Alles Hybrid, oder was? Der neue Toyota Auris

Außen macht sich das Auris-Facelift durchaus bemerkbar. Die Linienführung ist markanter, sportlicher, agiler.
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  • Außen macht sich das Auris-Facelift durchaus bemerkbar. Die Linienführung ist markanter, sportlicher, agiler.
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ÖSTERREICH. "Hey, cool, ein Toyota. Ist ein Hybrid, oder", fragt die Freundin, als wir in den neuen Auris kraxeln. Also zumindest in diesem Bereich haben die Japaner einen tollen Job gemacht. Toyota = Hybrid. So die einfache Losung im Volksmund. Und ganz falsch ist es ja nicht. Die Hälfte der in Westeuropa verkauften Auris ist mit einem Hybrid-Antrieb ausgestattet. Insgesamt hat Toyota (per Ende 2014) sieben Millionen Hybrid-Fahrzeuge verkauft. Tendenz steigend.
Doch da unsere Motorredaktion ausschließlich nur aus verwegenen Journalisten besteht, haben wir uns den 116 PS-Benziner, ohne Hybrid, getestet. Dieser 1,2 Liter Turbomotor ersetzt den 1,6 Liter-Benziner. Ebenso ausgemustert wurde bei der neuen Auris-Generation der 2.0 Liter TDI. An seiner statt werkelt jetzt ein 1,6 Liter-Dieselaggregat unter der Haube.

Außen macht sich das Auris-Facelift durchaus bemerkbar. Die Linienführung ist markanter, sportlicher, agiler, geduckter – der Auris eindeutig als Toyota zuordenbar. Vorne sticht die durchgezogene Chromespange – vom Toyota Logo über die gesamte Fahrzeugbreite – ins Auge. Innen: Aufgeräumt. Das Armaturenbrett wurde überarbeitet, in der Mitte sitzt jetzt ein 4,2 Zoll großer Touchscreen. Die Bedienelemente am Lenkrad sind weitgehend gleich geblieben.

Ebenso überarbeitet haben die Japaner das Fahrwerk. Der neue Auris fährt sich ruhig, angenehm, und bügelt die meisten Unebenheiten gut weg. Wahrscheinlich nicht zuletzt aufgrund der Doppelquerlenkerachse, die beim 1,2 Liter-Benziner verbaut ist. Zusätzlich ist der Auris noch bei den Radkästen, Türen und im Motorraum gedämmt. Heißt: Weniger Wind- und Motorgeräusche als der Vorgänger. Auch in puncto Sicherheit hat Toyota aufgerüstet – Pre-Collision-System, Verkehrszeichen- und Spurhalteassistent sowie automatisches Fernlicht – gibt's gegen Aufpreis im "Safety Sense"-Sicherheitspaket.

So, jetzt aber wieder zum Wichtigsten, quasi Alleinstellungsmerkmal von Toyota – dem Hybridantrieb. Die Japaner postulieren beim Auris Hybrid einen Durchschnittsverbrauch von 3,5 Litern auf 100 Kilometern, der 1,2 Liter Benziner soll auch nur 4,7 Liter brauchen. Tja. Wenn der Turbo nicht wäre, vielleicht. Doch so kamen wir im Testbetrieb – zahlreiche Autobahnkilometer inklusive – auf 6,6 Liter. Da ist noch Luft nach unten. Plötzlich wird's sonnenklar, warum Toyota in Europa mehr als 50% der Auris-Modelle als Hybrid verkauft.

Unterm Strich: gutes Auto. Und wenn man den Auris mit Elektromotor nimmt, beschwert sich auch die Freundin nicht beim Aussteigen: "Hoffentlich ist's nächstes Mal der Hybrid ..."

Preise, Getriebe & Motorisierung:

• 1,3 Liter-Benziner, 99 PS, 6-Gang-Schalter, ab 17.290 Euro
• 1,2 Liter-Turbo-Benziner, 116 PS, 6-Gang-Schalter, ab 21.920 Euro
• 1,4 Liter-Diesel, 90 PS, 6-Gang-Schalter, ab 19.990 Euro
• 1,6 Liter-Diesel, 112 PS, 6-Gang-Schalter, ab 23.990 Euro
• 1,8 Liter-Benziner/Hybrid, 99 PS, Automatik, ab 23.850 Euro

(Alle Fotos: Toyota)

Autor:

Motor & Mobilität aus Innere Stadt

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