42 Todesfälle
Zahl der Corona-infizierten Österreicher steigt weiter

Am Donnerstagvormittag informierte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) über die Corona-Virus-Vorsorge in den heimischen Spitälern.
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Mehr als 6.000 bestätigte Corona-Fälle gibt es derzeit in Österreich. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 42 an. Am Donnerstagvormittag informierten Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) über die Corona-Virus-Vorsorge in den heimischen Spitälern.

ÖSTERREICH. Gesundheitsminister Rudolf Anschober appellierte heute erneut an jene, die die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus ignorieren. Angesichts der steigenden Todesfälle und Infektionszahlen sagte der Gesundheitsminister, dass die ergriffenen Maßnahmen, wie das „Social Distancing“, langsam Wirkung zeigen würden. Allerdings sei man noch "nicht dort, wo wir hinmüssen“, so Anschober.

"Fünf Prozent entscheidend"

Entscheidend seien "jene fünf Prozent, die noch nicht dabei sind“, so der Gesundheitsminister. Daher richtete sich sein Appell an jene Menschen, welche die sich nicht an die Einschränkungen beim Ausgang halten würden. Diese Gruppe sei entscheidend bei der Erreichung des Ziels, die Ausbreitung des Corona-Virus in Österreich bis Ostern einzudämmen. Die Erreichung dieses Ziels sei die Voraussetzung für eine Lockerung der momentanen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus.

Entscheidend seien "jene fünf Prozent, die noch nicht dabei sind“, so der Gesundheitsminister.
  • Entscheidend seien "jene fünf Prozent, die noch nicht dabei sind“, so der Gesundheitsminister.
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Größtenteils milder Verlauf

Laut heutigem Stand hätte die Corona-Pandemie in Österreich mindestens 42 Menschenleben gefordert. Momentan seien 6.001 Personen in Österreich nachweislich infiziert. Von diesen seien ca. 550 Personen in stationärer Spitalsbehandlung. 96 Infizierte würden Intensivbehandlung bedürfen und seien auf entsprechenden Stationen. Der Rest der nachweislich Infizierten sollen einen milden Krankheitsverlauf aufweisen, so Anschober.

Tageswerte nicht aussagekräftig

Der Anstieg auf 6.001 nachweislich Infizierte, entspreche einem Plus von 13,6 Prozent gegenüber dem Vortag. Dies sei aber nur ein Tageswert und daher wenig aussagekräftig, so Anschober. Es sei sein persönlicher Wunsch und gesetztes Ziel in den einstelligen Bereich zu kommen, das betonte der Gesundheitsminister.

Kapazitäten dürfen nicht überschritten werden

In Spanien und Italien hätte man durch den Zuwachs der Neuinfektionen die Kapazitätsgrenzen der Spitäler überschritten. mit verheerenden Folgen für die Patienten. Daher gehe es bei den Maßnahmen in Österreich darum, genau dies zu vermeide, so Anschober. Eine Stärke der österreichischen Strategie sei es, dass sehr viele Patienten zu Hause bleiben könnten.  

Gesundheitssystem soll leistungsfähig bleiben

Außerdem hätte man bereits Schritte eingeleitet, um das Gesundheitssystem auch weiterhin leistungsfähig zu erhalten, so Anschober. So hätte man mit den jüngsten Parlamentsbeschlüssen das Ärztegesetz dahingehend geändert, dass Laboruntersuchungen auch ohne Ärzte möglich seien. Vor allem aber, hätten die Beschlüsse es ermöglicht, nun auch Turnus-Ärzte, pensionierte Medizinern und auch anderen Fachärzten einzusetzen.

Neue Schutzkonzepte

Die Testungen von Spitalsmitarbeitern habe man weiter intensiviert. Zudem gebe es neue Schutzkonzepte für die Krankenhäuser und auch bei der Beschaffung der so dringend benötigen Schutzkleidung habe man Erfolge verzeichnen können. So sollen am Freitag elf Millionen Handschuhe eintreffen. Masken und Schutzanzüge sollen am Samstag und Montag folgen. "Wir sind sehr intensiv in diesem Bereich unterwegs, um den Schutz noch deutlich zu stärken", so Anschober.

Zwischenbilanz am Freitag

Die Kapazitäten der Sonderkliniken für Personen mit mildem Krankheitsverlauf sollen auch zeitnah erweitert werden. Momentan stünden 12.000 Betten zur Verfügung, aber man strebe mindestens 20.000 Betten an. Prognoseberechungen würden ständig über den aktuellen Bettenbestand informieren, so der Gesundheitsminister. Für morgen, Freitag, kündigt Anschober eine erste Zwischenbilanz an. Dann will der Gesundheitsminister berichten, wie sich die eingeführten Maßnahmen zur Eindämmung der Virus-Verbreitung ausgewirkt haben.

Am Donnerstagvormittag informierte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) über die Corona-Virus-Vorsorge in den heimischen Spitälern.
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