„Kurz-Affäre“
Meinungsforscherin Beinschab aus Haft entlassen

Meinungsforscherin Sabine Beinschab wird vorgeworfen, für die ÖVP Umfragen gefälscht zu haben. Es gilt die Unschultsvermutung.
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  • Meinungsforscherin Sabine Beinschab wird vorgeworfen, für die ÖVP Umfragen gefälscht zu haben. Es gilt die Unschultsvermutung.
  • Foto: CHRISTIAN FORCHER / APA / picturedesk.com
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Die umstrittene Meinungsforscherin Sabine Beinschab wurde nach ihrer Verhaftung wieder auf freien Fuß gesetzt. Wegen"Verdunkelungsgefahr" war die Mitarbeiterin von Ex-ÖVP-Ministerin Sophie Karmasin am Dienstag verhaftet worden. Beinschab – sie gilt als zentrale Figur in der „Kurz-Affäre“ rund um mutmaßlich gefälschte Umfragen – soll versucht haben, belastende Daten zu löschen. Indes distanziert sich die Meinungsforscherin Edith Jaksch von den beiden Kolleginnen, da sie um den Ruf der Branche fürchtet.

ÖSTERREICH. Wie die Wirtschafts-und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) am Donnerstag bekannt gab, wurde kein Antrag auf U-Haft gegen Beinschab gestellt. "In der Inseratenaffäre liegen bei der vor kurzem festgenommen Person, die zum Zeitpunkt der Festnahme angenommenen Haftgründe nicht mehr vor", sagte ein WKStA-Sprecher der APA. Deswegen habe die WKStA vor Ablauf der 48 Stunden-Frist keinen U-Haft-Antrag gestellt.

Neben Beinschab wird auch die ehemalige Familienministerin Sophie Karmasin als Beschuldigte geführt.

Meinungsforscherin distanziert sich

Ein allgemeines Qualitätsproblem gäbe es in der Branche nicht, sagte Edith Jaksch, Vorstandsvorsitzende des Verbands für Markt- und Meinungsforschungsinstitute Österreichs (VdMI) gegenüber der APA. Man könne drauf vertrauen, dass da sauber gearbeitet wird, dass wir uns an die Standards halten sowohl internationale Standards als auch die Kriterien die in Österreich vom VdMI vorgegeben werden.

Der ÖVP-Skandal - die Chronologie

6. Oktober: Hausdurchsuchungen in Kanzleramt und ÖVP-Zentrale

*Brisante Chatprotokolle tauchen auf

*Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt gegen Sebastian Kurz und insgesamt neun enge Mitarbeiter. Es gilt die Unschuldsvermutung

*Die Vorwürfe lauten auf Verdacht der Untreue, Bestechlichkeit, Bestechung

*Das Strafmaß beträgt bis zu 10 Jahre Haft

7.Oktober: Grüne entziehen Kurz das Vertrauen

*Sondersitzung im Nationalrat

*Opposition unterstützt Misstrauensantrag

13.30 Uhr: Kogler trifft Bundespräsident Van der Bellen

16 Uhr: Sebastian Kurz bei Van der Bellen

17 Uhr: SPÖ-Chefin Rendi-Wagner in der Hofburg

8. Oktober: Die ÖVP steht geschlossen hinter Kurz

Ohne Kurz werde die Partei nicht in der Regierung bleiben, so der gemeinsame Tenor. Man wolle die Koalition mit den Grünen fortführen

*Bundespräsident Alexander Van der Bellen führt weitere Gespräche

*Grüne beharren auf neuen Kanzler

9. Oktober: Kurz will im Amt bleiben


*ÖVP lehnt Vorschlag ab, vor Misstrauensantrag das Budget in trockene Tücher zu bringen.

*Die Fronten verhärten sich

10. Oktober: Kurz gibt seinen Rücktritt bekannt


*19 Uhr: Der Kanzler erklärt Rücktritt und gibt seinen Nachfolger, Alexander Schallenberg, bekannt

*19.30 Uhr: Bundespräsident Alexander Van der Bellen erklärt die Regierungskrise für beendet

11. Oktober: Angelobungen

*13 Uhr: Schallenberg und Nachfolger Linhart werden angelobt

*14 Uhr: Statement des neuen Bundeskanzlers

* 14:50: Gerald Fleischmann ist nicht mehr Medienbeauftragter im Bundeskanzleramt

*21:00: ÖVP-Klub wählte Kurz einstimmig zum Obmann
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So beauftragte ÖVP politische Umfragen
Neuer U-Ausschuss zu ÖVP-Korruptionsermittlungen
Meinungsforscherin Beinschab festgenommen
Meinungsforscherin Sabine Beinschab wird vorgeworfen, für die ÖVP Umfragen gefälscht zu haben. Es gilt die Unschultsvermutung.
Sebastian KURZ: Gegen den heutigen Bundeskanzler und ÖVP-Obmann wird wegen Untreue und Bestechlichkeit ermittelt. Der größte Teil der Vorwürfe stammt aus einer Zeit, als Kurz noch das Außenministerium leitete und quasi am Sprung zur Parteispitze war.

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