Lehre
"Meister" soll akademischem Titel gleichen

Der Titel Meister, abgekürzt mit "Msr." könnte dem Namen künftig vorangestellt werden.
  • Der Titel Meister, abgekürzt mit "Msr." könnte dem Namen künftig vorangestellt werden.
  • Foto: MEV
  • hochgeladen von Anita Marchgraber

Das türkis-grüne Regierungsprogramm sieht eine Aufwertung der dualen Ausbildung – also der parallelen Ausbildung in Betrieben und Berufsschulen – vor.

ÖSTERREICH. Am Montag wurde bekannt, dass die Bezeichnung "Meister" künftig zu einem eigenen Titel wird. Die Bezeichnung darf künftig im Namen geführt werden und ist somit einem akademischen Titel gleichgestellt. Im Regierungsprogramm heißt es weiter, dass der Meistertitel künftig auch in offiziellen Dokumenten eingetragen werden können soll.  Der Meistertitel  wäre dann mit einem Bachelor-Titel zu vergleichen.  "Die neue Titel-Bezeichnung ist eine Anerkennung der Qualifikation und wirklich ein Herzensanliegen von uns", erklärt Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk der Wirtschaftskammer (WKO) bei einer Pressekonferenz am Montag. Der Fachkräftemangel lasse sich nur durch die Aufwertung der Lehre bis hin zum Meister lösen. Abgekürzt mit "Msr."könnte der Titel dem Namen künftig vorangestellt werden.

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Förderung kleiner Reparaturen

Zufrieden zeigt sich die Spartenobfrau für Handwerk und Gewerbe trotzt getrübter Konjunktur über das vergangene Jahr: "Wir werden nach den vorliegenden Zahlen die Umsatzschallmauer von 100 Milliarden Euro durchbrechen."Scheichelbauer-Schuster strich außerdem die Senkung der Körperschaftssteuer und die Ausweitung des Gewinnfreibetrags positiv aus dem neuen Regierungsprogramm heraus. So werde das „Maßnahmenpaket Reparatur“ kleinen Betrieben helfen. Im Regierungsprogramm sind dazu "steuerliche Begünstigungen und finanzielle Anreize für kleine Reparaturdienstleistungen und den Verkauf reparierter Produkte" festgehalten. Das soll dazu führen, dass wieder mehr Geräte zur Reparatur gebracht werden. "Wir erhoffen uns für kleine Reparaturen eine Mehrwertsteuersenkung von 20 auf zehn Prozent sowie zusätzliche Förderungen in dem Bereich", so die Spartenobfrau der WKO.

Gedämpfte Erwartungen für 2020

Das Hochkonjunkturjahr 2019 legt die Latte für 2020 hoch. "Trotzdem blicken wir selbstbewusst auf das neue Jahr und hoffen auf eine robuste Entwicklung“, sagte Scheichelbauer-Schuster. Die Erwartungen für das erste Quartal 2020 seien aber gedämpfter als im Vorjahr. So erwarten laut WKO 13 Prozent der Betriebe Steigerungen der Auftragseingänge beziehungsweise Umsätze (im Vorjahr: 15 Prozent). 68 Prozent erwarten keine Veränderung (im Vorjahr: 74 Prozent). Deutlich mehr Betriebe als im Vorjahr erwarten Rückgänge, und zwar 19 Prozent. Letztes Jahr waren es noch 11 Prozent. Weiters wollen die Betriebe den Personalstand leicht reduzieren. Ausgehend von den rund 724.000 unselbstständig Beschäftigten im Gewerbe und Handwerk ist im ersten Quartal 2020 eine Verringerung des Personalstands von rund 9.400 Personen geplant.

Autor:

Julia Schmidbaur aus Wieden

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