Corona-Ticker
Anschober: "Erste Etappe geschafft", aber laut Stichprobe bis zu 67.400 Infizierte

Die zunächst "dramatischen" Zuwachsraten von teils mehr als 40 Prozent wurden "massiv gedrückt", so Anschober
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  • Die zunächst "dramatischen" Zuwachsraten von teils mehr als 40 Prozent wurden "massiv gedrückt", so Anschober
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Tag 26 der Ausgangsbeschränkungen: Wissenschaftsminister Heinz Faßmann präsentierte heute zusammen mit Günther Orgis und Christoph Hofinger vom Sora-Institut die Ergebnisse der Corona-Prävalenz-Studie. Laut der Erhebung könnte es bis zu 67.400 Infiziert in Österreich geben. Die Regierung stellte am Donnerstag einen Corona-Familienfonds in der Höhe von 30 Millionen Euro zu Verfügung, der Familien in finanzieller Not unterstützen soll. Bundeskanzler Sebastian Kurz appelliert vor den Osterfeiertagen an die Bevölkerung: "Bitte treffen Sie niemanden." Derzeit gibt es in Österreich 13.431 bestätigte Corona-Infektionen (Stand 13.00 Uhr). 

Wir, die Regionalmedien Austria, versuchen an dieser Stelle objektiv und unaufgeregt über den aktuellen Status Quo zum Corona-Virus in Österreich zu berichten. Haben Sie allgemeine Fragen, rufen Sie die Informations-Hotline an unter 0800 555 621. Bei Verdacht auf eine Infektion wählen Sie die Hotline 1450. Hier geht's zu den aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums.

Hier geht es mit dem Liveticker weiter:

Laut Stichprobe bis zu 67.400 Infizierte

Handelsöffnung
Kommenden Dienstag sollen Tankstellen mit angeschlossenen Waschstraßen, Kfz- und Fahrradwerkstätten, Baustoff-, Eisen- und Holzhandel, Pfandleihanstalten und Handel mit Edelmetallen, Bau- und Gartenmärkte (unabhängig von der Größe) sowie kleinere Händler, wenn der Kundenbereich im Inneren höchstens 400 Quadratmeter beträgt wieder öffnen dürfen. Dabei gibt es einiges zu beachten. 

  • Die künstliche Verkleinerung der Verkaufsflächen ist verboten
  • Es herrscht Maskenpflicht für Mitarbeiter und Kunden. 
  • Geschäfte müssen die Schutzmasken nicht zur Verfügung stellen.
  • Der Mindestabstand von einem Meter muss eingehalten werden. 
  • Für Geschäfte bis 400 Quadratmeter gilt nun, dass sich pro 20 Quadratmeter nur ein Kunde aufhalten darf
  • Die Öffnungszeiten sind auch weiterhin von 07.40 Uhr bis 19.00 Uhr beschränkt.
  • Bein Nicht-Einhaltung der Maßnahmen drohen drastische Strafen. Händler, die zu viele Kunden ins Lokal lassen, müssen bis zu 3.600 Euro bezahlen. Große Händler, die nicht unter die Verordnung fallen und frühzeitig öffnen, können mit bis zu 30.000 Euro belangt werden.
  • Einkaufszentren sind von der Ausnahme nicht erfasst und bleiben geschlossen
Kommenden Dienstag sollen einige Geschäfte wieder öffnen dürfen. Dabei gibt es einiges zu beachten.
  • Kommenden Dienstag sollen einige Geschäfte wieder öffnen dürfen. Dabei gibt es einiges zu beachten.
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Vorerst letzter Repatriierungsflug gelandet
Am Vormittag ist in Wien Schwechat der vorerst letzte vom Außenministerium organisierte Repatriierungsflug gelandet. An Bord der Maschine sollen sich 288 Passagiere befunden haben. Zum überwiegenden Teil sollen sie aus Österreich stammen. Außerdem mit an Bord sollen sieben Piloten und zwei komplette Kabinenbesatzungen gewesen sein. Sie waren seit Sonntagabend, also viereinhalb Tage lang unterwegs. Es war der 39. vom Außenministerium organisierte Rückholungsflug. 7.500 Personen sollen auf diese art bisher zurück nach Österreich gebracht worden sein. Laut Schallenbergs Sprecherin Claudia Türtscher, sollen sich sind nun noch etwa 3.000 Österreicher im Ausland aufhalten. Sie sollen in 80 Ländern verstreut sein. 850 von ihnen wollen den Angaben zufolge zurück nach Österreich. "Wir sind nun in der Phase der Einzelfallbetreuung angekommen“, so Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP). 

Missbrauch bei Kurzarbeit
Die Arbeiterkammer (AK) hat vor Missbrauch bei der Kurzarbeit in Österreich gewarnt. Es gebe etwas 35 Fälle, bei denen Arbeitnehmer trotz Kurzarbeit Vollzeit arbeiten und falsche Stundenaufzeichnungen führen würden. WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf (ÖVP) bezweifelte dies am Freitag im Ö1-"Morgenjournal" und wies auf mögliche Missverständnisse hin. Ihm seien keine Fälle bekannt. Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) soll nun schwerpunktmäßige Kontrollen von kurzarbeitenden Firmen an.

Anschober zu OPs, Schutzbekleidung und niedergelassenen Fachärzten
Anschober: "Wir werden dort versuchen, schrittweise mehr zu ermöglichen an akutmedizinischer Betreuung, wo es Schmerzsituationen gibt, wo es Grauzonen gibt, wie man medizinische Notwendigkeit definiert". Die Maßnahmen hätten gegriffen Warteräume seien nicht überfüllt gewesen. Auch die Zahl geschlossener Ordinationen halte sich in Grenzen. Man arbeite daran Schutzbekleidung für die Ärzte zu beschaffe."Ich versteh da die Kritik absolut auf der einen Seite, auf der anderen Seite können wir am Weltmarkt nur das bekommen" was es eben gerade gebe, so Anschober.

Puchammer warnt vor Internet-Test
"Verschiedene Firmen haben Tests, wir evaluieren diese Tests." Das sei etwa  zwei Wochen nach einer Infektion sinnvoll. "Wenn man wissen möchte, hat das jemand durchgemacht, schaut man nach, ob der Betreffende Antikörper hat." Bei den Schnelltests habe sich "ein Markt ergeben". Kaum einer dieser Tests sei untersucht und ausgewertet worden. Man könne sie daher nicht für die Diagnostik verwenden. "Wir evaluieren gerade bestimmte Schnelltests um zu wissen, wo sind die Grenzen." Puchammer warnt  Tests aus dem Internet. Diese könnten ein falsch-positives Ergebnis liefern, was weitreichende Folgen haben könne.

Anschober zu  KontaktpersonenmanagementIm Kontaktpersonenmanagement müsse man deutlich schneller werden, so Anschober. Vom Zeitpunkt einer Infektion bis zum Zeitpunkt des Sichtbarwerdens in der Statistik würden gut zwei Wochen vergehen. Die Stopp-Corona-App könne dabei helfen. Man benötige aber auch ein manuelles Kontaktpersonenmanagement. Man müsse Kontakte bei Krankheitsfällen  zurückverfolgen können und "das möglichst rasch".

Anschober: "Die erste Etappe war ein voller Erfolg"
Anschober appelliert an die Bevölkerung momentan "nichts zu riskieren", auch wenn die Wetterlage und die Osterzeit zu "traditionellem Verhalten" verführen würden. Man sei "hier einen super Weg gegangen". Das könnte man aber auch "theoretisch innerhalb weniger Tage kaputt machen", so der Gesundheitsminister. Das dürfe nicht passieren. Daher solle man die Grundregeln (Händewaschen, Abstand halten) auch in den nächsten Wochen beibehalten. 

Containment oder Kollaps
Vor zwei Wochen habe es nur zwei Szenarien gegeben, so Ostermann: Containment, das Erreichen des Plateus oder den Kollaps. Mittlerweile gehe man "eher" von einem Containment aus. Es sei aber nicht sicher, dass das so bleibe, warnt Ostermann.

Ostermann: flächendeckender Trend
Laut Herwig Ostermann, Geschäftsführer der Gesundheit Österreich, hätte der "erfreuliche Trend" der geringen Wachstumsraten auch über die Woche hinweg angehalten. Man haben einen Rückgang in allen Bundesländern verzeichnen können. "Das ist ein österreichweiter und flächendeckender Trend", so Ostermann. Der R-Wert konnte auf unter eins gesenkt werden, "das bedeutet, jeder infizierte Patient steckt im Schnitt weniger als eine weitere Person an." Man habe noch 1.000 Betten im  Intensivbereichen für Coronapatienten verfügbar, so Ostermann.

Anschober: Bevölkerung hat "sensationell mitgemacht"
Mittlerweile sei die Zuwachsrate auf 2,2 Prozent gesunken. Seit dem 3. April sei man schon unter fünf Prozent. Das sei "ein wirklicher Erfolg. Die Bevölkerung habe "sensationell mitgemacht", so der Gesundheitsminister. Mittlerweile sei man theoretisch bei einem Verdoppelungszeitraum von 29 Tagen. 

Anschober: "Erste Etappe"
Die "dramatischen" Zuwachsraten von teilweise mehr als 40 Prozent sollten "massiv gedrückt" werden, so Anschober. Das sei auch das zentrale Ziel der Maßnahmen gewesen. Dies sei geschehen, um die Kapazitäten der Spitäler nicht zu überlasten. Das sei in Österreich "wirklich gelungen". Das sei aber erst "die erste Etappe" und noch nicht das "Endergebnis", so Anschober weiter. 

Pressekonferenz "Kapazitäten in Österreichs Spitälern"
Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Die Grünen), Herwig Ostermann (Geschäftsführer Gesundheit Österreich) und Elisabeth Buchammer (Med Uni Wien) informieren über die Situation in österreichischen Spitälern.

Maskenpflicht auch in Taxis
Die Verpflichtung zum Tragen eines Mund/Nasen-Schutzes soll nach Ostern nicht nur in den Öffis sondern auch in Taxis und bei Fahrdienstvermittlern wie Uber gelten. Der Transport könne ab kommenden Dienstag nur in Anspruch genommen werden, wenn Mund und Nase entsprechend geschützt seien und ein Meter Abstand zwischen Fahrer und Fahrgast bestehe, das berichten "Kleine Zeitung" und "Standard".

Masken sollen nach Ostern auch in Taxis verpflichtend sein
  • Masken sollen nach Ostern auch in Taxis verpflichtend sein
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In Wien mehr Genesene als Neuinfizierte 
In einer Aussendung des medizinischen Krisenstabes der Stadt Wien heißt es, dass in Wien 1.952 Erkrankungen bestätigt seien. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle soll 67 betragen. Zwei Frauen (85 bzw. 92 Jahre) und drei Männer (74, 77 bzw. 78 Jahre) sind im Krankenhaus verstorben. 493 Personen gelten als genesen. Somit gelten im Vergleich zu gestern 189 Personen mehr als genesen. Dem gegenüber stehen nur 28 Neuinfektionen.  

Die Stichprobenstudie zusammengefasst:

So wurden die Testpersonen ausgewählt
  • So wurden die Testpersonen ausgewählt
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In Österreich soll es Anfang April zwischen 10.200 und 67.400 mit dem Coroan-Virus infizierte Personen gegeben haben.Der wahrscheinlichste Wert liegt bei 28.500 Infizierten. Bei einer Stichprobe von 1.544 Menschen ergibt das einen Anteil von 0,33 Prozent.
  • In Österreich soll es Anfang April zwischen 10.200 und 67.400 mit dem Coroan-Virus infizierte Personen gegeben haben.Der wahrscheinlichste Wert liegt bei 28.500 Infizierten. Bei einer Stichprobe von 1.544 Menschen ergibt das einen Anteil von 0,33 Prozent.
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A1 veröffentlicht Bewegungsdaten
Der Mobilfunkanbieter A1 hat die Bewegungsdaten seiner Kunden veröffentlicht, das berichtet der "Standard". Die Daten sollen zeigen, dass in Städten ein deutlicher Mobilitätsrückgang wahrnehmbar sei. im Vergleich zu ländlichen Regionen ist es wahrscheinlich, dass dies an der besseren Verfügbarkeit und der notwendigen Infrastruktur in unmittelbarer Nähe liegen könnte. Die Daten sollen anonymisert auch der Regierung zur Verfügung gestellt worden sein, so A1. 

Faßmann zur Immunisierung und Reisefreiheit
Um "tatsächliche Aussagen" über den Grad der Immunisierung treffen will, brauche man Antikörpertests. weil das Corona-Virus neu sei, sei es noch nicht möglich, dass "wir einen hohen Immunisierungsgrad haben", so Faßmann. Anhand der Stichproben-Untersuchung ließe sich keine Aussage über die Reisefreiheit machen, so Faßmann.

Faßmann zu sozialen Kontakten 
Faßmann ist der Meinung, dass die Bevölkerung "noch diese Form von Regeln und Disziplin einhalten" solle. Mindestes bis die Neuinfektionszahlen zuverlässig sinken würden. Aus der aktuellen Studie könne man nicht ableiten wann man seine Freunde und Familie wieder treffen könne. Sie sei nur eine Momentaufnahme. Weitere Studien, auch solche mit Antikörpertest, könnten künftig mehr zu diesem Thema sagen.

Konfidenzintervall zwischen 10.200 und 67.400
Im Zeitraum der Untersuchungen seien 28.500 Personen in Österreich akut infiziert gewesen. "Das ist der wahrscheinlichste Wert", so Hofinger. Das Konfidenzintervall liege zwischen 10.200 und 67.400. Das sei das Spektrum, in welchem sich die Zahl der Infizierten mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit bewege. Ein Drittel Prozent der Bevölkerung soll Anfang April akut infiziert gewesen sein.

Kritische und konstruktive Diskussion der Zahlen
Heute sei der früheste Zeitpunkt gewesen, ein Ergebnis zu präsentieren. Es gehe um eine Periodenprävalenz, also "wie viele Personen waren im Untersuchungszeitraum akut infiziert", so Hofinger. "Wir freuen uns auf eine kritische und konstruktive Diskussion unserer Zahlen", genau das sei es, was die Gesellschaft jetzt brauche. 

2000 Personen waren ein guter Kompromiss
"Manche haben gesagt, warum nicht viele viele tausend Tests?" Das hätte dann viel länger gedauert und auch Testkapazitäten gekostet, so Christoph Hofinger.  Die 2000 Personen seien daher ein guter Kompromiss gewesen. 

Tests Anfang April durchgeführt
Die letzten Tests seien am Dienstag eingetroffen. Vor der Erstellung eines anonymisierten Datensatzes hätten zunächst die Betroffenen von der Behörde informiert werden müssen. Daher hätte die Präsentation des Test-Ergebnisses etwas länger gedauert, so Ogris.

Wenige Verweigerer 
Nur 23 Prozent der Testpersonen hätten die Teilnahme verweigert, was ein sehr niedriger Wert sei, so Ogris.

Auswahl der Teilnehmer
"Wir haben nicht festgestellt, wie viele Menschen immun sind, sondern nur, wie viele Menschen in Österreich derzeit akut infiziert sind", so Günther Ogris von der Sora. "Wir haben als Population definiert: Alle in Österreich lebende Menschen", so Ogris zur Auswahl der Teilnehmer. Die jüngste Testperson sei noch kein Jahr alt, der älteste Studienteilnehmer 94 Jahre. Außerdem hätte man eine Stichprobe von Gemeinden und Wiener Bezirken getroffen, dann zufällige Haushalte ausgewählt. 

Weitere Studien
Die Studie sei nur eine Momentaufnahme, daher seien weitere erforderlich, so Faßmann. Diese sollen "nach der Pionierarbeit von Sora", von der Statistik Austria übernommen werden.

Faßmann: "Der Berg ist höher als gedacht"
Bezogen auf die Bevölkerung liege die Infektionsrate aber unter einem Prozent. Das deute auch einen niedrigen Immunisierungswert hin. So sei man potenziell schnell wieder bei einem exponentiellen Wachstum. "Der Berg ist höher als gedacht und wir sind derzeit noch nicht auf der sicheren Seite", so Faßmann.

Rund 30.000 Personen infiziert
"Die Ergebnisse sind solide erarbeitet und zeigen viele interessante Ergebnisse." Der wahre Wert der Infizierten "liegt über dem Wert der offiziell ausgewiesenen", so Faßmann. Hochgerechnet auf die Bevölkerung seien zu diesem Zeitpunkt rund 30.000 Personen infiziert erklärt er.

Österreich erstes Land Kontinentaleuropas mit Prävalenzstudie
"Uns war klar, dass die Datenbasis verbessert werden muss, damit wir wissen, wo wir uns epidemiologisch überhaupt befinden", so Faßmann. Daher habe er diese Studie in Auftrag gegeben. "Österreich ist damit das erste Land Kontinentaleuropas, welches eine Prävalenzstudie zur Verbreitung von Covid-19 vorlegen kann", so der Wissenschaftsminister.

Pressekonferenz "Ergebnisse der Corona-Prävalenz-Studie"
Die Pressekonferenz mit Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP), Günther Ogris und Christoph Hofinger (beide SORA) beginnt in Kürze.

 "Der Berg ist höher als gedacht und wir sind derzeit noch nicht auf der sicheren Seite", so Faßmann.
  • "Der Berg ist höher als gedacht und wir sind derzeit noch nicht auf der sicheren Seite", so Faßmann.
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Aktuelle Zahlen aus Österreich
Die Zahl der bestätigten Corona-Virus-Fälle in Österreich liegt bei 13.271 (Stand: 8.00 Uhr). Laut Gesundheitsministerium sollen 295 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Virus-Infektion gestorben sein, 5.240 Menschen gelten als genesen (Stand: gestern, 10.30 Uhr). Bisher wurden 126.287 Tests durchgeführt und gemeldet (Stand: gestern, 10.30 Uhr).Die meisten Infektionen (Stand: 8.00 Uhr) wurden mit 3.045 bisher in Tirol nachgewiesen. Niederösterreich folgt mit 2.192 Fällen, Oberösterreich mit 2.085 Fällen und Wien mit 1.925 Fällen.

Marathonlesung "120 Stimmen in zehn Stunden"
Ab 12 Uhr soll die Marathonlesung von Albert Camus' "Die Pest" beginnen. Viele prominente Vorleser sollen mit dabei sein, unter anderem die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, Josef Hader, Wolfgang Ambros, Sophie Rois, Armin Wolf, Kardinal Schönborn und Katharina Strasser.  Den Stream zu dem Event findest du hier

Rückholungs-Flüge vorerst abgeschlossen
Am Freitag sollen die Rückholungs-Flüge vorerst abgeschlossen werden. Die "Spirit of Austria" der AUA soll heute landen und etwa 300 Europäer aus Neuseeland nach Wien bringen. An Bord sollen sich größtenteils Österreicher befinden.

Eine AUA-Maschine wird rund 300 Europäer aus Neuseeland zurück nach Wien bringen.
  • Eine AUA-Maschine wird rund 300 Europäer aus Neuseeland zurück nach Wien bringen.

  • Foto: Austrian Airlines_Patrick Huber
  • hochgeladen von Julia Schmidbaur

Europaparlament erzielt Einigung bei Corona-Hilfen
Die EU-Finanzminister haben sich Donnerstagabend auf ein gemeinsames Rettungspaket geeinigt. 500 Milliarden Euro soll das Rettungspaket schwer sein und in die Gesundheitssysteme der Länder fließen. Von den Hilfen dürften Italien und Spanien am meisten profitieren.

Verstöße bei Kurzarbeit gemeldet 
Die Arbeiterkammer soll dem Arbeitsmarktservice (AMS) die Namen von rund 100 Betrieben mitgeteilt haben. Dort soll es zu Problemen bei der Umsetzung der Kurzarbeit gekommen sein, das berichtet das Ö1-"Morgenjournal". Unter anderem soll es dort gefälschte Arbeitszeitaufzeichnungen gegeben haben. Unternehmen sollen Angestellte voll arbeiten haben lassen, während man die Zuschüsse für die Kurzarbeit bezog. "Mir sind keine konkreten Fälle bis dato bekannt, deshalb habe ich ein bissl wenig Verständnis für solche pauschalen Verdächtigungen", so Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKO). Laut Kopf seien Missverständnisse möglich, denn es sei erlaubt phasenweise mehr zu arbeiten. Allerdings müsse diese Zeit wieder abgebaut werden. Kopf sei der "Erste", der gegen Betrugsversuche vorgehe. "Wir können kein Interesse daran haben, dass dieses Instrument missbraucht und damit diskreditiert wird", so Kopf zur Kurzarbeit.

Ergebnisse Corona-Prävalenz-Studie
Am Freitag will die Regierung die Ergebnisse der erste Stichproben-Erhebung präsentieren. Die Corona-Prävalenz-Studie soll Rückschlüsse auf die Dunkelziffer der Corona-Virus-Erkrankungen in Österreich ermöglichen. Bei künftigen Stichproben-Tests könnten auch auch Antikörpertests zum Einsatz kommen, so Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Damit könnte man Abschätzen wie viele Personen in Österreich bereits immun gegen das Corona-Virus seien. Bei der aktuellen Studie wurden 2.000 Personen getestet und es kam das PCR-Verfahren zum Einsatz. Das Verfahren weist den Virus anhand seinen Erbguts nach und erlaubt keine Rückschlüssen auf bestehende Immunitäten oder eine frühere Ansteckung

Ausgangsbeschränkung bis Ende April verlängert

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) veröffentlichte in der Nacht eine Verordnung über die Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen bis Ende April. Die Verordnung enthält außerdem eine Regelung zur Maskenpflicht bei der Benutzung der Öffis.

Öffnungszeiten des Handels bleiben beschränkt

In der Verordnung, die Anschober in der Nacht veröffentlichte, finden sich auch Regelungen zum langsamen Hochfahren des österreichischen Handels.  Baumärkte, Pfandleihen, Edelmetallhandel und andere Geschäfte mit einer maximalen Handelsflächen von 400 Quadratmetern dürfen ab 14. April wieder aufsperren, allerdings unter der Einhaltung strenger Auflagen. Die Öffnungszeiten  bleibt für den Handel weiterhin beschränkt (7.40 bis 19.00 Uhr). Einkaufszentren bleiben weiterhin geschlossen. 

Martin Sprenger verlässt Corona-Taskforce
Der Gesundheitswissenschafter Martin Sprenger (MedUni Graz) soll nach eigenen Angaben freiwillig aus der Corona-Taskforce des Gesundheitsministeriums ausgestiegen sein, das berichtet der "Standard". Der Experte für Public Health fiel mit Kritik an den Corona-Maßnahmen der Regierung auf. Er kritisierte etwa die Schließung von Parks und Wandergebieten. 

ORF schickt Mitarbeiter in Kurzarbeit
Ab 13. April wird nun auch der ORF einige Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Betroffen sind etwa 570 Angestellte. Die Mitarbeiter sollen drei Monate lang zur Hälfte 50 Prozent und zur Hälfte 10 Prozent Kurzarbeit leisten, bestätigte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz einen Bericht der "Kleinen Zeitung". Diese Regelung betreffe Mitarbeiter, die wegen der Absage von Kultur- und Sport-Veranstaltungen sowie von Eigenproduktionen ihrer Tätigkeit nicht in vollem Umfang nachgehen könnten. 

Hier geht es zu den Ereignissen des Vortags:

30 Millionen Euro für Corona-Familienfonds, 5 Millionen für Fertigungsstrategien von Schutzbekleidung

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