Millionen Mundschutzmasken für 1,97 Millionen Euro bestellt.

Schüler blieben zu Hause
Laut dem Bildungsministerium waren heute in Österreich nur 5 bis 7 Prozent Schüler in den Schulen. Das Ministerium wies daraufhin, dass es aufgrund erhöhter Zugriffszahlen auf den verschiedenen Lernplattformen wie etwa der "Eduthek" zu Serverüberlastungen bzw. Verzögerungen kommen könne. Das Bildungsministerium arbeite intensiv an einer Lösung der Probleme.

AGES: Zahl der Infizierten in drei Tagen doppelt so hoch
Wie aus aktuellen epidemiologischen Berechnungen der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)- und TU-Graz-Fachleuten herausgeht, beträgt der Zeitraum bis zur Verdoppelung der Covid-19-Fälle in Österreich derzeit drei Tage. Die Berechnungen basieren auf 1.015 Covid-19-Erkrankungen bis zum Stand von Montagnachmittag. Demnach wächst die Zahl der Infizierten pro Tag um 26,2 Prozent. Ein Infizierter steckt durchschnittlich 1,44 weitere Personen an. 

Keine Kurzparkzonen in Wien und Klagenfurt
In der Bundeshauptstadt werden die Kurzparkzonenregelung ab morgen, Dienstag, aufgrund der aktuellen Situation aufgehoben. Parkscheinen, Parkuhren oder digitale Zahlungen via Apps müssen ab Morgen nicht mehr ausgefüllt werden. Alle Infos dazu hier. Auch in Klagenfurt werden die Kurzparkzonen, die Parkgebührenverordnung und die Gebührenpflicht für Parkstraßen aufgehoben. Mehr dazu hier. 

EU schließt Außengrenzen für nicht notwendige Reisen
Das solle für alle nicht absolut notwendigen Reisen zunächst für 30 Tage gelten, erklärte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag. 

Baustellen auf Österreichs Autobahnen werden eingestellt
Wie die Asfinag heute verlautbarte, werden alle nicht notwendigen Baustellen auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen bis auf Weiteres eingestellt. "Im Rahmen der Möglichkeiten werden verschiedene – vorwiegend administrative Tätigkeiten – für die Autobahn- und Schnellstraßen-Bauprojekte im Homeoffice weitergeführt“, so die beiden Geschäftsführer Andreas Fromm und Alexander Walcher. Mehr dazu hier. 

Kärnten richtet zwei weitere Hotlines ein
Ab morgen Dienstag gibt es eine eigene Landes-Hotline für Gesundheitsfragen in Kärnten. Für Corona-Gesundheitsfragen steht die Nummer 050 536 53 003 (von Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr) zur Verfügung. Für allgemeine Fragen und allgemeinen Parteienverkehr (nur bei Dringlichkeit und nach telefonsicher Anmeldung) ist die Hotline 050 536 22 132 erreichbar. Mehr dazu hier. 

1016 Fälle von Corona-Virus in Österreich
Das Sozialministerium veröffentlichte am Montag (Stand 15 Uhr) die aktuellen Corona-Virus Zahlen für Österreich. Bisher gab es 8.490 durchgeführte Testungen, 1016 bestätigte Fälle, 6 Personen sind genesen und drei Todesfälle. Nach Bundesländern heißt das: Tirol (254), Oberösterreich (202), Niederösterreich (152), Steiermark (139), Wien (128), Salzburg (58), Vorarlberg (55) , Kärnten (18) und Burgenland (10).

Lebensmitteleinzelhandel: Lehrlinge müssen Tätigkeit im Betrieb aufnehmen
"Lehrlinge einzelner Lehrberufe wie insbesondere 'Einzelhandel, Schwerpunkt Lebensmittelhandel', 'Einzelhandel, Schwerpunkt Feinkostfachverkauf' sowie 'Drogist' werden ab heute schulfrei gestellt", hieß es am Montag aus dem Bildungsministerium. Da für sie die Berufsschulzeit entfällt, müssen sie ihre Tätigkeit im Betrieb aufnehmen. Da dem Lebensmittelhandel in dieser Krisenzeit eine Schlüsselrolle zukomme, sei die Anwesenheit möglichst vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – auch der Lehrlinge – erforderlich, um die Grundversorgung zu gewährleisten. Die betroffenen Lehrlinge müssen in der Zeit, in der sie im Betrieb sind, keinen Unterrichtsstoff bearbeiten, so das Bildungsministerium. Bei der Leistungsfeststellung in den Berufsschulen wird auf diesen Umstand Rücksicht genommen. 

Post liefert weiter, Ausnahme Wertsendungen  
Die österreichische Post stellt auch weiterhin Sendungen zu. Postler vermeiden dabei aber jeglichen Kontakt mit Personen. Daher werden Pakete mit Einverständnis vor der Tür abgelegt. Die Annahme eines Pakets muss nicht mehr mit einer Unterschrift bestätigt werden. Das erledigt der Postler. Wertsendungen (darunter auch Pensionsauszahlungen) und Sendungen mit Nachnahme erfordern jedoch Kundenkontakt und müssen daher retourniert werden. Man arbeite an einer Lösung, hieß es bei der Post. Postfilialen sind weiterhin geöffnet. Pensionisten können sich ihr Geld in einer Post-Filiale abholen. Da diese Gruppe jedoch besonders gefährdet ist und zu Hause bleiben soll, arbeitet die Post an einer Lösung. 

Wiener Bürgermeister appelliert an Bevölkerung 
Laut der Stadt Wien ist es am Montag trotz der von der Bundesregierung vorgegebenen Ausgangsbeschränkungen in vielen Ämtern der Stadt zu Menschenansammlungen gekommen. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) richtete daher einen "dringenden Appell" an die Wienerinnen und Wiener: "weil ich nun verstärkt davon höre, dass viele Menschen die Gelegenheit der Ausgangsbeschränkung nutzen wollen, Ihre Amtswege jetzt in aller Ruhe zu erledigen – in den Bezirksämtern gibt es teilweise Schlangenbildungen – so auch in den Spitälern, weil viele gesundheitliche Fragen haben. Ich sage es mit aller Deutlichkeit: Riskieren Sie nicht Ihr Leben und das Leben all jener, die sich im Dienste der Öffentlichkeit engagieren. Bleiben Sie zu Hause und gehen Sie nur in wirklich dringenden und unablässigen Situationen auf ein Amt." 

Gewerkschaft fordert Beschränkung der Öffnungszeiten im Lebensmittel- und Drogeriehandel
Aufgrund des großen Andrangs in den Supermärkten seien viele der 160.000 Beschäftigen im Lebensmitteleinzelhandel in den Filialen über der Belastungsgrenze, sagte GPA-Vorsitzende Barbara Treiber im Gespräch mit der Austria Presse Agentur. „Die Handelsangestellten leisten gerade bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit gehende Arbeit, um die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln zu gewährleisten. Die Kundenfrequenzen sind vielerorts höher als zu Weihnachtsfeiertagen. Um ein Mindestmaß an Ruhezeit für die Beschäftigten im Lebensmittel- und Drogeriehandel zu gewährleisten, braucht es dringend eine Beschränkung der Öffnungszeiten von 8:30 Uhr bis maximal 18 Uhr“, appelierte Treiber per Aussendung. 

Austrian Airlines und Laudamotion stellen Flugbetrieb ein
Die Austrian Airlines teilte am Montag mit, ihren regulären Flugbetrieb mit Donnerstag einzustellen. Der letzte Flug werde am Donnerstag in den
Morgenstunden aus Chicago in Wien landen. Laut AUA bleibe ein Lang- und ein Mittelstreckenflugzeug für Hilfsflüge im Einsatz. Die Airline wird in den nächsten Tagen Rückholflüge durchführen. "Als österreichische Fluglinie sind wir uns unserer Verantwortung bewusst und werden in Zusammenarbeit mit der Regierung versuchen, so viele Österreicherinnen und Österreicher wie möglich nach Hause zu bringen", erklärte AUA-Chef Alexis von Hoensbroech per Aussendung. Davon betroffen sind alle Flüge bis zum 28. März 2020. Wer in diesem Zeitraum einen Flug gebucht habe, werde auf andere Fluglinien umgebucht, sofern möglich. Kurz drauf gab auch die Ryanair-Tochter Laudamotion bekannt, ihr Flugprogramm für den Zeitraum vom 16. März 24:00 Uhr bis 8. April 24:00 Uhr einzustellen. Betroffene Passagiere können entweder umbuchen oder ihr Geld zurückfordern.

Lebensmittelhandel such Mitarbeiter 
REWE-Österreich (Billa, Merkur, Bipa, Penny und Adeg) betonte am Montag, dass die Versorgung der österreichischen Bevölkerung gesichert sei. "Wir sind auf verstärkte Nachfrage vorbereitet, wir haben die Anlieferungen verstärkt, die Filialen und Märkte sind gut versorgt und werden das auch bleiben, da die Nachbestellungen der Lage angepasst sind", bekräftigte Marcel Haraszti, Vorstand der REWE International AG in einer Aussendung. Sollten Regale leer sein, so läge das nicht daran, dass keine Produkte mehr verfügbar seien, sondern das man aufgrund des Kundenandrangs nicht immer rasch genug nachschlichten könne. "Aktuell können wir daher jede helfende Hand in unseren Filialen benötigen", so Haraszti. Wer als Aushilfe zur Verfügung stehen könne, hat die Möglichkeit sich online unter https://rewe-group.jobs/ oder telefonisch unter 02236 600 6283 oder 02236 600 4983 zu bewerben. 

400 Millionen zusätzlich für Tiroler Wirtschaft
Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) kündigte am Montag bei einer Videopressekonferenz ein Maßnahmenpaket in der Höhe von 400 Millionen Euro für die Tiroler Wirtschaft an. Es handle sich um ergänzende Maßnahmen zum Bund, so Platter.

Tausend Zivildiener folgen Aufruf
Rund 1000 ehemalige Zivildiener sind bereits dem Aufruf der Bundesregierung am Sonntag gefolgt und haben sich freiwillig für den außerordentlichen Dienst gemeldet. Dieser ist von April bis inklusive Juni vorgesehen. „Wir brauchen derzeit jede helfende Hand, um in den Bereichen Pflege- und Altenbetreuung, Rettungs- und Krankenwesen die Versorgung sicherzustellen“, sagte Bundesministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP).
Alle Informationen sind unter https://www.zivildienst.gv.at/ zu finden. 

Erkrankte im Durchschnitt relativ jung
Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) teilte am Montag mit, dass derzeit zwölf Erkrankte intensivmedizinisch behandelt werden. 107 Personen sind in stationärer Behandlung. Die Zahl der Infizierten nahm in den letzten sieben Tagen durchschnittlich um 36 Prozent zu. Anschober betonte erneut: "Die Zahl der Coronavirus-Fälle steigt weiterhin von Tag für Tag viel zu stark an. Wenn wir unsere Sozialkontakte um ein Viertel reduzieren, dann können wir das Ansteckungsrisiko beinahe halbieren." Laut dem Gesundheitsministerium sind die Erkrankten durchschnittlich relativ jung.130 Betroffene sind älter als 64, 134 Personen zwischen 55 und 64 Jahre alt.

"Das Maßnahmenpaket steht in Summe"
"Das Maßnahmenpaket steh in Summe" so Kurz. Man sei für diese Woche richtig damit aufgestellt. Das Paket sei gut vorbereitet und umgesetzt worden. 

Bundeskanzler geht für Montag von über 1.000 Fällen aus
Sebastian Kurz geht davon aus, dass die Zahl der Ansteckungen am Montag auf über 1.000 steigen wird. "Wir stehen ganz am Anfang." Die Infektionen werde sich "mit massivem Tempo fortsetzen. Jeden, der die Hoffnung hat, dass die Maßnahmen von heute auf morgen wirken, muss ich enttäuschen",so Kurz. Die rigorosen Maßnahmen, inklusive der  Ausgangsbeschränkungen gelten "zumindest für eine Woche, dann gibt es Chance auf Besserung, dann können wir das Schlimmste verhindern".

Je disziplinierter, desto schneller geht Krise vorbei
"Halten wir zusammen, es geht um viel, um unsere Gesundheit, und für viele ältere Menschen geht's ums Überleben", so der Bundeskanzler. Die Krise werde "umso schneller überstanden sein, je disziplinierter wir Österreicher sind", appellierte er an die Österreicher.

Weiteres Todesopfer
Eine Steirerin, die sich mit dem Coronavirus infizierte hat, ist in der Nacht auf Montag gestorben, das berichtet die Landessanitätsdirektion Steiermark. Die 1944 geborene Frau befand sich in stationärer Behandlung und hatte mehrere Vorerkrankungen.

959 Bestätigte Fälle

Stand 16.03.2020, 08:00 Uhr: 959 Fälle, nach Bundesländern: Niederösterreich (150), Wien (122), Steiermark (111), Tirol (254), Oberösterreich (196), Salzburg (54), Burgenland (10), Vorarlberg (55) und Kärnten (7).

So kommen Firmen zu Hilfsgeldern
Ministerin Schramböck erklärt hier, wie Firmen zu Hilfsgeldern kommen.

Heer hat in der Steiermark rund 100 Soldaten im Einsatz
In der Steiermark sollen rund 100 Soldaten des Bundesheers im Einsatz sein. Die Soldaten helfen vor allem in den Lagern der großen Lebensmittelhandelsketten aus, so Oberst Gerhard Schweiger von Militärkommando Steiermark zur APA. Außerdem halte man Kräfte bereit, um gegebenenfalls die Exekutive im Bereich Sicherheit zu unterstützen.

Blümel: "Werden rasch und unkompliziert helfen"
Um die vom Coronavirus betroffenen österreichischen Unternehmen in dieser schwierigen Zeit bestmöglich zu unterstützen, hat das Finanzministerium ein kombiniertes Formular entwickelt, mit dem alle steuerlichen Erleichterungen einfach zu beantragen sind. Dieses können Unternehmen ausfüllen und anschließend entweder an den Postkorb corona@bmf.gv.at senden oder über FinanzOnline hochladen. "Mir ist wichtig die Liquidität innerhalb der Unternehmen zu gewährleisten, um die Arbeitsplätze der Österreicherinnen und Österreicher zu sichern. Wir werden daher im Rahmen unserer Möglichkeiten alles tun, um unbürokratisch und schnell zu helfen", so Finanzminister Gernot Blümel.

Nicht dringliche Gerichtsverhandlungen werden in NÖ abberaumt
An den vier niederösterreichischen Landesgerichten sollen in den kommenden Wochen keine nicht dringlichen Verhandlungen stattfinden. Strafsachen soll überwiegend bis Ostern abberaumt werden.

Online-Bibliothek in Niederösterreich gratis
Niederösterreich kündigte an, einen kostenlosen Zugang zur Online-Landesbibliothek für die Landesbewohner bereitzustellen. So soll es leichter fallen, das Haus während der Corona-Virus-Krise nicht zu verlassen. "Damit das leichter fällt, sorgen wir in dieser Zeit für ein attraktives Leseangebot", so Landesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP).

Bargeldversorgung und Zahlungsverkehr gesichert
Die Bargeldversorgung und der Zahlungsverkehr seien gesichert, so Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP),  Nationalbank-Gouverneur Robert Holzmann und der Obmann der Bankensparte, Andreas Treichl, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im Bundeskanzleramt in Wien. In den letzten Tagen sei zwei bis drei mal soviel Bargeld abgehoben wie üblich, so Holzmann. Die rund 9.000 Bankomaten werden bei Bedarf nachgefüllt. "Seien Sie versichert, Österreich ist in der Lage den Bargeldbedarf ausreichend sicherzustellen, so der NB-Gouverneur. "Ich erwarte keinen Bank-Run".

Alle wichtigen ÖBB-Verbindungen bleiben aufrecht

Die ÖBB werden wegen der Corona-Krise und den damit verbundenen verordneten Einschränkungen den Reisezugverkehr innerhalb von Österreich zunehmend ausdünnen. Dennoch sollen alle wichtigen Verbindungen, besonders in und um die Ballungszentren aufrechterhalten werden, so das Unternehmen.

Bank Austria: BIP sinkt 2020 um 0,6 %
Wegen des Corona-Virus soll das Bruttoinlandsprodukt 2020 um 0,6% sinken. Ursprünglich ging man für das Jahr von einem Plus von 1% aus, so die Bank Austria.

Kurzarbeit: SPÖ appelliert an Unternehmen
"Wichtig ist jetzt, dass die Betriebe ihre MitarbeiterInnen beim zuständigen AMS zur Kurzarbeit anmelden. So bekommen die Beschäftigten, auch wenn die Arbeitszeit auf null geht, zumindest 90 Prozent ihres Einkommens", so der stellvertretende SPÖ-Klubvorsitzende Jörg Leichtfried.

Schwarzenegger fordert per Twitter zum Zuhausebleiben auf
Arnold Schwarzenegger forderte seine Fans dazu auf, während der Corona-Virus-Krise zu Hause zu bleiben. "Bleibt so viel wie möglich zu Hause. Hört auf die Experten, ignoriert die Idioten", so der Schauspieler am Montag via Twitter. "Wir werden das gemeinsam durchstehen", gibt er sich optimistisch. 

GenussFestival 2020 abgesagt
"In der derzeitigen Situation bei Covid-19 ist der Schutz der Gesundheit am wichtigsten. Daher haben wir uns entschlossen, das 13. GenussFestival, das vom 8. bis 10. Mai 2020 im Wiener Stadtpark stattfinden sollte, abzusagen", erklärte Mario Pulker, Präsident des Kulinarischen Erbe Österreich.

Außenministerium kündigte detaillierte Informationen zur Rückholung von Österreichern im Ausland an 
"Wir sind im engen Kontakt mit Fluglinien und Reiseveranstaltern und bereiten Rückholungen vor", so eine Sprecherin von Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP). Die Sprecherin appellierte außerdem an alle Betroffenen, auch jetzt noch die Online-Reiseregistrierung des Ministeriums - www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/auslandsservice/reiseregistrierung - zu nützen.

44 weitere Fälle in Niederösterreich
In Niederösterreich sind am Montag 44 weitere Corona-Fälle bekanntgegeben worden. Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt damit auf 155.

ÖAMTC: Aufhebung der Überwachung von Kurzparkzonen in einzelnen Städten
Im Zusammenhang mit den bestehenden Ausgangsbeschränkungen im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben einige Städte die bestehenden Kurzparkzonenregelungen gelockert.Mit Stand Montag, 10:00 Uhr liegen dem ÖAMTC von den Magistraten folgender Städte Bestätigungen vor, dass die Überwachung bis auf Widerruf ausgesetzt wird:
- Graz
- Innsbruck
- Bludenz
- Klagenfurt (ab 17.3.)

ATX gibt um 10,2 Prozent nach
 In Wien brach der ATX um mehr als 10 Prozent ein und rutschte damit unter 1.800 Punkte.

Autor:

Ted Knops aus Wien

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