Zahlen leicht gesunken
517.000 Menschen waren im Mai arbeitslos

 „Die Abrechnung der Kurzarbeit ist voll auf Schiene“, sagte Arbeitsministerin Aschbacher.
  • „Die Abrechnung der Kurzarbeit ist voll auf Schiene“, sagte Arbeitsministerin Aschbacher.
  • Foto: Wenzel/bka
  • hochgeladen von Adrian Langer

Ende Mai waren mehr als 517.000 Personen arbeitslos oder in Schulung, das sind um 174.000 mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote beträgt 11,5 Prozent. Das Wiederhochfahren der Wirtschaft brachte nur eine leichte Entspannung.

ÖSTERREICH. Die Corona-Krise sorgt weiterhin für extrem hohe Arbeitslosenzahlen. So haben Ende März zwar 45.000 Arbeitslose wieder einen Job gefunden, im Vergleich zum Vorjahr sind die Zahlen aber immer noch um 50 Prozent höher. Allein im Tourismus seien 94.000 Personen arbeitslos, in der Bauwirtschaft 29.000. Auch im Einzelhandel, Bauwesen, Transport und im Produktionsbereich wurden Fertigungen zurückgefahren. 

Jedoch würden sich die Lockerungen auch am Arbeitsmarkt bereits bemerkbar machen, sagte Arbeitsministerin Christine Aschbacher bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (beide ÖVP) heute in Wien. „Die Zahlen gehen in die richtige Richtung.“ Der Arbeitsmarkt ziehe „Schritt für Schritt an“, so die Arbeitsministerin. In allen Bereichen sind die Zahlen etwas gesunken. Am Höchststand Mitte April waren 588.000 Menschen ohne Job, ein Rekordwert seit dem Jahr 1945. Vor dem „Shut-down“ Mitte März gab es rund 400.000 Personen ohne Arbeit. Die Wirtschaftsforscher von IHS und Wifo erwarten für heuer einen Anstieg der Arbeitslosenrate um einen Prozentpunkt auf 8,4 Prozent.

1.3 Millionen in Kurzarbeit

Momentan sind 1,3 Millionen Menschen wegen der Corona-Krise in Kurzarbeit. Es sei aber noch nicht berücksichtigt, dass einige Kurzarbeitsprojekte Ende Mai ausgelaufen sind, genauere Zahlen darüber würden nächste Woche vorliegen. Laut Aschbacher haben rund 60.000 Unternehmen Corona-Kurzarbeitsgeld erhalten, rund 100.000 Abrechnungen in Höhe von 907 Millionen Euro wurden bearbeitet. Da größere Betriebe erst Ende Mai ihre Abrechnungen übermittelt haben, werden "erst jetzt die Auszahlungssummen stärker steigen", erklärte Aschbacher. Für das Kurzarbeitmodell wurden rund zwölf Milliarden Euro veranschlagt.

Lehrlingspaket mit 2000 Euro

Überdurchschnittliche Zuwächse der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen Ende Mai Jugendliche (plus 103,8 Prozent) und Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft (plus 90,2 Prozent). Auch in Österreich stünden 10.000 Lehrstellen auf dem Spiel, vor allem im Handel, Gewerbe und Tourismus. Als Gegenmaßnahme kündigte Schramböck ein Lehrlingspaket an, mit dem  Unternehmen, die Lehrlinge bis 31.Oktober einstellen, 2.000 Euro bekommen. Zuerst soll es 1000 Euro zum Start der Lehre geben, die andere Hälfte gibt es beim Behalten nach der Probezeit. Unterstützung erfahren auch Betriebe, die Lehrlinge aus der überbetrieblichen Lehre übernehmen, wenn die Übernahme bis inklusive 31.März 2021 stattfindet. Beantragt werden können die Gelder ab dem 1. Juli 2020 bei den Lehrlingsreferaten der Länder.

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