Bundesheer: Geld für Hubschrauber, aber kaum Piloten

Das Bundesheer hat großen Bedarf an Pilotennachwuchs.  Im Hintergrund der Transporthubschrauber S70 "Black Hawk".
  • Das Bundesheer hat großen Bedarf an Pilotennachwuchs. Im Hintergrund der Transporthubschrauber S70 "Black Hawk".
  • Foto: Bundesheer/Minich
  • hochgeladen von Linda Osusky

ÖSTERREICH. Am Mittwoch beschloss die Regierung ein Beschaffungspaket für das Bundesheer im dreistelligen Millionenbereich. Unter anderem sollen die Streitkräfte 15 neue Hubschrauber erhalten. Fraglich ist jedoch, wer die neuen Hubschrauber fliegen soll.

Zu wenige Bewerber

Denn laut Michael Bauer, Sprecher des Verteidigungsministeriums, leidet das Bundesheer an Pilotenmangel. "Es gibt einen verstärkten Bedarf, der wegen mangelnder Bewerberzahlen aber nicht annähernd gedeckt werden kann", sagt Bauer zu den Regionalmedien Austria. Grund für den Mangel sind die Pensionierungswelle, die derzeit den gesamten Arbeitsmarkt betrifft sowie vorzeitige Abgänge.

Eines der härtesten Auswahlverfahren

Um mehr Piloten in die Ausbildung zu bekommen, braucht das Bundesheer so viele Bewerber wie möglich. Denn das Auswahlverfahren ist hart. Nur wenige kommen ans Ziel. Von über 400 Bewerbern 2017 dürfen gerade einmal sechs die Ausbildung beginnen. Und auch von diesen sechs Anwärtern, die weitergekommen sind, werden wahrscheinlich nicht alle am Ende Hubschrauber oder Jets fliegen. "Im Durchschnitt werden etwa zwei Prozent der Bewerber tatsächlich Pilot," so Bauer.

Pilotenanzahl ist Staatsgeheimnis

Wieviele Piloten beim Bundesheer aktiv sind, darf aus Geheimhaltungsgründen nicht kommuniziert werden. Nur soviel darf Bauer verraten: "Derzeit fliegen vier Frauen als Militärpilotinnen – zwei auf Hubschraubern und zwei auf Flugzeugen." Ein Großteil der Militärpiloten wird auf Hubschraubern eingesetzt. Der Weg zum Eurofighter-Piloten ist noch härter – auch aufgrund der hohen köperlichen Belastungen, insbesondere im Wirbelsäulenbereich.

Die Luftflotte

Die Flugflotte des Bundesheeres umfasst Abfangjäger des Typs Eurofighter EF 2000 sowie Saab 105OE. Weiters gehören Transportflugzeuge des Typs C-130 "Hercules" und Schulflieger des Typs PC-7 „Turbo Trainer“ dazu. Unter den Hubschraubern befinden sich die S-70 "Black Hawk", Agusta Bell 212, Alouette III und Bell OH-58 "Kiowa".

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