Arbeitsmarkt erholt sich schleppend
5.000 weniger Arbeitssuchende als in Vorwoche

Aktuell sind 341.000 Menschen in Österreich als arbeitslos gemeldet. Das sind um 5.000 weniger, als im Vergleich zur Vorwoche.
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  • Aktuell sind 341.000 Menschen in Österreich als arbeitslos gemeldet. Das sind um 5.000 weniger, als im Vergleich zur Vorwoche.
  • Foto: Archiv
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Die Arbeitslosenzahlen im Wochenvergleich sind in Österreich wieder gesunken. 

ÖSTERREICH. Aktuell sind 341.000 Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) arbeitslos gemeldet, das sind 5.000 Personen weniger als in der Vorwoche. "Der Arbeitsmarkt erholt sich langsam aber sicher von den Folgen der Pandemie und der wirtschaftlichen Krise", sagte Arbeitsminister Kocher (ÖVP) bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Im Vergleich zu 2019 seien etwa 50.000 Personen mehr arbeitslos. Das sei ein anspruchsvoller Vergleich, weil in 2019 die Konjunktur sehr gut gewesen sei.

77.000 Menschen sind derzeit für Schulungen oder Weiterbildungen beim AMS gemeldet. In gewissen Bereichen des Arbeitsmarktes gebe es immer noch "große Schwierigkeiten". Für Phase 4 der Kurzarbeit seien immerhin 300.000 Personen vorgemeldet. Öffnungen und Impfungen sollen Entspannungen bringen, vor allem in Tourismus, Gastronomie und im Veranstaltungswesen, hofft Kocher. Rund 150.000 Personen sollten so wieder in Arbeit kommen.

Nicht erst 2025, bereits bis 2023 möchte man den Arbeitsmarkt wieder auf Vorkrisenniveau bringen, kündigte die Regierung am Dienstag an.
  • Nicht erst 2025, bereits bis 2023 möchte man den Arbeitsmarkt wieder auf Vorkrisenniveau bringen, kündigte die Regierung am Dienstag an.
  • Foto: bka/Dunker
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Arbeitsmarkt: 2023 wieder auf Vorkrisenniveau

Eine erste Zwischenbilanz zog Kocher zur Aktion Corona-Jobinitiative. Hier sollten wie geplant 100.000 Personen im Rahmen von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen gefördert werden. Mit Start Spätherbst 2020 hätten 77.000 Personen im Rahmen der Jobinitiative an Schulungen teilgenommen. Der Frauenanteil liege bei 55 Prozent. 7.000 Plätze seien in den Pflegestiftungen noch frei. 19.000 der Teilnehmer erhalten den Bildungsbonus von 180 Euro zusätzlich zum Arbeitslosengeld. "Die Pandemie wird den Arbeitsmarkt noch länger beschäftigen", sagt Kocher. Jedoch möchte man bereits bis 2023 den Arbeitsmarkt wieder auf Vorkrisenniveau bringen, so Kocher. 

Auf die Frage, wie der Arbeitsminister zu dem Vorschlag des ÖVP-Wirtschaftsbundes steht, Verschärfungen für Arbeitslose einzuführen, meinte Kocher: Es gebe unterschiedliche Positionen innerhalb der ÖVP. Man werde sich alle Vorschläge ansehen.

Blümel: Positive Meldungen aus Brüssel zu Comeback-Plan

Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) sprach aufgrund von drei Anlasspunkten von einem "gewissen Optimismus". Zum einen verbessere sich die nationale Konjunktur. Der Vorquartalswert entwickle sich auch positiv, besser als in anderen Ländern wie etwa Deutschland. Die Lockerungsschritte würden diesen Trend verstärken. Die Stimmung in der Wirtschaft werde "generell besser". Das Motto "koste es was es wolle" habe sich aber auf die Staatsschulden ausgewirkt. Trotzdem habe die Rating-Agentur Fitch Österreich aber ein AAA-Rating bescheinigt.

Zudem zeigte sich Blümel erfreut, dass die EU-Kommission Teile des Comeback-Plans der Regierung als positiv beurteilt habe. Österreich habe als eines von rund 12 Ländern "alles abgegeben".

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Aktuell sind 341.000 Menschen in Österreich als arbeitslos gemeldet. Das sind um 5.000 weniger, als im Vergleich zur Vorwoche.
Nicht erst 2025, bereits bis 2023 möchte man den Arbeitsmarkt wieder auf Vorkrisenniveau bringen, kündigte die Regierung am Dienstag an.

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