Corona-Ticker
Schramböck: "Kauft lokal, das geht auch digital!“

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) präsentierte eine E-Commerce Initiative und forderte die Bevölkerung dazu auf lokal einzukaufen.
4Bilder
  • Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) präsentierte eine E-Commerce Initiative und forderte die Bevölkerung dazu auf lokal einzukaufen.
  • Foto: BKA/Andy Wenzel
  • hochgeladen von Ted Knops

Tag 23 der Ausgangsbeschränkungen: Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) präsentierte eine E-Commerce Initiative und forderte die Bevölkerung dazu auf lokal einzukaufen. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kündigte am Montag an, dass kleine Geschäfte ab dem 14.4. wieder öffnen dürfen. Gesundheitsminister Anschober erklärte, dass der "Oster-Erlass" zurückgezogen wurde. Laut Gesundheitsministerium konnten bisher 12.552 Corona-Infektionen nachgewiesen werden (Stand 10.30 Uhr). Als genesen gelten 4.046 Personen. Bisher sind 243 Personen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben. 

ÖSTERREICH. Wir, die Regionalmedien Austria, versuchen an dieser Stelle objektiv und unaufgeregt über den aktuellen Status Quo zum Corona-Virus in Österreich zu berichten. Haben Sie allgemeine Fragen, rufen Sie die Informations-Hotline an unter 0800 555 621. Bei Verdacht auf eine Infektion wählen Sie die Hotline 1450. Hier geht's zu den aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums.

Hier geht es mit dem Liveticker weiter: 

Neuinfektionen gehen zurück

1. Mai bleibt Feiertag
Der 1. Mai bleibt trotz der für dieses Datum angekündigten weiteren Lockerung der Handels-Beschränkungen ein Feiertag und wird kein normaler Einkaufstag. Ein Sprecher von Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) versicherte dies am Dienstag. Die bestehenden Feiertagsregeln werden nicht verändert. Somit werden wohl die meisten Händler erst am 2. Mai aufsperren.

Abwasser könnte Aufschluss über Infektionen bieten
Laut aktuelle Studien, sollen sich bei zwanzig Prozent der Corona-Infizierten das Virus auch im Stuhl nachweisen lassen. Nun arbeiten dutzende Wissenschafter weltweit, darunter auch Forscher der Universität Innsbruck, an einem Abwasser-Epidemiologischen Testverfahren. Damit sollen sich künftig Aussagen über die Veränderungen bei der Anzahl der Infektionen im Einzugsgebiet einer Kläranlage treffen lassen.

Wieder mehr Genesene als Neuinfektionen
Am Dienstag ist in Österreich ein weiterer Rückgang der aktiven Erkrankungen verzeichnet worden. Es ist der vierte Tag in Folge an dem das gelungen ist. Diesmal sank der Wert um 3,4 Prozent auf 8.043 Fälle. Am Freitag hatte es noch fast 9.000 aktive Erkrankungen gegeben

Einige Tiroler befolgen Test-Aufforderung nicht
Laut einem Bericht der "Tiroler Tageszeitung" sollen täglich "mehrere Dutzend" Tiroler trotz Überweisung durch die Gesundheitshotline nicht die zugewiesene Screening-Station aufsuchen. An einem Tag im April sollen 40 Personen die Überweisung missachtet haben, hieß es. Etwa 8.000 Überweisungs-SMS seien bisher verschickt worden, so das Land. Da das Corona-Virus eine meldepflichtigen Krankheiten darstelle, müssten Personen, die eine Aufforderung zur Testung ignorierten mit Verwaltungsstrafen und strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Das Land selbst sprach von Fällen im "einstelligen Prozentbereich".

Parlament bietet virtuelle Besichtigung an
Wegen der Corona-Krise sind momentan keine Führungen durch das Parlamentsausweichquartier in der Wiener Hofburg möglich. Daher bietet das Parlament nun virtuelle Führungen an. Interessierte können sich nun auch während der Ausgangsbeschränkungen Einblicke in Parlamentarismus und Demokratie verschaffen. Hier geht es zum YouTube-Kanal des Parlaments.

WWF: "Naturausbeutung macht Pandemien wahrscheinlicher"
Der Tierschutzbund WWF sieht in der Corona-Krise "auch das Symptom eines kranken Planeten". Die Ausbeutung der Natur mache Pandemien wahrscheinlicher, so ein Report der Umweltschutzorganisation. Mit einem internationalen Aktionsplan fordert der WWF nun das Ende des Wildtierhandels.  Der Plan sieht auch einen Naturschutzpakt nach Vorbild des Pariser Klimaabkommens vor. 

Aktuelle Zahlen aus Österreich
Bisher gab es in Österreich 12.552 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand sind österreichweit 243 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 4.046 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 1.100 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 243 der Erkrankten auf Intensivstationen.

Kurzarbeit wird kontrolliert
Möglichem Missbrauch bei der Kurzarbeit durch Unternehmen werde man nachgehen, so Wirtschftsministerin Schramböck. Gegebenenfalls sollen diese bestraft werden. Aber: "Konkrete Fälle konnte mir noch niemand nennen", so Schramböck.

Klage der Zivildiener abwarten
Man wolle eine Klage der Zivildiener wegen der unterschiedlichen Bezahlung von freiwilligen und der "verlängerten" abwarten, so Köstinger. Man habe sich an geltende Gesetze gehalten, betont die Ministerin.

Zivildiener klagen wegen ungleicher Bezahlung


Morgen Pressekonferenz zum Tourismus

Köstinger kündigte zur Lage des heimischen Tourismus eine Pressekonferenz mit Außenminister Alexander Schallenberg an.

Digitalisierung durch Corona-Krise beschleunigt
Markus Mair, Chef der Styria Media, ortet in der Beschleunigung der Digitalisierung eine Chance den großen globalen Anbietern etwas entgegenzusetzen. Über sieben Millionen Produkte und Dienstleistungen seien auf der Plattform Willhaben verfügbar. Nun stehe die Plattform auch kleineren Händlern ohne eigenen Onlineshop zur Verfügung. Damit könnten diese mit wenig Aufwand von der hohen Reichweite der Plattform profitieren. Außerdem gebe es eine Kooperation mit einem Start-Up Unternehmen für die Logistikanbindung sowie das Bezahlen.

Anstieg bei E-Commerce
Laut Post-CEO Pölzl, sei während der Corona-Krise ein starker Rückgang des Postgeschäfts zu verzeichnen. Der E-Commerce-Sektor zeigte aber eine Zunahme. Man baue das Portal Shöpping weiter aus. 700 Händler seien bereits dabei. 

Auch Lebensmittel werden häufig online gekauft
Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger betont, dass auch Lebensmittel immer häufiger online gekauft werden würden. Dank der Bauern habe Österreich einen hohen Selbstversorgungsgrad in diesem Bereich. Die Plattform frischzumir.at soll diese Entwicklung weiter unterstützen. Dort seien bereits über 600 Anbieter, Bauern oder Lebensmittelproduzenten registriert. "Es werden täglich mehr", so Köstinger, die in der Plattform eine perfekte Ergänzung zum klassischen Lebensmittelhandel sieht.

In österreichischen Haushalten werde Köstinger zufolge ein Drittel der Lebensmittel ungenutzt entsorgt. "Wenn man vorausplant, vermeidet man sehr viel Lebensmittelabfall", so die Ministerin.
  • In österreichischen Haushalten werde Köstinger zufolge ein Drittel der Lebensmittel ungenutzt entsorgt. "Wenn man vorausplant, vermeidet man sehr viel Lebensmittelabfall", so die Ministerin.
  • Foto: BKA/Andy Wenzel
  • hochgeladen von Ted Knops

Online-Marktplatz vorgestellt
Schramböck stellt Online-Marktplatz für heimische Produkte vor. Dort finden Kunden österreichische Unternehmen. Hier geht es zum Online-Marktplatz.

Schramböck: "Kauft lokal"
Es sei an der digital aufzurüsten, so Schramböck. Die Corona-Maßnahmen würden den Händlern stark zusetzen. Mit einer Digital-Plattform wolle man diese unterstützen. Die Digitalisierung würde Geschäftsmodelle verändern, die man nicht den Großkonzernen überlassen dürfe. Die Österreicher bittet sie ihr Kaufverhalten zu überdenken. "Kaufen Sie nicht auf den internationalen Plattformen, kaufen Sie lokal", so Schramböck.

Pressekonferenz zur Stärkung des österreichischen E-Commerce
Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP), Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), CEO Georg Pölzl (Österreichische Post AG) und CEO Markus Mair (Styria Media Group) präsentieren heute um 10 Uhr eine gemeinsame E-Commerce Initiative.

Stopp Corona App
Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) werde demnächst Details zur "Stopp Corona App" bekanntgegeben, das sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Montag. Nutzer sollen keine Vorteile gegenüber Personen erhalten, die sich gegen die App entscheiden. Er "glaube nicht, dass das geplant" sei, sagte Kurz.  Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) sorgte am Wochenende für Aufregung, als er dafür plädierte, die "Stopp Corona App" des Roten Kreuzes verpflichtend zu machen. Anschließend revidierte er seine Meinung und setzte auf die Freiwilligkeit der Nutzung. Auch Kurz und das Rote Kreuz halten nichts von einer Verpflichtung. Man hoffe aber auf eine breite Nutzung. Der Einsatz von Apps und Big-Data Datenanalysen sein aber innerhalb der Regierung aber ein Thema. "Eines von vielen", so Kurz.

Mitglied der Corona-Taskforce: "Hätte Zeit besser nutzen können"
Der Public-Health-Experte Martin Sprenger ist des Expertenstabs in der Corona-Taskforce des Gesundheitsministeriums. In einem Interview mit "Addendum" sagte er, dass er Shutdown zwar richtig gewesen sei, um Zeit zu gewinnen. Allerdings hätte man die gewonnene Zeit für das Sammeln relevanter Daten nutzen könne. Diese seien nun für ein kluges Risikomanagement relevant. Laut Sprenger blicke die Regierung noch immer zu eindimensional auf die Intensivkapazitäten. 

Keine Schutzmaskenpflicht in PKW
Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) ist das Tragen von Schutzmasken im Auto nicht verpflichtend. Außerdem interessant: 

  • Für Pickerl-Überprüfungen wurde eine Fristverlängerung beschlossen. Diese gilt vorerst bis 31. Mai
  • Fahrprüfungen werden bis auf Weiteres nicht stattfinden
  • Reifenwechseln dürfen auch selbstständig im Freien durchgeführt werden
  • Teilweise sollen Auto-Werkstätten einen Notbetrieb anbieten

"Verlängerte“ Zivildiener wollen Beschwerden beim VfGH einreichen
Aufgrund der Corona-Krise wurden der Dienst vieler Zivildiener verlängert. Für viele hätte der Dienst bereits im März enden sollen, nun endet er im Juni. Als besonders unfair empfinden die "verlängerten" Zivildiener, dass sie deutlich weniger verdienen als die rund 3.500 außerordentlichen Zivildiener. Diese sollen mindestens 1.300 Euro monatlich erhalten, die "Verlängerten" jedoch nur durchschnittlich 550 Euro. Daher wird nun eine Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) vorbereitet.

Rezession 2020 nicht zu verhindern
Der Leiter der Instituts für Höhere Studien (IHS) Martin Kocher befürwortet die Lockerung der Corona-Maßnahmen.  Da die Zahl der Infektionen nun zurückgehe sei es wichtig wirtschaftliche Aktivitäten zu erlauben, so Kocher im "Ö1"-Morgenjournal. Dennoch sei eine Rezession heuer wohl nicht zu verhindern. Die Beschränkungen würden die Wirtschaft wöchentlich bis zu drei Milliarden Euro kosten, so Kocher weiter. Außerdem wisse man noch nicht genau, wann die Gastronomie und die Hotels wieder öffnen und ab wann sie wieder in den normalen Betrieb übergehen dürften. Auch der internationale Handel bereitet Kocher Sorgen. Österreich sei auf den internationalen Handel angewiesen und andere Länder könnten möglicherweise noch lange Zeit mit dem Virus zu kämpfen haben.

Vorläufiger Fahrplan für Österreich
Abhängig von der Entwicklung der kommenden Wochen könnte dies ein Teil des vorläufigen Fahrplans für ein langsames Hochfahren von Österreich sein.

  • Kleinerer Geschäfte, Bau- und Gartencenter sollen ab 14. April öffnen, alle anderen ab Anfang Mai. Hotels und die Gastronomie werden voraussichtlich erst ab Mitte Mai wieder öffnen dürfen
  • Matura und Lehrabschlussprüfungen sollen noch in diesem Semester stattfinden, der Unterricht jedoch frühestens ab Mitte Mai
  • Noch bis Ende Juni soll es keine Veranstaltungen geben
  • Die Ausgangsbeschränkungen wurden bis Ende April verlängert
  • Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist ab Ostermontag auch in öffentlichen Verkehrsmitteln verpflichtend

Mauthausen-Gedenken heuer "virtuell"
Seit 1946 findet jährlich die Gedenk- und Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und an den Orten der ehemaligen Außenlager statt. Auf Grund der Corona-Pandemie ist die Durchführung der internationalen Befreiungsfeier in der gewohnten Form nicht möglich. 
Daher hat sich das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) in enger Zusammenarbeit mit dem Comité International de Mauthausen (CIM) entschieden, 2020 eine virtuelle Internationale Befreiungsfeier mit Statements von Zeitzeugen, Videobeiträgen und Musik zu veranstalten. 
 Informationen zur virtuellen Befreiungsfeier sind auf der Website des Mauthausen Komitees verfügbar. 

Kurz zu "juristischen Spitzfindigkeiten"
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) weist die Kritik an der Umsetzung der Corona-Maßnahmen von Juristen von sich. Er habe wenig Verständnis für "juristische Spitzfindigkeiten". Man solle während Krisenzeiten an der Bewältigung von Problemen arbeiten und nicht ein "Maximum an Verwirrung stiften". Dazu gehöre auch "die sozialen Kontakte einschränken und somit auch auf große Osterfeiern verzichten", so Kurz. Kritik an der Unverhältnismäßigkeit der Maßnahmen, weil sich die Lage in Österreich gut entwickele, wies Kurz zurück. "Wer das so sagt, der argumentiert einfach dumm", so der Bundeskanzler

Tiroler Vollquarantäne endet
Die am 19. März für alle 279 Gemeinden Tirols verordnete Quarantäne soll am Dienstag beendet werden, das verkündete die Landesregierung am Montag. Mit 7. April sei diese aufgehoben. Vorerst von der Aufhebung nicht betroffen sind St. Anton, das Paznauntal und Sölden.

Die Zusammenfassung des Vortags findest Du hier:

Tirol hebt "Vollquarantäne" auf, Ärztekammer warnt vor Mangel an Schutzausrüstung
  • Slide 1
  • Slide 2>
  • Slide 3
  • Slide 4
  • Slide 5
  • Slide 6

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen