Ministerrat
Regierung bestellt mehr Impfdosen, bringt "Grünen Pass" auf den Weg

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne).
3Bilder
  • Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne).
  • Foto: BKA/Dragan Tatic
  • hochgeladen von Lukas Urban

Die türkis-grüne Bundesregierung hat am Mittwoch im Rahmen des Ministerrats beschlossen, für die Jahre 2022 und 2023 42 Millionen zusätzliche Corona-Impfdosen zu kaufen. Der Preis: 800 Millionen Euro. Zudem gibt es handfeste Details zum "Grünen Pass".

Zusammen mit den bereits bestellten 72,5 Millionen Impfdosen beträgt der Kostenrahmen für die Corona-Vakzine in Österreich nun 1,2 Milliarden Euro. Sollten Dosen übrig bleiben, können diese an andere Länder verkauft oder im Zuge von Hilfsaktionen gespendet werden. Damit werden zusätzlich 35 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer, 3 Millionen von Moderna und 4 Millionen von Johnson & Johnson gekauft. Auf zusätzliche Bestellungen bei AstraZeneca verzichtet man somit.

"Einerseits ist noch nicht bekannt, wie lange der Impfschutz nach Grundimmunisierung letztendlich anhält. Andererseits ist derzeit auch unklar, ob und in welchem Ausmaß zukünftig weitere Impfungen auf Grund neuer Varianten von SARS-CoV-2 notwendig sein werden, um weiter und dauerhaft einen optimalen Impfschutz zu bieten", so Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) laut APA im Ministerratsvortrag. Man gehe davon aus, dass weitere Auffrischungsimpfungen nötig sein werden, eventuell angepasst an Mutationen des Virus.

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne).
  • Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne).
  • Foto: BKA/Dragan Tatic
  • hochgeladen von Lukas Urban

"Grüner Pass" ab 19. Mai

Am Mittwoch wurden auch die Details zum "Grünen Pass" auf den Weg gebracht. Die Umsetzung in Österreich startet ab dem 19. Mai in analoger Form – pünktlich zu den großen Öffnungsschritten. Ab dann können folgende Nachweise für Zutritte verwendet werden: Behördlich anerkannte negative Testergebnisse, die Vorlage des Impfpasses oder ein Absonderungsbescheid bzw. eine ärztliche Bestätigung über eine in den vergangenen sechs Monaten überstandene Infektion.

Ab Anfang Juni sollen in Österreich zusätzlich digitale Nachweis-Varianten zum Einsatz kommen, noch vor der europäischen Lösung. Mit der Erstellung von "Zertifikaten" mit QR-Codes geht der "Grüne Pass" dann national in die Umsetzung: Testzertifikat, Impfzertifikat oder Genesenenzertifikat. Diese Zertifikate können entweder digital abgerufen oder als Ausdruck in einem Gemeindeamt oder Magistrat abgeholt werden.

Ein "Grüner Pass" für Geimpfte, Genesene und Getestete – Was hältst du davon?

Reisen wird möglich

Voraussichtlich am 26. Juni tritt die EU-Verordnung in Kraft, wodurch die gegenseitige Anerkennung der Zertifikate auf EU-Ebene möglich wird. Damit sollte auch der Tourismus belebt werden. Nach derzeitigem Stand soll der "Grüne Pass" in allen EU-Mitgliedsstaaten sowie im EWR-Raum und der Schweiz gültig sein. Die Zertifikate sind europaweit lesbar: An jeder Grenze kann man mit dem QR-Code nachweisen, dass man geimpft, getestet oder genesen ist.

"Der Grüne Pass bietet analoge und digitale Nachweise über einen negativen Corona-Test, eine Impfung oder eine Genesung. Mit der raschen und anwenderfreundlichen Umsetzung ermöglichen wir große Schritte in Richtung Normalität unter Wahrung höchster Sicherheit", so Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) in einer Aussendung.

Auch interessant:

Alle Regeln: So sperrt Österreich ab 19. Mai auf
Grüner Pass zertifiziert uns für Eintritt ins "normale Leben"

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Aktuell

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen