Gewerkschafter Hebenstreit: "Digitalisierung ist eine große Chance"

Mit der fortschreitenden Digitalisierung bleibt manuelle Arbeit zusehends auf der Strecke, während die Anzahl an höherqualifizierten Stellen steigt.
  • Mit der fortschreitenden Digitalisierung bleibt manuelle Arbeit zusehends auf der Strecke, während die Anzahl an höherqualifizierten Stellen steigt.
  • Foto: ÖBB/Philipp Horak
  • hochgeladen von Linda Osusky

ÖSTERREICH. Gleisbremsen, automatische Weichenstellung oder Ticketautomaten sind nur einige Beispiele für die Automatisierung ganzer Arbeitsbereiche bei den ÖBB. In 25 Jahren schrumpfte die Zahl der Mitarbeiter um 27.000 auf aktuell rund 40.000. Gleichzeitig ist das Fahrgastaufkommen von 256 Millionen im Jahr 1998 auf 464 Millionen Menschen 2015 angestiegen.

Höhere Gehälter

Eisenbahngewerkschafter und ÖBB-Betriebsratsvorsitzender Roman Hebenstreit ist dennoch vorsichtig optimistisch: "Vor der Digitalisierung darf man keine Angst haben. Sie ist auch eine große Chance", sagt er im Gespräch mit den Regionalmedien Austria (RMA). "Die Jobs werden immer höherqualifizierter, die Verantwortung größer. Das ist eine Möglichkeit, höhere Gehälter einzufordern", so der gelernte Maschinenschlosser und Lokführer.

Neue Jobs entstehen

Er bezweifelt zwar, dass alle durch die Digitalisierung verdrängten Stellen ersetzt werden können. Dennoch: Fahrdienstleiter, die lange Zeit nicht nachbesetzt wurden, werden aktuell wieder gesucht. "Für Manager bedeutet Automatisierung Jobeinsparung", so Hebenstreit. Aber jetzt zeige sich, dass man hier etwas übermütig war und doch mehr Leute braucht, um diese Systeme zu überwachen und zu warten, sagt er zur RMA. Außerdem entstünden neue Jobs, wie die des Notfallkoordinators. Diese erforderten aber eine höhere Qualifikation.

Ausbildung immer bedeutender

Doch auch die ÖBB leidet am Fachkräftemangel. "Es ist schwer, Leute zu finden", so Hebenstreit, dessen Fazit ist, dass es immer weniger niedrig qualifizierte Jobs gibt. Ausbildung spiele daher eine immer größere Rolle. Intern haben die ÖBB schon seit Langem mit der betriebseigenen Akademie vorgesorgt. Dort ist es für Mitarbeiter möglich, sich von der Lehre über berufsgleitendes Matura bis hin zum Fachhochschulabschluss weiterzubilden.

Lesen Sie auch:
* "Industrie 4.0" wird zu einem großen Thema
* "Das Internet der Dinge": Was es uns bringt, wenn Maschinen künftig mehr miteinander kommunizieren

Autor:

Linda Osusky aus Innere Stadt

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

5 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.