Vor der Zulassung
Österreich bestellt tausende Covid-Medikamente

Der Exekutivdirektor der EMA hat die Überprüfung der Daten im Anschluss an Vorgespräche mit der COVID-19-Pandemie-Taskforce der EMA beantragt.
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Im Ministerrat wurde am Mittwoch laut Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) die Bestellung neuer Coronavirus-Medikamente von Pfizer und Merck beschlossen, auch, um eine fünfte Welle zu verhindern. 

ÖSTERREICH. Derzeit befinden sich die Medikamente Paxlovid von Pfizer und Molnupiravir von Merck & Co (MSD) in Zulassung. Die Impfung könnten diese Medikamente, welche "sehr hoffnungsfroh" stimmten, nicht ersetzen, für chronisch Kranke und Risikopatienten seien sie aber sehr wichtig, sagte Mückstein. Man müsse dafür noch entsprechende ambulante Settings finden.

Prinzipiell müssen die Präparate zwischen dem dritten und fünften Tag eingenommen werden. Das Problem: Die meisten Patienten kämen erst am sechsten Tag nach Infektion Ins Spital, so der Gesundheitsminister weiter.

Pfizer beantragte vergangene Woche die US-Notfallzulassung für Paxlovid (PF-07321332, kombiniert mit Ritonavir) und noch während des laufenden Rolling-Review-Verfahrens zu Molnupiravir hat die EMA erste Empfehlungen zur Anwendung ausgesprochen. Ähnliche EU-Empfehlungen will sie nun in kurzer Zeit für Paxlovid liefern. Ein Zulassungsantrag von Pfizer liegt jedoch noch nicht vor und das Rolling-Review beginnt erst dann. 

So viele Medikamente sind geplant

Der Plan der Regierung: Von Molnupiravir sollen insgesamt 80.000 Therapiezyklen zu je 612 Euro beschafft werden, von Paxlovid plant man die Beschaffung von 270.000 Zyklen (Preis steht noch nicht fest). Insgesamt sind im Budget 50 Millionen Euro für diese Beschaffungen, die teils über den EU-Weg laufen, teils bilateral abgewickelt werden, vorgesehen. Sollte die Beschaffung teurer werden, als geplant, könne auf den Covid-19-Krisenfonds des Finanzministeriums zugegriffen werden.

Lockdown für Geimpfte muss am 13. Dezember aufhören

Mückstein beharrte am Mittwoch darauf, dass der Lockdown für Geimpfte mit 13. Dezember endet. Die neueste Prognose der Experten "lässt ein kleines bisschen Hoffnung zu, meinte er: „Die Maßnahmen der letzten Tage zeigen Wirkung, die Dynamik der Infektionen dürfte sich leicht einbremsen.“ Einen Zielwert bei den Neuinfektionen, den man zur Aufhebung des Lockdowns erreichen müsse, wollte er allerdings nicht nennen.

Am 4. November 2021 hat die britische Arzneimittelbehörde MHRA Molnupiravir zur Behandlung von leichtem bis moderaten COVID-19 bei Personen mit Risikofaktoren wie Diabetes, Fettleibigkeit oder Herzkrankheiten sowie bei älteren Personen ab 60 Jahren bedingt zugelassen. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA unterstützt den Einsatz des Corona-Medikaments Molnupiravir bei Notfällen, das heißt bei nicht beatmungspflichtigen Covid-19-Patienten, die ein erhöhtes Risiko haben, schwer zu erkranken. Das Gutachten der Agentur kann zur Unterstützung von Genehmigungen durch nationale Behörden für die frühzeitige Verwendung des Arzneimittels noch vor der Marktzulassung herangezogen werden.

Das Mittel Paxlovid von Pfizer verhindert nach Angaben des Herstellers sehr erfolgreich schwere Corona-Verläufe bei Hochrisikopatienten. Eine Zwischenanalyse von Testergebnissen habe ergeben, dass das Medikament das Risiko von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen bei Covid-19-Patienten um 89 Prozent senke.

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