Weiter keine Lösung
Metaller brechen Lohn-Verhandlungen ab

Verhärtete Fronten zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern der Metallherstellenden Industrie.
  • Verhärtete Fronten zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern der Metallherstellenden Industrie.
  • Foto: Pixabay
  • hochgeladen von Julia Schmidbaur

In der vierten Verhandlungsrunde zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern wurden die Gespräche abgebrochen.

ÖSTERREICH. Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von 4,5 Prozent für die rund 130.000 Beschäftigten in der Metalltechnischen Industrie. 

Nachdem die Verhandler des Fachverbandes Metalltechnische Industrie (FMTI) am Mittwoch ein Erhöhungsangebot von 1,8 Prozent auf den Tisch gelegt hatten, verließen die Chefverhandler der Gewerkschaft nach rund elf Stunden verärgert den Verhandlungstisch. 

„Nach vier Verhandlungsrunden gerade einmal die Höhe der Inflationsrate für Lohn- und Gehaltserhöhungen anzubieten, ist eine klare Provokation", erklärten die beiden Chefverhandler der Gewerkschaften, Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA-djp). „Das Arbeitgeberangebot ist defacto eine Nulllohnrunde. Das werden wir nicht hinnehmen."

Kein Ergebnis möglich

Laut dem Chefverhandler der Arbeitgeber, Christian Knill, liegt die Schuld für die gescheiterten Verhandlungen bei den Arbeitnehmervertretern, wie er im Ö1-Morgenjournal sagt: „Die Gewerkschaft hat sich leider keinen Millimeter bewegt. Und so ist halt leider ein Ergebnis zu erzielen nicht möglich."

Das Lohn-Erhöhungsangebot von 1,8 Prozent rechtfertigt er mit einem schlechteren Wachstum der Wirtschaft. „Wir müssen einfach immer wieder darauf hinweisen, dass wir einen eintrübende Konjunktur haben."  Man habe Rückgänge bei den Auftragseingängen von 20 Prozent und Produktionsrückgänge im zweistelligen Bereich, so Knill. 

Gewerkschaft will Druck erhöhen

Nächste Woche soll es in ganz Österreich Konferenzen der Betriebsräte geben. Die Gewerkschaft will nun den Druck erhöhen. „Wir werden die Schlagzahl nun erhöhen und mit der Mobilisierung beginnen", sagen Wimmer und Dürtscher.

Der nächste Verhandlungstermin mit dem FMTI wurde für den 28. Oktober vereinbart. Die Forderungen der Gewerkschaften nach 4,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt bzw. mindestens 100 Euro bleiben aufrecht.

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