Corona-Ticker Österreich
Österreich verimpft Sputnik erst nach der EMA-Zulassung

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) teilte am Montag mit, dass die Regierung sich beim Ankauf des russischen Impfstoffs Sputnik einig sei. Allerdings werde der Impfstoff erst dann zum Einsatz kommen, wenn er von der europäischen Arzneimittelagentur zugelassen wird
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  • Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) teilte am Montag mit, dass die Regierung sich beim Ankauf des russischen Impfstoffs Sputnik einig sei. Allerdings werde der Impfstoff erst dann zum Einsatz kommen, wenn er von der europäischen Arzneimittelagentur zugelassen wird
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In unserem Corona-Ticker findest du nationale Entwicklungen zur Corona-Pandemie. Allgemeine Fragen: Informations-Hotline 0800 555 621. Bei Verdacht auf Infektion: 1450.

Aktuelle Zahlen:
AGES Dashboard:* 590.260 Laborbestätigte Fälle; 44.607 aktive Fälle; Genesene Fälle 536.003; Testungen 28.615.969 (Österreich Zeitraum 27.02.2020 bis 18.04.2021 0.00 Uhr).

Die wichtigsten Corona-Nachrichten im Überblick:
 

  • Von Sonntag auf Montag wurden 2.117 Neuinfektionen in Österreich verzeichnet. Im gleichen Zeitraum kamen 24 weitere Todesfälle hinzu. Bisher sind in Österreich 9.922 Menschen mit oder an dem Corona-Virus gestorben.
  • In Österreich benötigten am Montag 570 Corona-Patienten intensivmedizinische Versorgung und lagen auf Intensivstationen.
  • Das Burgenland beendet am Montag seinen Lockdown. Damit dürfen Handel, Schulen und körpernahe Dienstleister wieder aufsperren.
  • Am Montagvormittag wird der neue Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) angelobt. Der ehemalige Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hatte am Dienstag seinen Rücktritt bekanntgegeben. 

Start der Impfungen in Wiener Arztpraxen verzögert sich

In den Wiener Arztpraxen kann nicht wie ursprünglich geplant seit Montag gegen das Corona-Virus geimpft werden. Aus dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) hieß es, dass ein Teil der 10.000 Impfdosen, die im April für den niedergelassenen Bereich vorgesehen sind, noch nicht geliefert worden sind. Damit verzögere sich der Impfauftakt in den Praxen bis frühestens Ende der Woche. 

Experten fordern deutlich niedrigere "Ausreisetest"-Grenzwerte

Laut den Komplexitätsforschern um Peter Klimek wird das tägliche Wachstum der Sieben-Tage-Inzidenz in Bezirken, in denen "Ausreisetests" durchgeführt werden, durchschnittlich um sechs Prozent gebremst. Die Wissenschafter empfehlen daher die Inzidenz-Grenzwerte für regionale Ausreisetests von aktuell 400 auf 100 und darunter zu senken. 

Mit einer längerfristigen Senkung auf eine Inzidenz von 100, könne man annehmen, dass bundesweit nur mehr etwa 50 neu infizierte Personen pro 100.000 Einwohner und Woche zu verzeichnen wären, hieß in dem am Montag veröffentlichten Papier. Bei Ausreisetests ab einer Inzidenz von 25, könne sich sogar ein österreichweiter Wert von zehn erreichen lassen.

2.117 Neuinfektionen und wieder mehr Patienten in Spitälern

Von Sonntag auf Montag kamen österreichweit 2.117 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus gemeldet worden. Beinahe genauso viele Patienten werden derzeit aufgrund einer Infektion mit dem Corona-Virus in den Spitälern behandelt werden. Demnach erhöhte sich die Zahl der Hospitalisierten im Vergleich zum Vortag um 89 auf exakt 2.100, davon sind 570 Intensivpatienten (+24).

Griechenland hebt Quarantäne für geimpfte Besucher auf

Künftig wird das beliebte Reiseziel Griechenland unter bestimmten Bedingungen auf die vorgeschriebene Corona-Quarantäne für Besucher aus anderen Staaten der EU verzichten. Dafür ist eine vollständige Impfung oder das Vorlegen eines negativen PCR-Tests , der nicht älter als drei Tage ist, Vorrausetzung. Das teilte die zuständige Behörde für Zivilluftfahrt in Athen am Montag mit. Die Regelung soll auch für Besucher aus den USA, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Serbien gelten. Für aus Israel anreisende Gäste ist sie bereits seit März in Kraft. 

Italien führt Selbsttests von Grazer Firma Technomed ein

Das Nachbarland Italien setzt auf Grazer Corona-Selbsttests. Das italienische Gesundheitsministerium segnete den den freien Verkauf von Corona-Selbsttests der Grazer Firma Technomed ab, die in Europa voll zertifiziert sind. Produziert werden die Tests in China und anschließend über ein Verteilzentrum in Graz ausgeliefert.

Die Selbsttests sollen nun in italienischen Supermärkten, Apotheken und anderen Shops frei verkauft werden, wie die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" am Montag berichtete.

Sputnik soll erst nach EMA-Zulassung eingesetzt werden

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) teilte am Montag mit, dass die Regierung sich beim Ankauf des russischen Impfstoffs Sputnik einig sei. Allerdings werde der Impfstoff erst dann zum Einsatz kommen, wenn er von der europäischen Arzneimittelagentur zugelassen wird. Auch der neue Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) deutete dies nach seiner Angelobung an und nannte Sputnik "gut". Ihm sei aber eine EMA-Zulassung als Voraussetzung für den Einsatz "wichtig". Zudem könne man durch die frühere BioNTech/Pfizer-Lieferung bis zum Sommer jeden impfen.

Welchen Impfstoff würdet ihr wählen?

Eltern fordern Ende des Schichtbetriebs an Schulen

Der Bundesverband der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen (BEV) pocht auf ein Ende des Schichtbetriebs an Schulen. "Wir brauchen wieder fünf Tage Präsenzunterricht und Freizeitangebote für Jugendliche", fordert BEV-Sprecher Christoph Drexler. Es sei eine "gesellschaftliche Notwendigkeit", dass die Schulen als erstes geöffnet werden. Mehr.

Wie es Eltern und Kindern in der Corona-Pandemie geht
"Psychische Gesundheit der Kinder endlich ernst nehmen"

Anlaufstellen für Long-Covid-Patienten geplant

Etwa zehn Prozent der Corona-Infizierten leiden auch Monate nach einer Infektion mit dem Virus noch an teilweise schweren Folgen einer Covid-Erkrankung. Für diese "Long-Covid"-Patienten will die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) nun eine Anlaufstelle einrichten. Derzeit arbeite man einem Konzept hierfür. Als Vorbild soll das britische Gesundheitssystem dienen, sagte ÖGK-Chefarzt Andreas Krauter am Montag im Ö1-"Morgenjournal". In England sollen bis Ende April 83 Long-Covid-Zentren entstehen.

"Es ist sicherlich ganz notwendig, dass so eine Behörde geschaffen oder so ein Ort geschaffen wird, wo die Patientinnen und Patienten sich erkundigen können, informieren können. Wir haben das auch vor auf der Bundesländerebene. Wir haben ein riesiges Thema mit Post-Covid", sagte Krauter. 

Neuer Gesundheitsminister ist angelobt

Wolfgang Mückstein (Grüne) ist am Montagvormittag von Bundespräsident Alexander Van der Bellen als neuer Sozial- und Gesundheitsminister angelobt worden. Der Allgemeinmediziner folgt damit Rudolf Anschober (Grüne) nach, der das Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hatte.

Der neue Gesundheitsminister war bisher Mit-Inhaber eines Primärversorgungszentrums in Wien. Zu den Patienten dieser Gruppenpraxis gehört auch Van der Bellen. Der Bundespräsident meinte, Ärzte würden im Land das höchste Vertrauen der Bevölkerung genießen: "Ich bin zuversichtlich, dass Sie auf dieses Vertrauen auch als Gesundheitsminister bauen können." Mehr.

Der neue Minister ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern. Wegen des Corona-Virus war Mücksteins Familie jedoch bei der Angelobung nicht dabei.

Wolfgang Mückstein wegen Corona ohne Familie angelobt

Aktuelle Zahlen zum Corona-Virus

Bisher sind österreichweit 9.922 Personen mit oder am Corona-Virus verstorben. Am Montag wurden 2.117 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Bisher gab es in Österreich 595.540 positive Testergebnisse, 557.467 Personen gelten als wieder genesen. Österreichweit benötigen 570 Personen aufgrund einer Infektion mit dem Corona-Virus intensivmedizinische Betreuung.

Neuinfektionen in den Bundesländern seit der gestrigen Meldung:

  • Burgenland: 50
  • Kärnten: 94
  • Niederösterreich: 311
  • Oberösterreich: 332
  • Salzburg: 91
  • Steiermark: 242
  • Tirol: 198
  • Vorarlberg: 129
  • Wien: 670

"Comeback-Plan": Regierung begibt sich in Klausur

Am Montagnachmittag trifft die türkis-grüne Regierung zu einer zweitägigen Arbeitsklausur im Bundeskanzleramt zusammen. Thema wird dann vor allem die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen durch das Corona-Virus sein. Zudem sollen in der Klausur die ersten konkreten Projekte des sogenannten "Comeback-Paketes" fixiert werden.

Niederösterreich: 117 Intensivpatienten

Am Montag wurden in Niederösterreich 117 Corona-Patienten auf Intensivstationen behandelt. Das waren um sechs weniger als am Sonntag. Außerdem wurden 311 Neuinfektionen gemeldet, so das Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ). Gleichzeitig stieg die Zahl der Todesfälle um weitere drei, die Gesamtzahl kletterte damit auf 1.678. Am Montag befanden sich 10.589 Kontaktpersonen in Quarantäne.

Drei Bundesländer beginnen mit Impfung der unter 65-Jährigen

In Österreich wird nächste Woche die Schwelle von zwei Millionen Erstimpfungen überschritten und die 3. Phase des nationalen Impf-Plans gestartet. Damit rücken nach Heimbewohnern, klinischem Personal, über 85-Jährigen und über-65-Jährigen nun die unter 65-Jährigen in den Impffokus. In den Bundesländern Vorarlberg, Tirol und im Burgenland wird schon diese Woche mit der Impfung dieser Gruppe begonnen.

Stillende geimpfte Mütter schützen ihre Säuglinge

Stillende Mütter, die gegen Covid-19 geimpft worden sind, schützen ihre Säuglinge wohl über die Muttermilch vor einer Infektion mit der Corona-Virus. Zu diesem Ergebnis kommt eine neuen israelischen Studie, die jetzt im Journal der American Medical Association (JAMA) veröffentlicht worden ist.

EU lässt Lieferverträge mit AstraZeneca auslaufen

Die EU-Kommission wird ihre Lieferverträge mit dem britisch-schwedischen Impfstoffhersteller AstraZeneca wohl nicht verlängern. AstraZeneca habe mehrmals vereinbarte Liefertermine versäumt und auch die Menge bei den Impfstoff-Lieferungen nicht eingehalten, begründete EU-Kommissar Thierry Breton diesen Schritt.

Die EU habe im ersten Quartal nur etwa ein Viertel der bestellten AstraZeneca-Impfdosen erhalten. Auch im zweiten Quartal wird wohl nur ein Drittel der bestellten Menge ausgeliefert werden. Aus diesem Grund werde sich die EU auf Vakzin-Hersteller konzentrieren, die ihre Impfstoffe auch pünktlich liefern würden, so Breton. Ende Juni laufen die aktuellen Verträge mit AstraZeneca aus.

Neuer Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein wird angelobt

Am Montagvormittag wird der neue Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) von Bundespräsident Alexander Van der Bellen angelobt. Der Allgemeinmediziner und neue Ressortchef wird sich anschließend mit Spitzenbeamten wie Generalsekretärin Ines Stilling und Chief Medical Officer Katharina Reich treffen. Vorgänger Rudolf Anschober (Grüne) bedankte sich Sonntag auf Twitter für den Zuspruch in den letzten Tagen. Anschober will sich nun von der Regierungsarbeit zurückziehen nachdem er am Dienstag in einer kurzfristig angesetzten "persönlichen Erklärung" in Wien seinen Rücktritt bekanntgegeben hatte. Anschober sprach offen von einer "Überlastungssituation".

Lockdown im Burgenland beendet

Das Burgenland beendet am Montag den Corona-Lockdown. Am Mittwoch hatte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) die Öffnungsschritte nach der Osterruhe angekündigt. Nun dürfen Handel, Schulen, körpernahe Dienstleister sowie Museen und Büchereien wieder aufsperren. Mehr.

Doskozil erntet Kritik aus der eigenen Partei

Deutschland: 11.437 Neuinfektionen und 92 neue Todesfälle

Im Nachbarland Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) von Sonntag auf Montag 11.437 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Gleichzeitig wurden i92 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Montagmorgen hervor.

Die Infos der Vortags:

Budgetdefizit steigt um weitere 8 Milliarden
Apotheken stehen für Impfungen "sofort parat"

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