Corona-Ticker Österreich
"Grüner Pass" für zwei Tests pro Woche

Der "grüne Pass" soll für jene komme, die geimpft sind oder eine Infektion überstanden haben. Allerdings sollen die mit diesem verbundenen Freiheiten auch für Personen gelten, die sich zweimal pro Woche testen lassen, berichtete FPÖ-Obmann Hofer
4Bilder
  • Der "grüne Pass" soll für jene komme, die geimpft sind oder eine Infektion überstanden haben. Allerdings sollen die mit diesem verbundenen Freiheiten auch für Personen gelten, die sich zweimal pro Woche testen lassen, berichtete FPÖ-Obmann Hofer
  • Foto: Rotes Kreuz Tirol, Bernhard Stolz
  • hochgeladen von Lucia Königer

In unserem Corona-Ticker findest du nationale Entwicklungen zur Corona-Pandemie. Allgemeine Fragen: Informations-Hotline 0800 555 621. Bei Verdacht auf Infektion: 1450. Wir tickern hier heute bis 14.00 Uhr für dich.

Aktuelle Zahlen:
AGES Dashboard:* 456.112 Laborbestätigte Fälle; 28.716 aktive Fälle; Genesene Fälle 418.982; Testungen 14.751.767 (Österreich Zeitraum 28.02.2020 bis 25.02.2021 0.00 Uhr).

Die wichtigsten Corona-Nachrichten im Überblick:

  • Von Sonntag auf Montag wurden 1.409 Neuinfektionen in Österreich verzeichnet. Im gleichen Zeitraum kamen 13 weitere Todesfälle hinzu. Bisher sind in Österreich 8.574 Menschen mit oder an dem Corona-Virus gestorben.
  • In Österreich benötigten am Montag 290 Corona-Patienten intensivmedizinische Versorgung und lagen auf Intensivstationen.
  • Ab Montag sind die kostenlose Antigen-Selbsttests in Apotheken erhältlich.
  • Bei den seit Freitag in Mayrhofen im hinteren Zillertal durchgeführten Ausreisetestkontrollen sind bisher sechs aktiv positive Verdachtsfälle der südafrikanischen Virus-Mutation entdeckt worden.
  • In Österreich ist am Wochenende die Grenze von 400.000 Personen überschritten worden, die eine Corona-Impfung erhalten haben. Bis Sonntag hatten 414.441 Personen ihre erste Teilimpfung erhalten. Mehr.

Landes-Chefs drängen auf sanfte Öffnungsschritte

Die Landeshauptleute drängten vor Beginn der Gespräche im Kanzleramt zu möglichen Öffnungsschritten auf sanfte Lockerungen. Besonders die Vertreter des Burgenlands, Wiens und Kärntens sahen bei ihrem Eintreffen eine Notwendigkeit dafür. Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) sprach sich erneut für regionale Öffnungen und einen Start in seinem Land aus. Salzburgs Landeschef Wilfried Haslauer (ÖVP) kann sich nur "kleine Schritte" vorstellen.

Wallner verwies erneut auf die unterschiedliche Entwicklung der Infektionszahlen in Österreich. Die Inzidenz sei in Vorarlberg "sehr niedrig", wenn auch leicht steigend. Daher könne er sich "den einen oder anderen Öffnungsschritt" in Vorarlberg vorstellen. Angesichts der unterschiedlichen Entwicklungen sei es "legitim, wenn wir gerne etwas schneller vorgehen würden", meinte er. "Wenn der Bund sich durchringt, gegen Ende des Monats etwas zu tun, wäre es vorstellbar, in Vorarlberg etwas früher zu beginnen."

"Grüner Pass" für zwei Tests pro Woche

Es könnte tatsächlich zu einer Regionalisierung in der Bekämpfung der Corona-Pandemie kommen. FPÖ-Obmann Norbert Hofer berichtete nach der Besprechung der Opposition mit der Koalition, dass die Regierung ein Bonus-Malus-System plane. Für Regionen mit niedriger Inzidenz soll es Lockerungen geben, bei zu hohen Fallzahlen soll es Verschärfungen geben. 

Für Hofer führt dieser Plan zu einer weiteren Spaltung des Landes und sei "daher abzulehnen". Für die Betriebe und Gastronomie es es nicht hinnehmbar, jederzeit dem Risiko einer Schließung ausgesetzt zu sein, nur weil in der Gegend die Corona-Zahlen ein wenig anstiegen, zeigte sich der FPÖ-Obmann verärgert. Zudem sei auch kein genaues Datum genannt worden, nur dass zunächst die Gastgärten öffnen werden.

Außerdem hieß es in einer Aussendung Hofers, dass ein "grüner Pass" für jene komme, die geimpft sind oder eine Infektion überstanden haben. Allerdings sollen mit diesen verbundenen Freiheiten auch für Personen gelten, die sich zweimal pro Woche testen lassen. Für den Obmann der Freiheitlichen stellt dies eine Ausweitung der Testpflicht dar und sei deshalb ebenfalls abzulehnen.

Köstinger warb für grünen Pass in der EU

Italiens Datenschutzbehörde warnt vor Impfpass

Die Datenschutzbehörde im Nachbarland Italien hat sich gegen die Einführung eines Passes für Corona-Geimpfte ausgesprochen. Vor der Einführung eines solchen Impfpasses sei die Verabschiedung eines Gesetzes zum Datenschutz durch das italienische Parlament notwendig.

Die Einführung eines Impfpasses für Geimpfte könnte "gravierende Folgen für das Leben und die wesentlichen Rechte der Personen" haben. Es bestehe die Gefahr, dass es zu "Diskriminierung und illegaler Beschränkung der in der Verfassung verankerten Freiheiten" komme, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Schreiben der Datenschutzbehörde.

Stabile Lage bei aktiven Südafrika-Fällen in Tirol

Mit Stand Montagmittag waren in Tirol 1.177 Personen mit dem Corona-Virus infiziert. Von Sonntag auf Montag wurden dort 87 Neuinfektionen registriert und 74 weitere Personen gelten als neu genesen. Die Lage bei den aktiv positiven bestätigten Fällen und Verdachtsfällen auf die südafrikanische Virus-Variante blieb stabil: 89 wurden verzeichnet (plus eins). Neun Verdachtsfälle kamen seit Montag hinzu.

Weitere Kritik an Verknüpfung der Selbsttests mit ELGA

Die Organisation ARGE Daten kritisiert die seit Montag laufende Abgabe von kostenlosen Corona-Selbsttests in den Apotheken wegen ihrer Verknüpfung mit ELGA. Eine solche Koppelung von Gesundheitsdaten mit medizinischer Unterstützung sei unzulässig.

Der Erhalt der fünf Selbsttests pro Woche ist an ELGA gekoppelt ist. Bürger, die sich von ELGA gesamt oder vom Service e-Medikation abgemeldet haben und nicht krankenversicherte Personen gehen leer aus.

Die ARGE Daten argumentiert, dass die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) grundsätzlich die Verwendung von Gesundheitsdaten verbietet und diese nur "in ganz wenigen Ausnahmen" erlaubt. 

An Schulen soll nun auch am Freitag getestet werden

An den österreichischen Schulen soll bald neben Montag und Mittwoch auch am Freitag auf das Corona-Virus getestet werden. Das betrifft Volksschulkinder und Schüler an Mittelschulen und AHS-Unterstufen, die freitags für Schularbeiten in die Klasse kommen. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bestätigte am Montag entsprechende Berichte von "Österreich" und "profil"-online.

Entwurf für digitalen Impfpass noch im März

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will noch im März einen Gesetzentwurf für einen "digitalen grünen Pass" für Corona-Geimpfte vorlegen. Dieser werde klarmachen, wie der europäische Impfnachweis konkret aussehen soll. "Wir wollen in den nächsten Monaten die technischen Voraussetzungen schaffen", bekräftigte von der Leyen nach entsprechenden Absprachen beim EU-Gipfel schon vorige Woche. 

Die EU-Staaten hatten sich letzte Woche beim EU-Gipfel im Grundsatz auf einen gemeinsamen Ansatz bei der Einführung eines europaweit gültigen Impfausweises geeinigt. Die Europäische Kommission wurde mit der technischen Ausarbeitung beauftragt. Allerdings sind noch einige Fragen offen.

Februar-Arbeitslosenzahlen um ein Viertel höher als 2020

Durch den Corona-bedingten Ausfall des Tourismus und der Wintersaison wird der Arbeitsmarkt weiter schwer belastet. Allerdings wirkte sich in den vergangenen Wochen das Ende des Lockdowns im Handel und bei körpernahen Dienstleistern positiv aus. Im Februar lag die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer daher im Vergleich zum Vorjahresmonat um 27 Prozent höher. Damit waren in Österreich 508.923 Menschen arbeitslos gemeldet oder in AMS-Schulung, das sind um 109.564 mehr als im Februar 2020. Ende Jänner waren noch 535.470 Personen ohne Job.

Arbeitslosigkeit im Februar weiter enorm hoch

Aktuelle Zahlen zum Corona-Virus

Bisher gab es in Österreich 460.849 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand (01. März 2021, 9:30 Uhr) sind österreichweit 8.574 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 432.016 wieder genesen. Derzeit befinden sich 1.353 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung. Davon werden 290 auf Intensivstationen betreut.

Neuinfektionen in den Bundesländern seit der gestrigen Meldung:

  • Burgenland: 64
  • Kärnten: 45
  • Niederösterreich: 421
  • Oberösterreich: 215
  • Salzburg: 68
  • Steiermark: 150
  • Tirol: 87
  • Vorarlberg: 32
  • Wien: 327 

England sucht Patienten mit brasilianischer Virus-Variante

In England suchen die Behörden fieberhaft nach einem Patienten, der positiv auf eine hochansteckende Corona-Variante aus Brasilien getestet worden sein soll. Die infizierte Person hatte bei ihrem Corona-Test keine Kontaktdaten angegeben und konnte daher nicht gefunden worden, teilte die Behörde Public Health England am Sonntag mit. In Großbritannien waren bisher insgesamt sechs Fälle der brasilianischen Variante "P.1" entdeckt worden, allerdings ließen sich die anderen zurückverfolgen.

Die Behörden riefen nun alle Bürger, die am 12. oder 13. Februar einen Test gemacht hatten, und bisher noch kein Ergebnis bekommen oder die Registrierung nicht vollständig ausgefüllt hatten, auf, sich zu melden. Außerdem sollen alle Passagiere eines Fluges aus Brasilien vom 10. Februar kontaktiert werden. "Wir müssen die Person so schnell wie möglich finden", sagte Impf-Staatssekretär Nadhim Zahawi im BBC-Interview.

421 Neuinfektionen in Niederösterreich

In Niederösterreich sind am Montag 421 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Zudem stieg die Gesamtzahl der Todesfälle im Bundesland um fünf auf 1.350, wie das Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) mitteilte. 13.013 Kontaktpersonen befanden sich in häuslicher Quarantäne. Das waren um 52 mehr als am Sonntag.

Leicht angewachsen ist der Cluster im Kindergarten in Göllersdorf (Bezirk Hollabrunn). Dort wurden nach 24 vom Freitag nunmehr 27 Erkrankte gezählt.

Corona-Virus: Aktuelle Kennzahlen aus Wien

Stand Montag, 1. März 2021, sind in Wien seit Beginn der Pandemie 92.818 positive Testungen bestätigt. In den heute gemeldeten 327 positiven Testungen sind 9 Nachmeldungen der vergangenen Tage enthalten.

Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle beträgt 1.694.

86.446 Personen sind genesen.

Am Sonntag wurden in Wien 33.138 Corona-Tests registriert, insgesamt macht das 3.197.153 Testungen in Wien.

Regionale Corona-Lockerungen dürften kommen

Trotz der steigenden Corona-Zahlen lässt sich die Regierung offenbar nicht von weiteren Lockerungsüberlegungen abhalten. Demnach könnte es regional unterschiedliche Vorgehensweisen geben. Das berichtet die APA, die sich auf Informationen aus Regierungskreisen beruft. So könnte es zunächst Lockerungen in Vorarlberg geben, das angesichts der vergleichsweise niedrigen Inzidenzen dann als eine Art Testgebiet fungieren könnte. 

Im Ö1-Morgenjournal warnte Simulationsexperte Niki Popper vor überhasteten Öffnungen: "Wenn wir aufmachen, müssen wir wissen, was wir tun, damit die Zahlen nicht in die Höhe schießen." Daher erachtet Popper die regionalen Maßnahmen auch als sinnvoll. Zwar sei Österreich beim Testen sehr gut, das bringe aber nichts wenn die dementsprechende Isolation nicht funktioniere. Es müsse immer heißen: "Testen und dann Isolieren" und das extrem schnell – auch für die Kontaktpersonen. 

"Man soll die Menschen abholen und nicht mit Kontrolle agieren", meint Popper. "Öffnungen haben da Sinn, wo man gut reinschauen kann und die Menschen mitmachen." 

64 Neuinfektionen im Burgenland

Am Montag sind im Burgenland 64 neue Corona-Fälle registriert worden. Somit sind aktuell 717 Personen erkrankt, 35 gelten seit Sonntag als neu genesen. Im Bundesland wurden bisher 14.402 Menschen gegen das Corona-Virus geimpft, 6.003 von ihnen haben bereits zwei Impfdosen erhalten, wie der Koordinationsstab Corona-Virus mit mitteilte. 109.599 Burgenländer haben sich für eine Covid-Impfung vorgemerkt.

Am Montag wurden in den burgenländischen Spitälern 43 Corona-Patienten behandelt, zehn davon intensivmedizinisch. Momentan befinden sich 1.675 Personen in behördlich angeordneter, häuslicher Quarantäne. Das sind um 50 mehr als noch am Sonntag. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus lag bei 239.

Sardinien wird als erste italienische Region "weiß"

Sardinien wird als erste italienische Region zur "weißen Zone". Aufgrund des niedrigen Reproduktionsfaktors auf der Insel dürfen die Restaurants nun auch abends bis 23.00 Uhr geöffnet bleiben und Bars bis 21.00 Uhr. Auch das Ausgangsverbot wird gegenüber dem Rest Italiens gelockert und gilt nun von 23.30 Uhr bis 5.00 Uhr. Im restlichen Italien gilt die Ausgangssperre bereits ab 22.00 Uhr.

Die Einkaufszentren dürfen auf Sardinien nun auch am Wochenende öffnen. Zudem sollen schon im Laufe dieser Woche wieder Sportzentren und Schwimmhallen zugänglich werden. In den nächsten Tagen wird außerdem anhand der Infektionszahlen geprüft, ob Theater und Kinos wieder öffnen können. Alle sardischen Schulkinder können nun in ihre Klassen zurückkehren. Allerdings bleibt die Maskenpflicht aufrecht.

Ab sofort kostenlose Selbsttests in den Apotheken

Am Montag startet die Abgabe der kostenlosen Corona-Selbsttests in den Apotheken. Allerdings stehen vorerst nur 500.000 bis 600.000 Testkits zur Verfügung. Bis Mitte März sollen aber deutlich mehr erhältlich sein. 

Corona: Mayrhofen-Tests entdeckten bisher sechs aktive Südafrika-Fälle

Bei den seit Freitag in Mayrhofen im hinteren Zillertal stattfindenden Ausreisetestkontrollen wurden bisher sechs aktiv positive Verdachtsfälle der südafrikanischen Virus-Mutation entdeckt, wie das Land am Sonntag in einer Aussendung mitteilte. Damit gelten in Mayrhofen insgesamt 34 südafrikanische Mutationsverdachtsfälle als aktiv positiv.

Die Infos des Vortags:

Regierung legt sich nicht fest
Mehr als 400.000 Österreicher geimpft

1 Kommentar

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?

Werde Regionaut!

Jetzt registrieren

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.