Bildungsministerium
So soll der Schulunterricht bis Ostern ablaufen

"Macht euch keine Sorgen, wir werden euch begleiten mit den richtigen Maßnahmen", versuchte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) Eltern und Schüler bei der Pressekonferenz am Donnerstag zu beruhigen
  • "Macht euch keine Sorgen, wir werden euch begleiten mit den richtigen Maßnahmen", versuchte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) Eltern und Schüler bei der Pressekonferenz am Donnerstag zu beruhigen
  • Foto: BKA/Andy Wenzel
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Bildungsminister Heinz Faßmann informierte am Donnertag über die weiteren Maßnahmen  im Schulbereich infolge der Corona-Krise.

ÖSTERREICH. "Die Schule bleibt geschlossen, der Unterricht geht weiter", betonte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) am Donnerstagnachmittag bei einer Pressekonferenz zum Thema "Notwendige Begleitmaßnahmen im Schulbereich". Ab Mittwoch den 18. März sollen nur mehr Kinder in die Schule gehen, deren Eltern arbeiten gehen müssen und ihre Kinder daher nicht betreuen können, etwa weil sie im Gesundheitswesen beschäftigt sind.

Journaldienst in Schulen 

Für die 6 bis 14-Jährigen gilt: Der schulische Betrieb bleibt aufrecht, wenn die häusliche Verpflichtung zur Betreuung nicht möglich ist. In den Schulen soll ein Journaldienst eingerichtet werden, so Faßmann weiter. Wie genau dieser ablaufe, obliege der jeweiligen Schulautonomie.

Allen Schülern muss ein einheitlicher Arbeitsbehelf (Übungshefte) ausgehändigt werden, die Abarbeitung des Stoffes könne online oder offline erfolgen. Die Inhalte sollen schulautonom festgelegt werden. Via Telefon, Email oder Chat soll mit den Schulen kommuniziert werden. Prüfungen und Schularbeiten können in den nächsten drei Wochen nicht stattfinden. Sie könnten aber zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, falls diese für die Beurteilung notwendig seien, erklärte der Bildungsminister. 

Zentralmatura soll stattfinden

Für die Oberstufe gilt: "Oberstufenklässler sollen ab Montag nicht mehr in die Schule kommen", erklärte Faßmann. Bis Ostern müsse ihnen einheitliche Übungsmaterialien zur Verfügung gestellt werden. Auch hier soll ein Journaldienst eingerichtet werden. Lehrer können Journaldienste auch von zuhause aus machen. Wollen sie Ressourcen der Schule nutzen, könnten sie das auch tun, so Faßmann."Die Zentralmatura wird stattfinden", betonte er erneut. Jedoch: Eine Verschiebung sei möglich. Das werde aber erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Übungsbeispiele werden für die Schülerinnen und Schüler online zur Verfügung gestellt. Dafür wurde eine digitale Lern Plattform, die "Eduthek", eingerichtet. Diese umfasse bis jetzt bereits über 2.600 Lerninhalte und werde laufend erweitert. Faßmann erklärte weiter: "Ich stelle mir vor, dass es zu einer Ordnung des Schultages kommt". Es sei “sinnvoll“, Kommunikationstermine zu definieren, da es ein gewisses Gerüst brauche. "Das macht nicht der Minoritenplatz (Anm. Sitz des Bundesministerium für Bildung), sondern die Schule", so Faßmann. 

Keine zusätzlichen Kosten

Lehrer würden wie bisher weiterhin zur Verfügung stehen. Dazu kämen Kosten für die digitale Lernplattform und Kopien. Die Experten des Unterrichtsministerium gingen aber davon aus, dass die Umstellung kostenneutral sein wird. Insgesamt hätten in der Oberstufe 70 Prozent der Schüler ein Endgerät. Schüler, die keinen Computer zuhause haben, würden deshalb nicht ins Hintertreffen geraten.
 Denn Lehr- und Lernmaterialien werde es in auch ausgedruckt in Form von Kopien geben.

Betroffen sind von den Maßnahmen rund 411.000 Oberstufenschüler und 690.000 Schüler an AHS-Unterstufen, Neuen Mittelschulen und Volksschulen sowie mehr als 300.000 Kinder unter sechs Jahren in ganz Österreich, die derzeit eine Kinderbetreuungseinrichtung besuchen.

ORF dehnt Kinderprogramm aus 

Aus gegebenen Anlass werde der ORF das Programm am Vormittag und Mittag neu gestalten, erklärte ORF 1-Channel-Managerin Lisa Totzauer im Rahmen der Pressekonfernez. "Wir dehnen das Kinderprogramm von 6 Uhr bis 9 Uhr aus." Die "Freistunde" am Vormittag werde eine neue ZIB bieten, Sendungen wie "Newton" oder "Science Busters" sollen wiederholt werden.

Corona-Virus: Erster Todesfall in Österreich
Autor:

Julia Schmidbaur aus Wieden

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