Rechtsextremismus
Neugründung von rechtsextremer "Aula" sorgt für Kritik

Das rechtsextreme Magazin ist unter dem Namen "Neue Aula" zurück.
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  • hochgeladen von Adrian Langer

Das rechtsextreme Magazin "Aula" ist wieder da. SOS-Mitmensch befürchtet wieder rassistische und antisemitische Inhalte, weil auch das Team in ähnlicher Besetzung dabei sei.

ÖSTERREICH. Auslöser der Schließung des FPÖ-nahen Magazins im Juni 2018 war ein rassistischer Artikel über den österreichischen Song Contest Teilnehmer Cesar Sampson, der eine Welle der Entrüstung auslöste. Die Parteispitze machte daraufhin Druck auf die freiheitlichen Akademikerverbände, welche ein neues Magazin gründeten, das bis jetzt nicht mit radikalen Inhalten auffiel. 

Nun wurde das Magazin unter dem Namen "Neue Aula" von den FPÖ-Politikern Martin Pfeiffer sowie Albert Engelmann neu aufgelegt. Als Autoren fungieren unter anderem Fred Duswald, der KZ-Überlebende als "Landplage" bezeichnet haben soll. In der neuen Ausgabe wird der Einmarsch Nazi-Deutschlands in Polen angezweifelt, der als Auslöser für den 2. Weltkrieg gilt. Außerdem wird  Merkel-Deutschland im Hinblick auf seine "Unmenschlichkeit" mit dem NS-Regime verglichen. 

Interessanterweise seien solche Aussagen für den Herausgeber selbst zu extrem. Man müsse klarstellen, dass jede Art von Angriffskrieg indiskutabel sei, so Engelmann gegenüber dem OE1-Morgenjournal. Dass aber ein Kommentar im Magazin Merkel mit Stalin und Hitler verglichen werde, stellt für Engelmann kein Problem dar. Sie müsse das aushalten, kommentiert Engelmann.

SOS-Mitmensch fordert Hofer zum Handeln auf

Empört zeigt sich Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch: Kaum sei die FPÖ aus der Regierung draußen, "machen sich FPÖ-Politiker wieder daran, den äußersten rechtsextremen Rand zu bedienen". "Es ist gerade einmal ein Jahr her, dass die mit Neonazis sympathisierende FPÖ-nahe „Aula“ nach rassistischen und antisemitischen Ausfällen eingestellt wurde", so Pollak in einer Aussendung.

FPÖ-Parteichef Norbert Hofer erklärte im Vorjahr, dass jeder Parteikollege mit einem Ausschluss rechnen müsse, sollte er in der "Aula" publizieren. Pollak fordert umgehende Konsequenzen für alle FPÖ-Betreiber  der 'Neuen Aula'. Hofer müsse zu seiner im Vorjahr getätigten Aussage stehen, andernfalls zeige Hofer einmal mehr, dass seine rhetorischen Abgrenzungen zum äußersten rechtsextremen Rand lediglich hohle Floskeln sind, so Pollak.

Autor:

Adrian Langer aus Josefstadt

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