Causa Lercher
SPÖ-Konflikt zieht sich über Bundesländer

Max Lercher vermutet einen Angriff aus den eigenen Reihen, nachdem er an der Bundespartei zuletzt immer wieder Kritik geübt hatte.
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  • Max Lercher vermutet einen Angriff aus den eigenen Reihen, nachdem er an der Bundespartei zuletzt immer wieder Kritik geübt hatte.
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  • hochgeladen von Julia Schmidbaur

Bei den Sozialdemokraten fliegen weiter die Fetzen. Am Montag meldete sich Parteichefin Pamela Rendi-Wagner zu Wort. Kritik an ihrem Vorgehen kommt vom steirischen SPÖ-Chef Schickhofer.

ÖSTERREICH.  Vorausgegangen war den Streitigkeiten ein Bericht einer Tageszeitung über ein angebliches Beraterhonorar für Max Lercher. Der ehemalige SPÖ-Bundesgeschäftsführer hätte demnach 20.000 Euro monatlich von der Bundespartei erhalten. Lercher und die SPÖ dementieren das. Er vermutet hinter der Berichterstattung "einen letztklassigen Angriff aus den eigenen Reihen", wie Lercher auf seiner Facebook-Seite schreibt. Am Montag kündigte er an, gegen die Medien „Österreich“ und Oe24.at Klage einzureichen. 

"Schlechter Eindruck"

Nachdem Pamela Rendi-Wagner sich vorerst nicht zu Wort meldete nahm sie am Montagabend im "Kurier" doch noch zu den internen Streitigkeiten Stellung. Die SPÖ-Parteichefin mahnte „diese öffentliche Selbstbeschäftigung, die zur Selbstbeschädigung führt, zu beenden. Wir hinterlassen einen sehr schlechten Eindruck und drohen das Vertrauen der Wähler zu verspielen.“ Es sei nicht das erste mal, dass interne Inhalte in die Öffentlichkeit getragen worden seien. "Intrigen, egal ob gegen mich oder andere in der Partei, stoßen mich persönlich ab und auch den Wähler – und wir stehen beispielsweise in der Steiermark bald wieder vor einer Wahl", so Rendi-Wagner.

Schickhofer stellt sich hinter Lercher

Tatsächlich könnte die Krise in der SPÖ negative Folgen für die bevorstehende steirische Landtagswahl am 24. November haben. Der steirische Landeshauptmannstellvertreter Michael Schickhofer (SPÖ) stellte sich am Montag in der ZiB 2 hinter Max Lercher. Er kritisierte die Vorgehensweise Rendi-Wagners: "Würde ich Bundesparteichef sein, hätte ich mich selbstverständlich auch vor den Vertragspartner, vor den künftigen Nationalratsabgeordneten Max Lercher gestellt." Er sei "selbstverständlich" dafür, dass der Beratervertrag mit Lerchers Firma Leykam AG veröffentlicht werde. Parteichefin Rendi-Wagner hatte sich zuvor gegen eine Veröffentlichung ausgesprochen. Nach dem Wahlergebnis könne man nicht sagen, dass "die Richtung stimmt", so Schickhofer weiter. Er fordert eine Parteireform.

Auf die Frage von ZiB 2-Moderator Armin Wolf, ob Pamela Rendi-Wagner die richtige Parteichefin sei, antwortete Schickhofer: "Sie hat entschieden, dass sie nach diesem Wahlergebnis weitermachen möchte. Sie soll diese Chance auch haben."

Max Lercher vermutet einen Angriff aus den eigenen Reihen, nachdem er an der Bundespartei zuletzt immer wieder Kritik geübt hatte.
Der steirische SPÖ-Chef Michael Schickhofer stellt sich hinter Max Lercher.

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