Illegale Spesenabrechnung?
Strache bringt FPÖ in Bedrängnis

Der ehemalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache weht sich gegen die Vorwürfe, er habe als Chef der Wiener FPÖ Parteigelder unzweckmäßig verwendet.
  • Der ehemalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache weht sich gegen die Vorwürfe, er habe als Chef der Wiener FPÖ Parteigelder unzweckmäßig verwendet.
  • Foto: Arnold Burghardt
  • hochgeladen von Adrian Langer

Ex-FPÖ-Parteichef HC Strache soll Spesen um 10.000 Euro pro Monat falsch abgerechnet haben. Die FPÖ kündigt an, alle Rechnungen durch externe Wirtschaftsprüfer untersuchen zu lassen.

ÖSTERREICH. Seit Montag ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien wegen Straches mutmaßlicher Luxus-Spesen und der Buchführung gegen ihn. Ob Strache als Beschuldigter geführt wird oder es noch mehrere Verdächtige gibt, ist nicht bekannt.

Zwischen 2014 und 2018 soll die Wiener FPÖ ihrem ehemaligen Parteichef ein Spesenkonto von monatlich 10.000 Euro zur Verfügung gestellt haben. Jedoch soll Strache über dieses Konto auch private Rechnungen verrechnet haben. Darunter fallen laut Bericht von oe24.at. unter anderem Ausgaben für teure Kleidung–auch für Ehefrau Philippa Strache– und Wohnungskosten.

FPÖ sieht Ibiza-Video-Macher involviert

Für die FPÖ sei das Spesenkonto Strache an sich notwendig, weil er regelmäßig politische Delegationen empfangen haben und Arbeitsgespräche durchgeführt haben soll. Aufgrund zahlreicher Morddrohungen gehen ihn, seien gewissen Sicherheitsmaßnahmen wie Bodyguards vonnöten gewesen. Als Treibfeder sieht die FPÖ den selben Wiener Anwalt, der auch hinter dem "Ibiza-Video" stehen soll. "Es scheint damit erwiesen, dass hier kriminelle Gruppierungen den Auftrag haben und das Ziel verfolgen, der FPÖ zu schaden“, so die FPÖ in einer Aussendung.
Über seinen Anwalt richtete Strache aus: „Alle Spesen und Sachleistungen wurden stets ordnungsgemäß abgerechnet bzw. erbracht.“

Auf Facebook stellt zudem Strache eine Verbindung mit den Hintermännern des Ibiza-Videos selbst her und spricht von einer "Schmutzkübelkampagne kurz vor der Nationalratswahl, die „wieder einmal durchschaubar“ sei. Um Einigkeit zu zeige, postet er ein Bild mit dem Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp.

Straches Ex-Sicherheitsmann festgenommen

Wie "die Presse" und "der Standard" berichten, wurde Montagfrüh Straches ehemalige Fahrer und Sicherheitsreferent festgenommen worden. Er soll mit den angeblichen Falschabrechnungen vertraut gewesen sein. Außerdem soll er auch am Ibiza-Video mit dem Wiener Anwalt beteiligt gewesen sein. Als Motiv wird Rache und persönliche Enttäuschung genannt, weil er sich nach einer schweren Krankheit von Strache schlecht behandelt gefühlt haben soll. Er soll bereits in der Vergangenheit versucht haben, Beweise für Straches private Ausgaben über das Spesenkonto an Medien zuzuspielen, allerdings forderte er mehr Gegenleistungen für mehr Informationen.  FPÖ kündigte indes an, den ehemaligen Sicherheitsbeamten aus allen Funktionen als Bezirksrat auszuschließen. 

Wie die Partei mit Strache weiterhin umgeht, bleibt fraglich. Seine Aktivitäten in den sozialen Medien störten immer wieder den Wahlkampf, weshalb die FPÖ seitdem den Zugang der HC-Strache Facebook-Seite für Strache selber eingrenzt. Jedoch findet sich auf dieser Facebook-Seite noch immer eine große Fanbasis, auf die die Partei nicht verzichten werden kann.

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Autor:

Adrian Langer aus Josefstadt

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