Causa Lercher
Nach SPÖ-Schlagabtausch folgt Klage

Max Lercher reicht nach den Anschuldigungen, er habe für Beratervertäge Geld erhalten, Klage ein.
  • Max Lercher reicht nach den Anschuldigungen, er habe für Beratervertäge Geld erhalten, Klage ein.
  • Foto: SPÖ
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Max Lercher kündigt nach internem Konflikt in der SPÖ am Montag an, gegen ein Medium Klage einzureichen. 

ÖSTERREICH. Der am Wochenende ausgetragene, interne Konflikt der SPÖ, zieht sich mittlerweile quer über die Bundesländer von Wien bis nach Kärnten. Der Grund: ein Bericht eines Mediums, in dem über einen angeblichen Beratervertrag Max Lerchers für die SPÖ berichtet wurde. Der ehemalige SPÖ-Bundesgeschäftsführer hätte demnach 20.000 Euro monatlich von der Bundespartei erhalten. Sowohl die SPÖ als auch Lercher dementierten das. Nicht Lercher selbst, sondern die parteinahe Leykam Medien AG, deren Geschäftsführer er ist, hat mit der SPÖ Verträge abgeschlossen.

Lercher: "Grenzüberschreitung“

Der Vorwurf soll den Medien aus den eigenen Parteireihen zugetragen worden sein. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch hatte beim Parteivorstand am Freitag die externen Beraterverträge der SPÖ aufgezählt. Der Vertrag mit Leykam-Geschäftsführer Max Lercher wurde auch erwähnt.

Auf seiner Facebook-Seite spricht Lercher am Samstag von einer „Grenzüberschreitung“ und übt herbe Kritik: "Dieser letztklassige Angriff aus den eigenen Reihen wird mich keine Sekunde daran hindern, auch weiterhin zu kritisieren, wenn sich die SPÖ zusehends von den Menschen in Österreich entfernt". 

Am Montag gibt der ehemalige SPÖ-Bundesgeschäftsführer dann bekannt, dass er seinen Anwalt beauftragt habe, gegen die Medien „Österreich“ und Oe24.at Klage einzureichen. 

Streit in der SPÖ

Zuvor war innerhalb der Partei ein Streit darüber ausgebrochen, wer aus der Partei die falsch interpretierte Information weitergegeben hatte. Der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser ärgerte sich am Sonntag im "Standard": "Törichter geht's wirklich nicht mehr. Wir nutzen jede Chance, in ein Fettnäpfchen nach dem anderen zu hüpfen. Da bedient jemand seine niedrigsten Instinkte." Dass die Informationen von der Parteispitze verbreitet worden seien, halte Kaiser für ausgeschlossen.

Unterstützung für Lercher kam aus der steirischen und die burgenländischen SPÖ.  Am Wochenende forderte der steirische SPÖ-Chef Michael Schickhofer eine "sofortige Aufklärung darüber, wer für diese Falschmeldungen verantwortlich ist" und nannte den Angriff auf Lercher "letztklassig".

Der Geschäftsführer der burgenländische SPÖ, Roland Fürst ergänzte: "Sollte diese Aktion wirklich aus der Partei gestartet worden sein, was ich mir ehrlicherweise nicht wünsche, muss es eine Aufklärung und Konsequenzen geben".

Am Sonntag wies Deutsch in einem Schreiben an die Vorstandsmitglieder den Vorwurf zurück, falsch über den Vertrag der SPÖ mit Leykam informiert zu haben. "Einmal mehr wurden Interna nach außen getragen, was ausgesprochen ärgerlich ist."

Autor:

Julia Schmidbaur aus Wieden

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