Corona-Ticker
Stufenweise Öffnung von Handel, Maskenpflicht wird ausgedehnt

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Tag 22 der Ausgangsbeschränkungen:  Ab heute ist das Tragen eines Nasen-Mund-Schutzes beim Einkaufen in großen Supermärkten und Drogerien verpflichtend Pflicht.  Kurz, Kogler, Anschober und Nehammer präsentierten in einer Pressekonferenz Details zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise. Kleine Geschäfte sollen laut Plan ab 14.4. wieder öffnen dürfen. Gesundheitsminister Anschober erklärte, dass der"Oster-Erlass" zurückgezogen wurde. Laut amtlichen Dashboard des Gesundheitsministerium wurden bisher 12.058 Corona-Infektionen in Österreich nachgewiesen (Stand 10.30 Uhr). 

ÖSTERREICH. Wir, die Regionalmedien Austria, versuchen an dieser Stelle objektiv und unaufgeregt über den aktuellen Status Quo zum Corona-Virus in Österreich zu berichten. Haben Sie allgemeine Fragen, rufen Sie die Informations-Hotline an unter 0800 555 621. Bei Verdacht auf eine Infektion wählen Sie die Hotline 1450. Hier geht's zu den aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums.

Hier geht es mit dem Liveticker weiter: 

Handel öffnet stufenweise ab 14. April

Ergebnis der Stichprobentests 
Das Ergebnis der 2.000 Stichprobentests könne möglicherweise morgen vorliegen, so Kurz. Dann könne man die Dunkelziffer der Erkrankten einschätzen. Laut ersten Teil-Auswertungen würden diese bisher nur im Promillebereich liegen. Kurz betonte, dass man froh sei, den Weg einer raschen Eindämmung  zu verfolt zu haben.

Anschober zu Schutzausrüstung
"Wir kaufen zurzeit, was wir kriegen können am internationalen Markt" so Anschober. Der Weltmarkt sei aber zusammengebrochen. Je mehr Eigenproduktion es in Österreich gebe, desto unabhängiger mache man sich in der Beschaffung vom Weltmarkt.

Maskenpflicht "Nicht aus Jux und Tollerei"

"Wie bei jeder Regel, wird’s auch Kontrollen geben. Passiert ja nicht aus Jux und Tollerei" so Kurz zur Maskenpflicht. Man könne aber auch einen Schal oder Tuch verwenden, betont der Bundeskanzler erneut.Die Strafe bei Nicht-Einhaltung der Maskenpflicht belaufe sich momentan auf 50 Euro, so Nehammer.

Eingeschränkte Reisefreiheit
In der EU werde man bald verhandeln, wie man die Reisefreiheit künftig wieder sicherstellen könne. Derzeit sei ein freies Reisen aber einfach nicht möglich. Grenzen seien geschlossen und auch die Flughäfen seien dicht, so der Kanzler. Künftig werde es wahrscheinlich ein Gesundheitsattest benötigen, um in andere Länder zu reisen. "Wenn wir die Situation gelöst haben, werden die Österreicherinnen und Österreicher schneller wieder willkommen sein", so der Bundeskanzler.

Kurz: "Mund-Nasen-Bedeckung"
Man könne Mund und Nase auch mit einem Tuch oder einem Schal bedecken, so Kurz. Die "Maskenpflicht" in Supermärkten und den Öffis bedeute eine verpflichtende "Mund-Nasen-Bedeckung", konkretisiert der Bundeskanzler. Man habe eine Vorlaufzeit von einer Woche um sich eine Mund-Nasen-Schutzmaske zu besorgen.
Beim Verkauf von Masken in Supermärkten wolle man künftig kontrollieren, dass nur der Selbstkosten-Betrag verlangt werde, so Kurz.

Weiterer Fahrplan
Laut Bundeskanzler Kurz werde man die täglichen Entwicklungen weiter beobachten. Wenn nötig, werde man weiter nachschärfen. Für die Wochen nach Ostern gebe es einen fixen Fahrplan, weitere Entscheidung werde man erst  Ende April entscheiden.

Polizeipräsenz wird erhöht
Laut Innenminister Karl Nehammer zeichne sich ein positiver Trend ab. Die meisten würden sich an die Maßnahmen halten. Nur so könne der positive Trend fortgesetzt werden. Man wolle die Polizeipräsenz in den nächsten Tagen erhöhen. Außerdem sollen Polizisten laut Erlass nun Organstrafen verhängen.

Umfrage

 

Ausdehnung der Maskenpflicht
Anschober appelliert an die Bevölkerung, heuer auf die Osterfeiern zu verzichten. Man habe den Erlass vom Wochenende zurückgezogen, die Verkehrsbeschränkungen würden aber weiterhin gelten. Das mache den Erlass hinfällig. Die Ausweitung des mechanischen Mundschutzes wird ausgeweitet um andere nicht zu infizieren.

Täglich mehr Genesene als Infektionen
Laut Anschober bestätigten die Verdoppelungszahlen den Erfolg der Maßnahmen. Mitte März habe sich die Zahl der Infizierten alle 3,6 Tage verdoppelt. Nun liege dieser Wert bei etwa 16,5 Tagen. In den vergangenen 24 Stunden habe es 187 Neuinfektionen und 465 Genesene gegeben."Wir sind tatsächlich auf einem guten Weg." Man habe die richtigen Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt gesetzt bestätigt auch Anschober. 

Kogler: deutlicher Rückgang aller relevanter Zahlen  
Vizekanzer Kogler dankte allen, die sich an die Maßnahmen halten. Er forderte die Bevölkerung dazu auf, weiter durchzuhalten. Die Erfolge seien messbar, allerdings bestehe die "große Kunst" darin, weiterzumachen.Man hätte die richtigen Entscheidungen getroffen und daher sei ein deutlicher Rückgang aller relevanter Zahlen zu verzeichnen. Hätte Österreich später oder anders gehandelt, hätte man bis zu 100.000 Tote riskiert. Bei einer zu frühen Lockerungen der Maßnahmen sehe Kogler die große Gefahr, "dass alles wieder von vorne losgeht". Mitte März habe es noch Zuwachsraten von 40 Prozent gegeben. 

Begleitmaßnahmen und neue Normalität
Es werde Begleitmaßnahmen geben, so Kurz. Der besondere Schutz gefährdeter Gruppen, Maskentragen und das Abstand halten. Das Tragen von Masken wird ab nächstem Montag verpflichtend auch im öffentlichen Raum verpflichtend. "Auch wenn es schwer fällt" soll die Bevölkerung durchhalten und  die Maßnahmen einhalten. Alles würde bisherige Erfolge verspielen und dazu führen, dass sich die Krankheit wieder schneller ausbreite werde.

Kleine Geschäfte sollen ab 14.4. wieder öffnen dürfen
Man wolle den Österreichern eine Perspektive bieten, so Kurz. Kleine Geschäfte bis 400 Quadratmeter sollen ab 14.4. wieder öffnen dürfen. Dies gelte auch für Bau und Gartenmärkte unter strengen Sicherheitsvorgaben. Ab dem 1. Mai sollen alle Geschäfte, Einkaufszentren und Friseure wieder öffnen, ebenfalls unter besonderen Schutzmaßnahmen. Gastronomiebetriebe und Hotels dürfen frühestens ab Mitte Mai stufenweise wieder öffnen. Eine Entscheidung dazu soll Ende April getroffen werden. Die Ausgangsbeschränkungen werden bis Ende April verläbgert

Schrittweise Geschäftsöffnung ab 14. April

Die Pressekonferenz hat begonnen
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) treten mit Masken an die Redepulte. Die Pulte werden nun mit einer Glasscheibe geschützt. Kurz gibt einen Überblick über internationale Entwicklungen und mahnt erneut davor über Oster nachlässig mit den Maßnahmen gegen das Virus umzugehen.

Maskenpflicht in Österreich: So legt man den Mund-Nasen-Schutz richtig an
In einem Video von Ärzte ohne Grenzen Österreich, erklärt Gesundheits-Experte Armand, worauf man beim An- und Ablegen einer Mund-Nasen-Maske achten muss.

Pressekonferenz um 11.00 Uhr
In Kürze bitten Bundeskanzler Kurz, Vizekanzler Kogler, Gesundheitsminister Anschober und Innenminister Nehammer zu einer Pressekonferenz. Dann soll ein erster "Fahrplan", wie Österreich langsam wieder hochgefahren werden kann präsentiert werden. Auch die Verwirrung rund um den "Oster-Erlass" soll dort aufgeklärt werden.

Aktuelle Zahlen 
Das Gesundheitsministerium veröffentlichte neue Zahlen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Demnach sollen mit Stand heute 9.30 Uhr, 220 Menschen in Österreich im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben sein. Bisher konnten 12.058 Corona-Infektionen in Österreich nachgewiesen werden.

ÖH fordert Erlass von Studiengebühren
Die ÖH kritisierte, dass es noch keine Regelung zum Erlass der Studiengebühren gebe. Wegen der Corona-Krise hätten viele Studierende ihre Arbeitsplätze verloren. Für geringfügig Beschäftigte, wie Studierende es häufig sind, gebe es noch immer keine Kurzarbeitsregelung. "Umso erschreckender ist es, dass immer noch keine Klarheit zum Erlass der Studiengebühren besteht. Je länger das Rektorat und Minister Heinz Faßmann diese Entscheidung aufschieben, desto mehr Studierende rutschen jetzt in eine akute Notlage", so die ÖH der Universität Wien.

Handel verrechnet teilweise 1 Euro pro Maske

Masken nicht überall gratis
Laut einer Aussendung wird der Rewe-Konzern den Mund-Nasen-Schutz künftig nur noch zu einem Kostenbeitrag von einem Euro pro Stück abgeben. Man wolle damit "ein Signal für einen verantwortungsvollen Umgang und gegen Verschwendung" setzen. "Aber natürlich ist in unseren Filialen niemand gezwungen, einen MNS zu kaufen. Uns sind alle Kunden willkommen, wir weisen niemanden ab, solange Mund und Nase in der Filiale bedeckt sind", so Marcel Haraszti, Vorstand der REWE International AG.

Alaba empört
Nach dem Vorschlag französischer Wissenschaftler, Impfstoffe gegen das neuartige Corona-Virus in Afrika zu testen, gab es heftige Kritik von ÖFB-Teamspieler David Alaba. "Sind diese beiden Typen Ärzte oder Clowns? Diese Art von Rassismus hätte ich mir nie vorstellen können“, so Alaba via Twitter.

3.000 Anzeigen am Wochenende 
Am Wochenende wurden etwa 3.000 Anzeigen wegen Nicht-Einhaltung der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus ausgestellt. Häufigster Grund für eine Anzeige war das Unterschreiten des Mindestabstands von einem Meter. 

Arzt in Niederösterreich gestorben
Ein Hausarzt aus Niederösterreich ist an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus gestorben. Der Arzt soll sich bis zuletzt in seiner Ordination um seine Patientinnen und Patienten gekümmert haben. "Es fehlt nach wie vor an ausreichender Schutzausrüstung für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. Dass nun ein Hausarzt an Covid-19 gestorben ist, ist eine sehr traurige Nachricht. Es ist ein deutliches Zeichen, dass endlich von höchster Stelle reagiert werden muss. Wir können derzeit nur Masken und Handschuhe verteilen, die wir von anderen Organisationen geschenkt bekommen. Das reicht nicht aus“, so Dr. Christoph Reisner, MSc, Präsident der NÖ Ärztekammer, in einer Aussendung.

Senioren fordern Perspektive
Laut dem Leiter des Psychosozialen Diensts in Wien, Georg Psota, sei eine Perspektive während der Corona-Krise wichtig für alle. Besonders gelte dies für Senioren in Isolation. Etwa ein Drittel der über 65-Jährigen lebe alleine, bei den über 85-Jährigen mehr als die Hälfte. Im Ö1-Morgenjournal forderte er daher eine Perspektive für die Senioren, ab wann wieder Normalität einkehren könnte. Zu sagen es dauere noch lange, sei eine "schwierige Botschaft" für diese.

Kurzarbeitsmittel auf drei Mrd. Euro aufgestockt
Aufgrund des hohen Bedarfs an Mitteln für die Kurzarbeitsunterstützung währen der Corona-Krise, wird die Regierung die dafür vorgesehenen Mittel weiter aufstocken. Nun stehen drei Milliarden Euro zur Verfügung. 

Offene Fragen zum Oster-Erlass
Gesundheitsminister Anschober kündigte an, am Montag offene Fragen zum"Oster-Erlass" beantworten zu wollen. Der Erlass sorgte zu Beginn für Verwirrung, wie das Ministerium zugab. Zudem löste er heftige Kritik von seiten der Opposition aus. Der Erlass verbietet Treffen in einem geschlossenen Raum, an denen mehr als fünf Personen teilnehmen, die nicht im selben Haushalt gemeldete sind.

Langsames Hochfahren
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat angekündigt an Montag einen ersten "Fahrplan" zum langsamen Hochfahren Österreichs zu präsentieren. Laut Kurz soll ein "Dreiklang" aus Tracking-App, Tests und Isolierung von Infizierten soll die Verbreitung des Corona-Virus eindämmen, das berichtet der Standard.

Ab heute gilt die Maskenpflicht
Ab Montag ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in großen Supermärkten und Drogerien berpflichtend. Sollten keine Masken in den Verkaufslokalen verfügbar sein, können auch selbstgenähte Masken oder Schals verwendet werden. Die Handelsunternehmen sollen die Masken "kostenfrei" zur Verfügung stellen. Die Maßnahme dient der Eindämmung des Corona-Virus. Tröpfcheneninfektionen, etwa durch Husten oder Niesen, sollen somit reduziert werden. 

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Die Maskenpflicht in österreichischen Supermärkten gilt ab dem 6. April

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