Neues Corona-Kurzarbeitsmodell
Verwirrung um Weiterbildungspflicht für Mitarbeiter

"Die Kurzarbeit ist eine Unterstützung für Betriebe, um Mitarbeiter zu halten", sagt Kanzler Sebastian Kurz
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  • hochgeladen von Ted Knops

Die Regierung hat sich gemeinsam mit den Sozialpartnern auf ein neues Corona-Kurzarbeitsmodell geeinigt. Außerdem soll die Kurzarbeit um sechs Monate verlängert werden. Eine Weiterbildungspflicht für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soll es trotz anfangs anders lautenden Stimmen nicht geben.

ÖSTERREICH. Das neue Modell sieht vor, dass die Mindestarbeitszeit von zehn auf 30 Prozent angehoben wird. Zudem soll die Nettoersatzrate für Beschäftigte weiterhin bei 80 bis 90 Prozent bleiben. Die Unternehmen müssen die tatsächlich erbrachte Arbeitsleistung bezahlen. Für die Differenz kommt weiterhin in voller Höhe (inkl. Lohnnebenkosten) das AMS auf. Eine Weiterbilungspflicht werde es nicht geben, jedoch soll die Bereitschaft zu Weiterbildung durch AMS-Fördermaßnahmen gestärkt werden.

Geld für Kurzarbeit "gut investiert"

"Die Kurzarbeit ist eine Unterstützung für Betriebe, um Mitarbeiter zu halten", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch.  Diese werde nun um weitere sechs Monate verlängert. Das Geld für die Kurzarbeit sei "gut investiert", sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) nach dem Treffen mit den Vertretern der Sozialpartner.

Auch ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian hält die Verlängerung der Kurzarbeit für ein gutes Mittel, denn sie verhindere, dass Mitarbeiter "in die Arbeitslosigkeit geschickt" werden. Um das neue Kurzarbeitsmodell zu nützen, müsse es auch eine Weiterbildungsbereitschaft der Mitarbeiter geben, sagte WKÖ-Chef Harald Mahrer. Diese sollen sich während der arbeitsfreien Zeit im Rahmen der Kurzarbeit weiterbilden. Es soll aber auch besondere Regelungen für kleinere Betriebe geben. 

Arbeitszeitreduktion für neue Jobs

Bundeskanzler Kurz und Vizekanzler Kogler bedankten sich bei den Sozialpartnern. Die Modelle seien in Europa vorbildhaft, so Kogler. "Wir haben uns das etwas kosten lassen", ergänzte der Vize. Das Corona-Arbeitszeitmodell soll außerdem für neue Jobs sorgen. Dadurch die Arbeitszeit reduziert wird, könnte ein neuer Arbeitsplatz geschaffen werden. Sollten vier Arbeitnehmer auf 20 Prozent ihrer Arbeitszeit verzichten und "nur" 80 Prozent arbeiten, könnte in einem Unternehmen entsprechender Betriebsgröße eine fünfte Person eingestellt werden, erklärt Kogler.

Neues Kurzarbeitsmodell gilt ab Herbst
"Die Kurzarbeit ist eine Unterstützung für Betriebe, um Mitarbeiter zu halten", sagt Kanzler Sebastian Kurz
Die Regierung hat sich gemeinsam mit den Sozialpartnern auf ein neues Corona-Kurzarbeitsmodell geeinigt. Außerdem soll die Kurzarbeit um sechs Monate verlängert werden.

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