Reisewarnungen sind selbstverschuldet
Schellhorn attackiert Tourismusministerin: "Wie eine Dilettantin vorgegangen"

Heftige Kritik, die da der NEOS-Nationalratsabgeordnete und Unternehmer Sepp Schellhorn äußerst. Konkret attackiert er Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) vor, sie habe die Reiswarnungen die Deutschland gegenüber Österreich ausgesprochen habe und die den Wintertourismus nahezu zum Erliegen bringen, viele Unternehmer in den Ruin, selbst verschuldet.
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  • Heftige Kritik, die da der NEOS-Nationalratsabgeordnete und Unternehmer Sepp Schellhorn äußerst. Konkret attackiert er Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) vor, sie habe die Reiswarnungen die Deutschland gegenüber Österreich ausgesprochen habe und die den Wintertourismus nahezu zum Erliegen bringen, viele Unternehmer in den Ruin, selbst verschuldet.
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Heftige Kritik, die da der NEOS-Nationalratsabgeordnete und Unternehmer Sepp Schellhorn äußerst. Konkret attackiert er Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), sie habe die Reiswarnungen die Deutschland  und die Niederlande gegenüber Österreich ausgesprochen haben und die den Wintertourismus nahezu zum Erliegen bringen, viele Unternehmer in den Ruin treiben, selbst verschuldet.

ÖSTERREICH. Dilettieren meint, etwas ohne Expertise oder Fachwissen zu tun. Es beschreibt also die Tätigkeit von einer Person, die sich einer bestimmten Aktivität, einem Hobby, der Wissenschaft oder einer künstlerischen Richtung widmet, ohne Fachmann zu sein. Oder wie in diesem Fall: jene Tätigkeit der Tourismusministerin Österreichs auszuüben, ohne Fachwissen zu haben. Denn genau das wirft NEOS-Wirtschaftssprecher und Hotelier Sepp Schellhorn Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) vor: dilettieren. 

Albtraum für Wintertourismus

Mit der deutschen Reisewarnung und jener von den Niederlanden ist der befürchtete Albtraum der Touristiker wahr geworden. Die Saison startet mit Stornos. Doch die Sorge in der Tourismusbranche vor einem "Corona-Winter" mit größten Einbußen herrscht schon länger. Nun ist diese durch die Reisewarnungen aus der mit Abstand wichtigsten Herkunftsnation Deutschland und zweitwichtigsten Herkunftsnation Niederlande noch stärker geworden. Laut Hotelier Sepp Schellhorn sei Elisabeth Köstinger (ÖVP) wie eine Dilettantin vorgegangen, denn man hätte längst sich mit Deutschland abstimmen müssen, so der Oppositionelle.

"Die deutsche Reisewarnungen machen betroffen und wütend. Betroffen, weil ich die Auswirkungen kenne und spüre. Wütend, weil sie selbstverschuldet sind. Die Regierung war im Sommer untätig, #Köstinger interessierte sich nur für die eigenen, nicht für die auf uns zurollenden Reisewarnungen."

Eine negative psychische, dramatische Spirale

Ob die Wintersaison überhaupt noch zu retten sei, beantwortete Schellhorn "diese Frage leider berechtigt" sei: "Es hat eine negative psychische Spirale eingesetzt, die dramatisch ist", sagt er über die Stimmung im heimischen Tourismus, für den die Wintersaison die wichtigste Zeit des Jahres darstellt. Daran gibt Schellhorn auch der Ministerin Schuld: Köstinger stolpere "von Versäumnissen im Sommer in die nächste Überforderung, sie hatte unsere Kernmärkte schlicht nicht im Blick. Die Zeit des Dilettierens muss ein Ende haben."

Buchungen bei Null

"Betriebe, die vornehmlich auf den Winter bauen, stehen vor einem enormen Liquiditätsproblem. Die Buchungen stehen - vor allem seit den Reisewarnungen - praktisch bei null. Es gibt deswegen auch Stornierungen und damit fehlen die Anzahlungen. "Es braucht endlich eine Schutzschirmlösung für die Tourismusbetriebe", fordert Schellhorn einmal mehr. Zwar gebe es nunmehr Signale in Richtung einer Umsetzung, wie kürzlich der Tourismusausschuss gezeigt habe, "aber mit der Umsetzung wurde viel zu lange gewartet", kritisiert der NEOS-Politiker.

Hätte sich akkordieren müssen

In diesem Zusammenhang übt Schellhorn harsche Kritik an Tourismusministerin Köstinger. Er wirft ihr vor, den Sommer verschlafen zu haben, "während die Welt über uns einbricht". Es habe keine Bemühungen gegeben, die Reisewarnungen abzuwenden. "Sie hat wie Gesundheitsminister (Rudolf, Anm.) Anschober zwar von einer zweiten Welle gesprochen. Aber was wurde im Sinne des Tourismus dagegen getan?", so Schellhorn. "Angesichts dessen, dass der deutsche Markt für rund die Hälfte der Nächtigungen sorgt, hätte man sich mit dem deutschen RKI akkordieren müssen."

Ineffiziente Testung treibe Fallzahlen in die Höhe

Zugleich verteidigt Schellhorn Rot-Kreuz-Chef Gerry Foitik: Für den Politiker "ist es nicht der Skandal, dass Foitik mit einer geänderten Teststrategie den Wintertourismus retten und Risikogruppen schneller und besser schützen will, sondern dass die Regierung diese Strategie nicht längst umsetzt". Denn sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz würde so getestet, wie es Foitik vorschlage und auch das Robert Koch Institut (RKI) vorsehe. In Österreich aber gebe es "eine künstlich verschärfte und zudem ineffiziente Testung von asymptomatischen Kontaktpersonen". Das treibe "die Fallzahlen in die Höhe und durch folgende Reisewarnungen tausende Tourismusbetriebe in den Konkurs."

Fixkostenzuschuss ist eine Beschäftigungstherapie für Steuerberater

Ebenso "Hü-Hott" spiele die Regierung mit den Betrieben beim Fixkostenzuschuss, so Schellhorn. "Beim einzigen Cash-wirksamen Hilfsinstrument, dem Fixkostenzuschuss, hängen die Betriebe völlig in der Luft. Selbst sieben Monate nach dem Lockdown kommt der Fleckerlteppich an Hilfen nicht an. Der Fixkostenzuschuss ist eine Beschäftigungstherapie für Steuerberater." Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) habe diese "Hilfe dilettantisch aufgesetzt". Schellhorn selbst hat üblicherweise Ende Oktober rund 100 Mitarbeiter für die Wintersaison. Aktuell plant er nur mit 50 Mitarbeitern die Saison zu bestreiten.

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Heftige Kritik, die da der NEOS-Nationalratsabgeordnete und Unternehmer Sepp Schellhorn äußerst. Konkret attackiert er Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) vor, sie habe die Reiswarnungen die Deutschland gegenüber Österreich ausgesprochen habe und die den Wintertourismus nahezu zum Erliegen bringen, viele Unternehmer in den Ruin, selbst verschuldet.
Heftige Kritik, die da der NEOS-Nationalratsabgeordnete und Unternehmer Sepp Schellhorn äußerst. Konkret attackiert er Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) vor, sie habe die Reiswarnungen die Deutschland gegenüber Österreich ausgesprochen habe und die den Wintertourismus nahezu zum Erliegen bringen, viele Unternehmer in den Ruin, selbst verschuldet.

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