1.394 neue Corona-Fälle
Weniger Infektionen in Österreich, aber Kritik am Grünen Pass

Der "Grüne Pass" soll schon bald kommen, das Reisen damit wieder möglich sein.
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  • Der "Grüne Pass" soll schon bald kommen, das Reisen damit wieder möglich sein.
  • Foto: Montage/Symbolbild
  • hochgeladen von Sabine Knienieder

Das Innenministerium und das Gesundheitsministerium melden am Dienstag 1.394 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Österreich. Derzeit befinden sich 1.617 Personen aufgrund einer Corona-Erkrankung in krankenhäuslicher Behandlung. Davon werden 459 auf Intensivstationen betreut. Innerhalb der letzten 24 Stunden wurden zudem 31 neue Todesfälle gemeldet. Vergangene Woche Dienstag wurden 1.625 Neuinfektionen verzeichnet.

ÖSTERREICH. Bisher gab es österreichweit 624.595 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand (4. Mai 2021, 9.30 Uhr) sind 10.291 Personen an den Folgen des Coronavirus verstorben und 593.684 wieder genesen.

Neuinfektionen in den Bundesländern seit der gestrigen Meldung:

  • Burgenland: 16
  • Kärnten: 120
  • Niederösterreich: 202
  • Oberösterreich: 250
  • Salzburg: 143
  • Steiermark: 263
  • Tirol: 174
  • Vorarlberg: 92
  • Wien: 134

Kritik am Grünen Pass

Der Nationalrat hatte sich am Montag im Rahmen einer Sondersitzung mit Abänderungen des Epidemiegesetzes und des Covid-19-Maßnahmengesetzes befasst. Damit werden Geimpfte schon demnächst Genesenen und Getesteten gleichgestellt. Das heißt konkret: Geimpfte Personen werden sich mit Blick auf die ab dem 19. Mai geplanten Öffnungsschritte Eintrittstests für Lokale, Kultur- und Sportveranstaltungen sowie beim Friseur ersparen. In weiterer Folge soll der "Grüne Pass" auch das Reisen in Europa wieder ermöglichen.

FPÖ-Klubchef Herbert Kickl wetterte am Montag gegen den Pass, sprach von einem "Umbau unserer Art zu leben" und einer "Perversion". Auch Experten üben Kritik. Der Datenschützer Hans Zeger sagt etwa gegenüber der "Krone": "Ich hege berechtigte Zweifel, dass er verfassungskonform umgesetzt werden kann. Deswegen droht er auf EU-Ebene zu floppen." Die QR-Codes auf dem Pass seien leicht zu fälschen.

Voller Impfschutz

Auch Thomas Lohninger von der NGO epicenter.works äußerte sich bereits vor einigen Tagen kritisch gegenüber Ö1. Österreich presche mit einer "Insellösung" zu früh vor. "Natürlich ist ein Hauptinteresse der Tourismus. Etwas Eigenes zu bauen, das nur für Österreich gilt, ist rausgeschmissenes Steuergeld", so der Datenschützer.

Es gibt auch einen gesundheitlichen Aspekt. Wie bereits der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) anmerkte, ist der volle Impfschutz erst nach der zweiten Teilimpfung komplett. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein räumte ein: "Das ist natürlich eine Abwägungssache. Es bleibt immer ein kleines Restrisiko da." Dieses sei aber aus seiner Sicht vertretbar.

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) sieht ein verkraftbares "Restrisiko" beim Grünen Pass für Geimpfte.
  • Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) sieht ein verkraftbares "Restrisiko" beim Grünen Pass für Geimpfte.
  • Foto: Dragan Tatic/BKA
  • hochgeladen von Ted Knops
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