Gesundheit am Arbeitsplatz: Was Unternehmen dafür tun

Beim Heben kann der Rücken stark belastet werden. In vielen Betrieben werden Mitarbeiter daher geschult wie sie den Rücken durch richtiges Heben schonen können.
  • Beim Heben kann der Rücken stark belastet werden. In vielen Betrieben werden Mitarbeiter daher geschult wie sie den Rücken durch richtiges Heben schonen können.
  • Foto: Rewe
  • hochgeladen von Linda Osusky

ÖSTERREICH. In einer alternden Gesellschaft sollte es für Betriebe selbstverständlich sein, auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu achten. Zu den mitarbeiterstärksten Unternehmen des Landes gehören unter anderem: ÖBB, Rewe, Strabag und Voestalpine. Gesundheitsmanagment gehört in diesen Betrieben zur Personalpolitik dazu. In Mitarbeitergesundheit zu investieren, bringt beiden Seiten etwas, denn "Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter ist für einen langfristigen Unternehmenserfolg unumgänglich", heißt es etwa beim Bauriesen Strabag.

Förderung der Wiedereingliederung

Bei den ÖBB spielt Prävention eine wichtige Rolle. Außerdem setzt der Bahnkonzern auf die Schulung von Führungskräften, da sich deren Verhalten auf Gesundheit, Leistung und Motivationa auf Mitarbeiter auswirke. Darüber hinaus setzen die ÖBB auf betriebliche Wiedereingliederung, bei der erkrankte oder verunfallte Mitarbeiter bei der Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit begleitet und unterstützt werden.

Sport, Bewegung, Fitness

Unter Gesundheitsmanagement versteht man bei Rewe vor allem Sport. Der Lebensmittelhändler übernimmt die Teilnahmekosten für Laufveranstaltungen, bietet Fitnesskurse an und den 400 Lkw-Fahrern steht in Wiener Neudorf ein eigenes Fitnessstudio zur Verfügung. Zum Standardangebot vieler Unternehmen gehören Seminare und Informationen über Ernährung, Bewegung und körpergerechtes Arbeiten.

Vorsorge und Baustellenjause

Beim Stahlriesen Voestalpine gibt es neben dem allgemeinen Gesundheitsmanagement, zu dem auch Augenuntersuchungen und Impfaktionen gehören, ein klares Ziel: die Zahl der Arbeitsunfälle im Bereich "Technischer Service und Energie", in dem 1.900 Personen tätig sind, zu reduzieren. Bis 2020 soll die Zahl der Unfälle pro eine Million Arbeitsstunden von aktuell zwölf auf sechs reduziert werden. Beim Baukonzern Strabag wird derzeit ein Jausenpaket auf Baustellen getestet, um trotz Stress und körperlich anstrengender Arbeit gesunde Ernährung zu ermöglichen.

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