Corona-Ticker
Nehammer: Strenge Kontrollen, weil nur jeder Fünfte Symptome zeigt

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Tag 2 der Lockerungen: Vizekanzler Kogler präsentierte heute weitere Lockerungen. Diesmal betreffen sie den Sport. Kontaktlose Sportarten sollen ab 1.Mai wieder erlaubt sein, auch Geisterspiele im Fußball seien denkbar. Ab 20. April sollen Profi-Sportler wieder trainieren dürfen. Der Fahrplan enthalte allerdings auch die Möglichkeit die "Notbremse" zu ziehen, sollte dies nötig werden. Anschober kündigte an Unschärfen bei Corona-Gesetzen zu bereinigen. In Österreich wurden bisher 14.280 Infektionen mit dem Corona-Virus nachgewiesen (Stand 11.00 Uhr). 

Wir, die Regionalmedien Austria, versuchen an dieser Stelle objektiv und unaufgeregt über den aktuellen Status Quo zum Corona-Virus in Österreich zu berichten. Haben Sie allgemeine Fragen, rufen Sie die Informations-Hotline an unter 0800 555 621. Bei Verdacht auf eine Infektion wählen Sie die Hotline 1450. Hier geht's zu den aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums.


Hier geht es mit dem Liveticker weiter:

Weltweit mehr als zwei Millionen Infektionen, Nur jeder fünfte in Österreich zeigt Symptome

"Öffi"-Benutzung nun auch für Freizeitfahrten
Für das Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel gelten seit der Lockerung der Corona-Maßnahmen keine Einschränkungen mehr. Ein Passus, wonach für Fahrten ins Freie, die keinem bestimmten Zwecken dienten, auf die Fahrten verzichtet werden muss, wurde ersatzlos gestrichen. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist aber verpflichtend

Ab heute können Familien Unterstützung beantragen
30 Millionen Euro für Familien aus dem Corona-Familienhärtefonds. "Seit heute können Familien mit Kindern, die durch die Krise unverschuldet in Not geraten sind, Unterstützung aus dem Corona-Familienhärtefonds beantragen", so Familienministerin Christine Aschbacher. Ein Informationsblatt, die Richtlinien und das Antragsformular sind ab heute auf der Webseite des Familienministeriums unter bmafj.gv.at abrufbar.

Abstandhalten in Apotheken
Gestern öffneten einige Geschäfte in Österreich wieder ihre Türen und Sicherheitsmaßnahmen, wie das Abstandhalten sind hier oberstes Gebot. Denken Sie daran, dass das Einhalten des Sicherheitsabstandes auch weiterhin in Ihrer Apotheke gilt, denn so schützen wir uns alle!

Nehammer zu Sportvereinen
Nehammer bedankte sich bei den 15.000 Sportvereinen im Land. Die 60 Polizeisportler und auch die Heeressportler könnten nun, dank der Maßnahmen wieder zu trainieren beginnen. Die Exekutive werde aber auch bei Nichteinhaltung der Vorschriften einschreiten, so Nehammer. Man kontrolliere streng, da nur jeder Fünfte, der mit dem Corona-Virus infiziert sei, Symptome zeige.

"Geisterspiele" denkbar
Kogler hält "Geisterspiele", also Veranstaltungen ohne Zuschauer für möglich. Diese könnten im Fernsehen übertragen werden. Da beim Fußball der Mindestabstand nicht eingehalten werden könne, sollen Vereine eine Test-Infrastruktur schaffen. Spieler sollen dann vor Spielen getestet werden.

Erste Trainings im Spitzen-Fußball

Vorerst dürfen nur die zwölf Vereine der Fußball-Liga sowie Cup-Finalist Lustenau das Training wieder aufnehmen. Diese Erlaubnis soll gleichzeitig mit der entsprechenden Verordnung gültig werden. Das werde wahrscheinlich ab dem 20. April der Fall sein.

Berufssportler ausgenommen

Personen die ihre Einkünfte aus dem Sport beziehen und sich auf erstklassige internationale Wettbewerbe vorbereiten müssten sollen künftig vom Betretungsverbot von Sportstätten ausgenommen sein. Dies gelte auch für Indoor Sportstätten. Die Einhaltung des Mindestabstands von zwei Metern und 20 Quadratmeter pro Person seien aber auch hier verbindlich, so Kogler.

Abstandhalten beim Joggen
Kogler berichtet über einige Studien, laut diesen sollte man beim Joggen fünf Meter Abstand halten, beim Schnelllaufen sogar zehn Meter. Da dies in der Praxis kaum umsetzbar ist, appelliert Kogler an den Hausverstand. Man solle etwas diagonal versetzt laufen. 

Kontaktlose Sportarten werden bevorzugt
Kogler kündigt an, dass kontaktlose Sportarten im Freien wie Tennis oder Golf schon bald wieder ins Rollen kommen könnten. Sportvereine und Verbände sollen individuelle Sicherheitsempfehlungen für ihre Sportarten abgeben. 

Kogler zu Lockerungen im Sport
Einen Monat nach Verhängung der Corona-Maßnahmen will Kogler heute Lockerungen verkünden. Die Zahlen würden ein solches Vorgehen erlauben. Daher gebe es einen "Fahrplan mit eingebauter Notbremse".

"Aktuelles im Bereich Hochleistungs- und Freizeitsport"
In Kürze berichten Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) in einer Pressekonferenz über "Aktuelles im Bereich Hochleistungs- und Freizeitsport".

Geisterspiele im Fußball, Tennis, Golf und Leichtathletik wieder ok

Bauer soll Erntehelfer eingesperrt haben
Aus Angst vor einer Infektion mit dem Corona-Virus, soll ein Landwirt aus dem Bezirk Linz-Land seine Erntehelfer eingesperrt haben, das berichtet das ORF-Radio Oberösterreich. Die Staatsanwaltschaft Linz soll nun wegen des Verdachts des Freiheitsentzugs ermitteln, wie ein Sprecher bestätigte. Die 15 Erntehelfer aus der Ukraine sollen laut Staatsanwaltschaft in einem Gebäude nahe des Hof des Landwirts gelebt haben. Nachts soll der dann die Tür des Hauses versperrt haben, offenbar aus Angst seine Helfer könnten sich mit anderen Arbeitern treffen und anstecken.

Lange Schlangen vor Baumärkten
Vor den Baumärkten kam es gestern zur Bildung langer Warteschlangen. Die Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen wurden streng kontrolliert.

Österreicher wollen heimische Wirtschaft unterstützen
"Die Coronakrise hat viele Menschen stark sensibilisiert. Solidarität und Zusammenhalt sind nun wichtiger denn je. Dies ändert zum Teil auch die Einstellungen zur heimischen Wirtschaft“, so Barbaros Uygun, Chef der ING in Österreich, die die aktuelle Umfrage beauftragte. Demnach gaben 78% der Befragten an, österreichischen Produkten mehr denn je den Vorzug geben zu wollen, um die heimische Wirtschaft zu fördern. Allerdings macht ein genauerer Blick auf die Details große Unterschiede zwischen Altersklassen deutlich: Während sich bei den Jungen (18 bis 24 Jahre) 65% solidarisch zeigen, sind es bei den über 65-Jährigen sogar 87%.

Ärztekammer fordert Ausgleichszahlung für Ordinationen
Die Ärztekammer fordert für alle niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte mit und ohne Kassenvertrag Ausgleichszahlungen in Höhe von 100 Prozent des Vorjahresumsatzes im Abrechnungszeitraum der Pandemie, abzüglich allfälliger sonstiger staatlicher Unterstützung und abzüglich der verrechenbaren Honorare, so eine Aussendung. Ein entsprechendes Forderungspaket soll an die politisch Verantwortlichen übergeben worden sein. Nur so könnten die Vorhaltekosten finanziert werden, die für die gesamte extramurale ärztliche Versorgung in Österreich aufgebracht werden müssen, betonte Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres.

Korridorlösung für kleines deutsches Eck gefordert
Wegen der Corona-Krise ist der Grenzübertritt am kleinen deutschen Eck momentan nur Arbeitskräften in Kernberufen erlaubt. Ärzte und Pflegepersonal dürfen passieren, andere müssen große Umwege in Kauf nehmen. Daher appellierte der Salzburger Verkehrslandesrat an die Deutsche und die Österreichische Regierung, einen Korridor zu errichten, damit künftig alle Arbeitskräfte die Grenze passieren dürften. Die Grenzkontrollen auch noch über den Sommer bestehen bleiben. 

Keine Klima-Entspannung durch Corona-Krise
Das Wegener Center der Universität Graz warnt davor, während der Corona-Krise den Klimawandel aus den Augen zu verlieren. Die unmittelbare Treibhausbilanz könne zwar durch den "Lockdown" verbessert werden, "aber auf die globale Erwärmung haben solche nur kurzfristigen Einsparungen praktisch keine Auswirkungen", so ein Paper des Wegener Centers in Zusammenarbeit mit dem  Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo).

Papst betet für einsame Senioren

Der Papst hat wegen der vielen Todesopfer unter Patienten in Altersheimen bei seiner Frühmesse für Senioren gebetet. "Beten wir vor allem für alte Menschen, die einsam sind, oder sich in Seniorenheimen befinden. Alte Menschen haben Angst, Angst alleine zu sterben. Sie empfinden diese Pandemie als etwas Aggressives", so der Papst. Auf "Vatican News" wird die Messe aus der Kapelle des Gästehauses "Santa Marta" täglich ab 7.00 Uhr übertragen. Es gibt eine deutsche Tonspur.

Coronavirus-Krise: Warnung vor "medizinischen Kollateralschäden"
Wegen der Corona-Krise sollen viele Behandlungs-, Kontroll- und Operationstermine nicht eingehalten werden können. Internist Jochen Schuler warnt nun im "Kurier" vor "nicht quantifizierbaren medizinischen Kollateralschäden des Shutdown“. Auch der Kardiologe Thomas Stefenelli, Leiter der 1. Medizinischen Abteilung im Donauspital, ist besorgt. Abgesehen von den Corona-Patienten, seien viele andere Patienten momentan nicht gut versorgt. Patienten mit diagnostizierter Herzschwäche würden sich zur zeit seltener behandeln lassen. Diese sollten sich aber unbedingt melden, wenn sich ihr Zustand verschlechtere. Auch kämen deutlich weniger Patienten mit Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern zu Behandlung. Unbehandelt sie dies der Hauptrisikofaktor für einen Schlaganfall.

Kurz: Keine Änderung bei Corona-Gesetzespaketen 
Die Regierung handelte sehr rasch nach dem Bekanntwerden der Gefahr durch das Corona-Virus. Im Eiltempo wurden drei umfassende Gesetzespakete durchs Parlament gebracht. Nun gibt es aber immer mehr Kritik an der Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen. Dennoch soll Bundeskanzler Kurz vorerst nicht nachbessern wollen, das berichtet der ORF. Möglicherweise mangelhafte Gesetzestexte begründete der Kanzler damit, dass "wir schnell gehandelt haben". Außerdem seien die Gesetze und Verordnungen "nicht auf Dauer“. Bis eine Überprüfung durch die Höchstgerichte stattgefunden habe, sollen diese ohnehin "nicht mehr in Kraft sein", so Kurz. "Ich bitte um etwas Nachsicht, dass es eine Ausnahmesituation ist."

Pressekonferenz zur Öffnung von Sportstätten

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) informieren heute um 11.00 Uhr in einer Pressekonferenz über "Aktuelles im Bereich Hochleistungs- und Freizeitsport".

"Soziale Diskriminierung" bei E-Learning

Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser ortet Diskriminierung beim E-Learning. Laut Kaiser, hätten 9.000 Schüler nicht die Möglichkeit dem Unterricht beim E-Learning zu folgen. Es mangele an der Ausrüstung. Hier zeige sich die "soziale Diskriminierung", so Kaiser Im Ö1-"Morgenjournal.

Sturm auf Baumärkte
Vier Wochen nach Inkrafttreten der Corona-Maßnahmen in Österreich durften gestern die ersten Geschäfte wieder öffnen. Die Lockerung des "Shutdowns" stellt einen ersten Schritt in eine "neue Normalität" dar, so der Bundeskanzler. In vielen Baumärkten und auch einigen anderen Geschäften kam es zu einem großen Kundenansturm. Sonst blieb es eher ruhig. Positiv fiel auf, dass die allgemeine Maskenpflicht beim Einkaufen und bei der Nutzung der Öffis weitgehend eingehalten wurde.

Anschober will Unschärfen bei Corona-Gesetzen bereinigen
Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) kündigte in der "ZIB2" an, Gesetze und Verordnungen evaluieren zu lassen. Eine Expertengruppe werde Gesetze, Verordnungen und Erlässe überprüfen. Unschärfen werde man bereinigen. Die Gruppe werde heute zusammenkommen, so Anschober. Teil der Gruppe soll der ehemalige Verwaltungsgerichtshof-Präsident und Interimsjustizminister Clemens Jabloner sein. Auch Verfassungsexperten und Chefjuristen aus den Ministerien sollen nominiert worden sein.

Zweite Dunkelziffer-Studie
Am Donnerstag soll mit der Datenerhebung einer zweiten Dunkelziffer-Studie begonnen werden. Die der erste repräsentative Stichprobenuntersuchung auf eine Infektion mit dem Corona-Virus war Anfang April erfolgt. Die zweite Studie soll nun eine noch genauere Einschätzung der Dunkelziffer ermöglichen. Durchgeführt wird die Untersuchung mit der Unterstützung der Statistik Austria. Diese soll dazu eine repräsentative Stichprobe von 2.800 Personen ab 16 Jahren ausgewählt haben. Die Ergebnisse sollen Ende April vorliegen.

Die erste Dunkelziffer-Studie kam zu dem Ergebnis, dass zwischen 10.200 und 67.400 Personen mit dem Corona-Virus infiziert seien. Der wahrscheinlichste Wert lag bei 28.500 Infizierten (0,33 Prozent der Bevölkerung).

Neues Dashboard
Das Gesundheitsministerium hat das Dashboard aktualisiert ausgerollt. Dort gibt es Differenzen bei den Zahlen der Toten in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Auf der Seite des neu ausgerollten Dashboards werden 332 Todesfälle angegeben. Die Seite des Gesundheitsministeriums gibt 384 Verstorbene an. 

Die Mittel für Kurzarbeit aufgestockt
Die Mittel für die Kurzarbeit sollen erneut aufgestockt werden. Statt der bisher drei Milliarden Euro, sollen nun fünf Milliarden für die Unterstützungsmaßnahme bereitgestellt werden

Rund 610.000 Anträge auf Kurzarbeit
Die Zahl der Kurzarbeitsanträge soll letzte Woche um 200.000 gestiegen sein. Demnach sollen bisher 608.607 mal Anträge auf Kurzarbeit gestellt worden sein.

Erste Schritte in "Neue Normalität"
Am Dienstag durften nach vierwöchiger Pause kleine Geschäfte, Baumärkte und Gartencenter wieder ihre Türen öffnen. Ab sofort gilt eine allgemeine Maskenpflicht beim Einkaufen und beim Benützen öffentlicher Verkehrsmittel.

Hier die Ereignisse des Vortags:

Kurz: "Wir sind auf Kurs", Bundesheer reduziert Truppen in Auslandseinsätzen

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